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Bild: Illustration Philomag; Sandro Halank (CC BY-SA 4.0); C.Stadler/Bwag (CC BY-SA 4.0); Metropolitico (CC BY-SA 2.0)

Essay

Rechte Metapolitik

Sidonie Kellerer veröffentlicht am 08 Februar 2024 12 min

Rechtsextreme streben nach kultureller Hegemonie – auch über die Universitäten. Dabei können sie an so einflussreiche Denker wie Martin Heidegger und Reinhart Koselleck anschließen, die ihre wahren Absichten geschickt zu verbergen wussten.

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Kommentare

JuliusC@deadline.net | Freitag, 9. Februar 2024 - 15:23

Den Imperativ der Vernunft mit dem Imperativ der geistigen Zäsur ersetzen, so könnte man das zusammenfassend übersetzen.
Andererseits erfreuen sich Akronyme zunehmender Beliebtheit, die Begrifflichkeiten verkürzen, um nicht zu sagen verschleiern, für welche man früher ganze Zeilen von Sätzen benötigte, um diese verständlich erscheinen zu lassen.
Meta, mega u. dgl. (for exemples) als gängige Vorsilben, können, selbst für Begriffsstutzige, allgemein verständlich benutzt werden. Dem Pluralismus und Fremdsprachenkenntnissen sei Dank.
Zäsur, reimt sich zufällig auf Cäsar, schreibt Wikipedia, wär nichts anderes als wie ein Schnitt; in Raum und Zeit wär dann persönliche Interpretationssache. Der Fantasie sind ja angeblich keine Grenzen gesetzt.

Peter M | Montag, 12. Februar 2024 - 00:30

Heidegger hatte eine schwierige Biografie und war politisch verirrt. So weit, so gut. Aber, Heidegger ein vom Verfolgungswahn geplagter Verschwörungstheoretiker? Ein rechter Ideologe und Umstürzler bis zum Ende seines Lebens? Seine Philosophie eine einziges, gut getarntes (?) rechtsradikales Programm, umzusetzen mit hegemonialer Praxis? Das alles halte ich für abenteuerlich. Es ist wahrscheinlich umgekehrt: mit dem Nationalsozialismus wollte Heidegger seine Philosophie auf den Sockel heben - und er hat damit seine ganze politische (und menschliche) Inkompetenz bewiesen.
Mit der Biografie das Werk zu diskreditierten, das halte ich kategorial für falsch. Zudem: Nicht jede Philosophie ist politisch motiviert. Aber es gehört wohl zu einer postmodernen Philosophie, alle Beiträge als Machtspiele aufzufassen und Sprache somit immer nur als bloß performative Rhetorik zu betrachten. Die Autorin vollzieht mit der Mischung aus Andeutungen, Empörung, unsauberen Schlüssen, queren Bezügen zu falschen Zeugen und ständiger, unbeirrter Wiederholung dieser Plattitüden vielmehr selbst eine verschwörungsideologische Praxis. Das ganze gipfelt damit, den Kritisierten willkürlich mit anderen ausgemachten Gaunern in eine Ecke zu stellen… Das alles, den ganzen Text finde ich unlauter. Mir ist die philosophische Tradition lieber, die den Autor „sterben“ lässt, um sich an das Werk zu halten und dieses denkend zu befragen. Und diesbezüglich hat Heidegger viel bieten.

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Guillaume Martin: „Ich habe Nietzsches Worte zu meinem Mantra gemacht“

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