Wie treffe ich eine gute Entscheidung?

Nummer Nr. 44 - Feb./Mär. 2019

 

Dossier: Wie treffe ich eine gute Entscheidung?

Entscheidungen sind die Wegmarken des Daseins. Wer in die falsche Richtung geht, setzt sein Glück und seine Freiheit, vielleicht gar die gesamte Zukunft aufs Spiel. Umso drängender stellt sich die Frage, wie die richtige Wahl rechtzeitig zu erkennen wäre. Trifft eine gute Entscheidung, wer rational abwägt, alle Eventualitäten bedenkt, das Feld des Möglichen vermisst? Oder ist es gerade in hochkomplexen Zeiten wie unseren die Intuition, der wir vertrauen sollten? Vernunft versus Gefühl. Kopf versus Bauch. Eine Alternative, zu der sich eine dritte gesellt: Was, wenn gerade im Zögern und Zaudern die Chance wahrer Selbstbestimmung läge? Entscheiden Sie selbst.

 

„Sobald man Teil der Lüge wird, ist man nicht ihr Opfer “

Um heutige Autokratien zu verstehen, muss man den bekanntesten Schriftsteller der Welt lesen: William Shakespeare. Ein Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt über die Funktion von Fiktionen und die Geburt der Macht aus dem Drama.

 

Die letzte Zigarette

Nicht mehr lange, dann hat sich die europäische Tabakkultur in Luft aufgelöst. Für Gesundheit und Umwelt ist das gut. Dennoch geht etwas verloren. Denn Rauchen war auch immer eine dreifach philosophische Übung: In spontanem Kommunismus, alternativer Zeitwahrnehmung und Ambiguitätstoleranz.

 

Verstehen statt vergelten?

Opfer und Täter von Gewaltverbrechen bleiben in der Regel allein mit ihrer Ohnmacht, ihrem Hass, ihrer Sprachlosigkeit. Was aber wäre, wenn man sie ins Gespräch bringt? Eine Reportage über Menschen, die den Versuch wagen, das Unbegreifbare zu begreifen.

 

„Geflüchtete wurden zu Symbolen der Entfremdung“

Wie lässt sich das Selbstbestimmungsrecht von Staaten mit dem Recht der anderen vereinen? In Zeiten globaler Migration ist Seyla Benhabib die Philosophin der Stunde: Im großen Werkgespräch plädiert die Universalistin für einen realitätsgesättigten Kosmopolitismus.

 

Helmuth Plessner und die Gemeinschaft

Scharfsinnig und stilistisch virtuos wendet sich Helmuth Plessner in seinem 1924 veröffentlichten Werk „Grenzen der Gemeinschaft“ gegen den Wir-Kult und liefert damit die philosophisch-anthropologische Begründung für die Sphäre einer zivilisierten Öffentlichkeit.

 


 

 


 

Inhalt

 

Intro /

  • Editorial
  • Ihre Frage
  • Kinder fragen Tomi Ungerer
  • Leserbriefe

Zeitgeist /

  • Sinnbild
  • Denkanstöße
  • Resonanzen Gelbwesten: Frontaufhebung / Einsamkeit: Kunst des Alleinseins / Oscars: Identität ist Handarbeit / CRISPR: Interview mit Reinhard Merkel
  • Hübls Aufklärung
  • Perspektive „Sobald man Teil der Lüge wird, ist man nicht ihr Opfer“ Gespräch mit Stephen Greenblatt
  • Erzählende Zahlen

Horizonte /

  • Reportage Verstehen statt vergelten? Von Margot Hemmerich und  Charles Perragin
  • Analyse Die letzte Zigarette Essay von Nils Markwardt

Dossier  /  Wie treffe ich eine gute Entscheidung?

  • Kopf oder Bauch Von Nils Markwardt
  • Alles auf eine Karte? Philosophisches Pokerspiel Von Theresa Schouwink
  • Da geht's lang! Reportage über moderne Entscheidungsassistenten von Dominik Erhard
  • Lob des Zauderns Essay von Alice Lagaay
  • Wer ist meine innere Stimme? Philipp Hübl diskutiert mit Mariana Leky 

Ideen /

  • Das Gespräch Seyla Benhabib fordert einen neuen Kosmopolitismus
  • Werkzeugkasten Lösungswege / Das Ding an sich / Die Kunst, recht zu behalten
  • Der Klassiker Helmuth Plessner und die Gemeinschaft + Sammelbeilage

Bücher /

  • Buch des Monats Eva Illouz: „Warum Liebe endet“
  • Thema: Älterwerden
  • Scobel.Mag
  • Kolumne: Das philosophische Kinderbuch
  • Dichter und Wahrheit: Judith Schalansky

Finale /

  • Agenda
  • Comic Catherine Meurisse: Menschliches, Allzumenschliches
  • Lebenszeichen Von Tieren lernen: Das Faultier
  • Spiel / Impressum
  • Sokrates fragt Fahri Yardim