Absolutes

Abgeleitet vom lateinischen absolutus („unbedingt“ oder „vollkommen“), im Gegensatz zum Relativen, bezeichnet dieser Begriff das, was in sich selbst seine Daseinsberechtigung hat und daher keiner anderen Sache bedarf, um konzipiert zu werden oder zu existieren. Im Mittelalter wurde das Adjektiv „absolut“ zu einem Substantiv und mit Großbuchstaben geschrieben, um auf Gott zu verweisen. Das Absolute ist dann das, wovon alles abhängt. Daher wird es in der Politik benutzt, um eine Monarchie mit unbegrenzter Macht zu bezeichnen. Das Hauptproblem des Absoluten ist das Problem eines möglichen Wissens darüber, da der Mensch, dessen Wissenschaft begrenzt ist, keinen wirklichen Zugang zu ihm hat. Trotz des Bestrebens deutscher Philosophen wie Fichte, Schelling oder Hegel, es als Grundlage oder Gesamtheit des Wissens zu betrachten, gilt es im zeitgenössischen wissenschaftlichen Denken als Synonym für das Unerkennbare oder die unangreifbare Grenze.