Empathie

Aaus dem Griechischen en/em (in, hinein) und pathein (fühlen): Ein-fühlung. Empathie bezeichnet die Möglichkeit, andere durch eine emotionale Verbindung besser zu verstehen, meist indem man sich in ihre Lage versetzt. Sie unterscheidet sich von der Sympathie, auf der die schottischen Philosophen der Aufklärung (Hutcheson, Adam Smith) die Moral gründeten, und ist ein wichtiges Konzept der deutschen Philosophie des 19. Jahrhunderts. Zwischen Psychologie und Ästhetik angesiedelt, bezieht sich die Empathie auf die grundlegende Neigung unseres Gefühlslebens, unsere Gefühle aus uns selbst heraus in die Objekte zu projizieren, mit denen wir in Kontakt treten. Wie Lipps sagt, ist Empathie ein „objektivierter Selbstgenuss“: Sie macht Emotionen sichtbar.