Dossier - Nachgefragt

"Das Strafrecht dient nicht dazu, die Gesellschaft zu ändern"

Sabine Müller-Mall, im Interview mit Svenja Flasspoehler veröffentlicht am 3 min

Das neue Sexualstrafrecht ahndet nicht erst die Gewalt gegen eine Person, sondern bereits die Missachtung ihres „Willens“. Ist das sinnvoll? Die Juristin Sabine Müller-Mall im Interview

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Gespräch
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Sabine Müller-Mall: „Algorithmen entpolitisieren uns“

Theresa Schouwink

Ob Tracking-App, Videokonferenzen oder Fallzahlprognosen: Die Pandemie führt zu einem Digitalisierungsschub. Doch was macht die Allgegenwart von Algorithmen mit unserer Gesellschaft? Ein Gespräch mit der Rechtsphilosophin Sabine Müller-Mall.

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Pädophilie: das stärkste Tabu

Svenja Flasspoehler

Fassungslos und entsetzt zeigt sich der SPD-Vorstand angesichts der Verfehlung Sebastian Edathys – und zwar unabhängig von ihrer strafrechtlichen Relevanz.



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Michael Jäckel: „Das Warenhaus diente als Schaufenster in die Welt“

Nils Markwardt

Vor kurzem kündigte Galeria Karstadt Kaufhof die Schließung von fast 50 Filialen an. Das scheint indes nur ein weiterer Schritt in einem bereits länger andauernden Niedergang jener Warenhäuser zu sein, die Walter Benjamin einst „den letzten Strich des Flaneurs“ nannte. Der Soziologe Michael Jäckel erläutert die Entstehungsgeschichte der Warenhäuser, erklärt die Gründe für ihren Niedergang und warnt vor einer neuen „Unwirtlichkeit unserer Städte“.  

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Michael Kohtes: „Das Glücksspiel zeigt uns, dass das Leben kein Spiel ist“

Dominik Erhard

Schon lange wird in Deutschland darüber diskutiert, ob Online-Glücksspiel in allen Bundesländern erlaubt sein soll. Mit der kürzlichen Novellierung des Glücksspielstaatsvertrags wird es im kommenden Juli voraussichtlich genau dazu kommen. Der Publizist Michael Kohtes erklärt im Kurzinterview, wie sinnvoll das ist und warum Menschen seit Jahrhunderten so fasziniert von Roulette, Poker und Co. sind. 

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Die neue Sinnlosigkeit des Homo fluxus

Nils Markwardt

Die Forderung nach dem Aufgehen der eigenen Existenz im Beruf trifft auf eine Arbeitswelt, in der die Ergebnisse des eigenen Tuns vor allem durch die Digitalisierung immer schwerer fassbar sind. Wenn Arbeit ohne Werk überhaupt erfüllend sein kann, unter welchen Bedingungen ist dies möglich? Oder entlarvt uns bereits die Hoffnung, unsere Erwerbstätigkeit sollte sinnvoll sein, als willige Sklaven des Systems? In seinem Essay zeichnet Nils Markwardt historisch nach, wie die Arbeit zum vermeintlichen Sinngaranten wurde und wie wir uns dieser Illusion eventuell entledigen können.

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Artikel
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Verzeihen - Gibt es einen Neuanfang?

Svenja Flasspoehler

Wo Menschen handeln, entsteht Schuld. Und manchmal wiegt sie so schwer, dass kein Heil mehr möglich scheint. Was, wenn eine Schuld nie beglichen werden kann? Wie sich befreien aus der Fixierung auf etwas, das sich nicht mehr ändern lässt? Wer sich diese Fragen stellt, ist bereits in jenen Möglichkeitsraum eingetreten, den die Philosophie eröffnet. Das Verzeihen ist der Weg, das Gewesene zu verwandeln und neu zu beginnen: Darin waren sich Denkerinnen und Denker wie Friedrich Nietzsche, Hannah Arendt und Paul Ricœur einig. Aber wie wäre er zu beschreiten, dieser Weg? Wo liegt die Grenze des Verzeihbaren? Und was wird aus dem berechtigten Ruf nach Gerechtigkeit? Ein Dossier mit Impulsen für die Zurückgewinnung der Zukunft.