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Susanne Schmetkamp über Empathie
Bild: Philosophie Magazin

Lebt es sich als emphatischer Mensch leichter? Warum ist der Begriff Empathie philosophisch interessant? Und welche anderen Denkerinnen und Denker haben sich mit ihm beschäftigt? Auf der diesjährigen phil.cologne sprachen wir mit Susanne Schmetkamp über Empathie. Susanne Schmetkamp ist Philosophin und leitet eine Forschungsgruppe zur Ästhetik und Ethik der Aufmerksamkeit an der Universität Fribourg (Schweiz). Ihre Forschungsgebiete sind ästhetische Erfahrung, Empathie, Aufmerksamkeit, Perspektivität, Film und Serien.

Ein neues Gottes*bild?
Bild: Commons Wikimedia

Die Katholische Studierenden Jugend (KSJ) will Gott von nun an mit Gendersternchen schreiben, um sich von Vorstellungen eines „alten, weißen, strafenden Mannes“ zu verabschieden. Theologisch rennt sie damit eigentlich offene Türen ein. Dennoch birgt ein Do-It-Yourself-Glauben auch Probleme.

Keine Suizidassistenz für Gesunde
Bild: Bret Kavanaugh (Unsplash)

Nachdem das Bundesverfassungsgericht den Weg für eine Liberalisierung der Suizidassistenz frei gemacht hat, hält die Debatte um die Sterbehilfe an. Denn das Recht auf eine Beihilfe zum Suizid gelte nun „zu jeder Phase menschlicher Existenz“ und sei nicht auf „unheilbare Krankheitszustände oder bestimmte Lebens- oder Krankheitsphasen“ reduziert. Auch gesunde Menschen, so legen die Karlsruher Richter nahe, sollten prinzipiell Suizidassistenz beanspruchen dürfen, wenn ihr Todeswunsch wohlerwogen und dauerhaft ist. Das allerdings wäre ein Fehler, meint Svenja Flaßpöhler.

 

Ruth Bader Ginsburgs Kampf für Autonomie
Bild: Supreme Court of the United States

Die kürzlich verstorbene Ruth Bader Ginsburg hatte über Jahrzehnte für feministische Belange gekämpft. Allem voran für das Recht auf Abtreibung. Gerade an diesem Fall wurde deutlich: Wichtig war ihr dabei nicht nur die Gesetzeslage selbst, sondern auch ihre rechtsphilosophische Begründung.

Georg W. Bertram über die Kraft der Improvisation
Bild: Screenshot

Warum ist Improvisation so wichtig für ein gelingendes Leben? Aus welchen Gründen werten wir sie dem planhaften Handeln gegenüber oft ab? Und welche Denkerinnen und Denker haben sich im Laufe der Geistesgeschichte bereits mit dieser Fähigkeit befasst? Auf der diesjährigen phil.cologne sprachen wir im Videointerview mit Georg W. Bertram über die Kraft der Improvisation. Georg W. Bertram, geboren 1967, ist seit 2007 Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin im Fachbereich Ästhetik und Philosophie. 2018 erschien von ihm Was ist der Mensch? - Warum wir nach uns fragen bei Reclam.

Ko-Immunität: Schutz gibt es nur gemeinsam
Bild: Adam Nieścioruk (Unsplash)

Vor über zehn Jahren entwickelte der Philosoph Peter Sloterdijk einen Begriff, der durch die Corona-Pandemie hochaktuell geworden ist und auch für die zukünftigen Herausforderungen des Klimawandels überaus relevant erscheint: Ko-Immunität. Doch was ist damit genau gemeint?

Susanne Boshammer: „Manchmal ist es besser, nicht zu verzeihen“
Bild: Gus Moretta (Unsplash)

Die gesellschaftlichen Diskurse sind von einer Stimmung der Unversöhnlichkeit geprägt, psychologische Ratgeber empfehlen das Verzeihen hingegen als Allheilmittel gegen inneren Groll und Verbitterung. Doch: Was bedeutet Verzeihen eigentlich? Und welche Gründe können dagegen sprechen? Im Interview nimmt die Philosophin Susanne Boshammer eine Schärfung des Begriffs vor. Ihr Buch Die zweite Chance: Warum wir (nicht alles) verzeihen sollten (2020) ist bei Rowohlt erschienen.

Impuls

Netzlese

Netzlese
Bild: Robert Bye (Unsplash)

Fünf philosophische Lesetipps für den Sonntag. Diesmal mit einem ausführlichen Nachruf auf die große Ruth Bader Ginsburg, den erkenntnistheoretischen Implikationen der Quantenphysik, Rahel Jaeggi über Solidarität, eine Erinnerung an den Logiker Rudolf Carnap und einer kleinen Soziologie des Trinkgelds.

Polite Type: Moral durch Autokorrektur?
Bild: MILKOVÍ (Unsplash)

Eine neue Schriftart soll Sprachsensibilität und Moral befördern. Polite Type korrigiert beleidigende Formulierungen mittels Algorithmus. Entwickelt wurde der Font vom finnischen Unternehmen Tietro Evry. Mit Blick auf die grassierende Hassrede im Netz, so scheint es, eine durchaus zukunftsweisende Idee. Bei genauerem Hinsehen aber birgt die Erfindung dystopisches Potenzial. 

Wolfram Eilenberger: „Philosophie kann direkt in die Existenz eingreifen“
Bild: © Annette Hausschild / Ostkreuz

Hannah Arendt, Simone de Beauvoir, Ayn Rand und Simone Weil: Das sind die Protagonstinnen in Wolfram Eilenbergers neuem Buch Feuer der Freiheit. Schon in Die Zeit der Zauberer, dem zum Weltbestseller avancierten Vorgänger, hatte Eilenberger Leben und Denken von vier Geistesgrößen zusammengeführt. Damals waren es Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger. Nun also vier Frauen, die ihr Denken in den finsteren 1930er und 40er Jahren entwickeln. Ein Gespräch mit dem Autor über ein Jahrzehnt, in dem die Welt in Scherben lag - und vier Philosophinnen, die die Freiheit verteidigten.