Wie weit darf die Macht des Staates reichen, damit Bürgerinnen und Bürger sich fürs Gemeinwohl engagieren? Sollten wir auf die Pflicht setzen? Oder auf Freiwilligkeit? Thea Dorn und Stefan Gosepath sind uneins: Während die Schriftstellerin eine Rückkehr zu republikanischen Tugenden fordert, steht der Philosoph einem staatlichen Zwang positiver gegenüber.
Die Autonome Verwaltung von Nord- und Ostsyrien (AANES) ist Anfang Februar faktisch an ihr Ende gelangt. Siamend Hajo und Eva Savelsberg vom „Europäischen Zentrum für Kurdische Studien“ blicken auf die zurückliegenden Entwicklungen und erklären, was es für ein tatsächlich inklusives Syrien vor dem Hintergrund der aktuellen Lage bräuchte.
Auf kaum eine andere Denkerin beruft man sich so viel wie auf Hannah Arendt. Doch was hat Arendt theoretisch wirklich zu bieten? Sophie Loidolt und Dirk Jörke diskutieren die Gründe für ihre aktuelle Konjunktur, ihr Verständnis von Politik jenseits bloßer Problembearbeitung und ihr ambivalentes Verhältnis zur Demokratie.
Dieser Text ist zuerst bei Demokratiekonflikte erschienen.
Die Übertragung der Olympischen Spiele ist auf breites Interesse gestoßen - auch und gerade bei Menschen, die keine herkömmlichen Sportfans sind. Ist es ein Wohlfühlfaktor, der diese Zuschauer reizt? Ganz so wie bei den bekannten „Comfort-Serien": wohldosierte Emotionen, leichte Unterhaltung, Happy-End?
Wie haben die Beziehungen zu Russland den deutschen Blick auf die Ukraine geprägt? Und wie hat sich das deutsch-ukrainische Verhältnis seit 2022 verändert? Anlässlich des sich jährenden Beginns der russischen Vollinvasion antwortet Martin Schulze Wessel auf diese Fragen – und erklärt, wie sich der Ukraine nach Kriegsende eine Perspektive geben lässt.
Forscher der Northeast Normal University in China haben bekannt gegeben, dass sie synthetische Nerven für Roboter entwickelt haben. Diese verbesserten nicht nur die Bewegungsfähigkeit der Roboter, sondern könnten auch über schädliche Berührungen informieren. Wie weit ist es dann noch zu künstlichem Bewusstsein?
Am 20. Februar ist der internationale Tag sozialer Gerechtigkeit. Zeit für einen Blick auf John Rawls, der die wirkmächtigste Theorie der Gerechtigkeit des 20. Jahrhunderts entworfen hat. Der „Schleier des Nichtwissens“ bildete für ihn den Kern einer gerechten Gesellschaft. Was können wir heute von Rawls lernen?
Die drei Filme Rose, Gelbe Briefe und À voix basse der diesjährigen Berlinale beleuchten die Kehrseiten gesellschaftlicher Normen. Exemplarisch verdeutlichen sie die Kraft des Films andere Lebenswirklichkeiten zu vermitteln und unterdrückende Strukturen erfahrbar zu machen. Die Filme unterstreichen die Wandelbarkeit von Normen und die Gefahren, wenn man sie als unhinterfragbar postuliert.
Künstliche Intelligenz wird häufig mystifiziert, der Mensch dagegen als determinierte Maschine verklärt, zeigt der Philosoph Julian Nida-Rümelin. Sein Gegenprogramm dazu: der Digitale Humanismus. Im Gespräch erklärt Nida-Rümelin, was es mit der eigenen Autorschaft auf sich hat, wie diese durch die digitale Transformation bedroht wird und warum Big Tech eigentlich zerschlagen gehört.
„Nobody is illegal on stolen land!“, protestierte kürzlich die Sängerin Billie Eilish, der man mit Blick auf ihre Intention sofort recht geben möchte. Doch wem gehört die Erde eigentlich? Eine historisch-philosophische Analyse mit Rousseau, Locke und Bruno Latour.