Der Ausdruck „unsichtbare Hand“ stammt aus dem Denken von Adam Smith, einem bedeutenden Vertreter der schottischen Aufklärung, und ist ein zentrales Konzept des Wirtschaftsliberalismus: Er bezeichnet die Fähigkeit des Marktes, sich selbst zu regulieren. Aber hatte dieser Ausdruck für seinen Urheber nur eine wirtschaftliche Bedeutung?
Populistische Positionen verzeichnen zunehmend Aufschwung. Handelt es sich bei Populismus also um eine notwendige Strategie zur Politisierung oder um gefährliche Verkürzungen, die letztlich Gruppen gegeneinander in Position bringen? Darüber diskutierten die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach und die Politikerin Sahra Wagenknecht beim Philo-live! Festival.
Wer seine metaphysischen Krimis liest, blickt direkt in den Abgrund menschlichen Daseins. Für Dostojewski, der heute vor 145 Jahren gestorben ist, war das Gefühl der Schuld nie etwas Zufälliges, sondern die Grundlage aller Existenz selbst.
Vor 75 Jahren beginnt Nobelpreisträger Bertrand Russell die lukrative Arbeit an einer bebilderten Philosophiegeschichte: Bilder und Diagramme sollen Philosophie anschaulich vermitteln und Denker in Beziehung setzen. Doch auch die Werkgeschichte veranschaulicht ein Wesentliches der Philosophie: die ungleichen Machtbeziehungen, die oftmals hinter den Werken stehen.
Das spätmoderne Individuum hält sich für freier denn je, doch ist eigentlich gefangen im Zwang zu Selbstverwirklichung und Informationsaufnahme, meint Byung-Chul Han. Der Philosoph lädt deshalb ein zu Wiederholungen, die Neues entfalten, und Ritualen, die Gemeinschaft stiften.
LLMs wie ChatGPT können nicht nur Informationen ausgeben, sondern auch Entscheidungen für uns fällen. Aber sollten wir uns darauf einlassen? Daniel Bracker zeigt, warum es mit Blick auf epistemische Autonomie und unsere Selbstkonstitution entscheidend ist, dass wir das Urteilen nicht der KI überlassen.