Am 20. Februar ist der internationale Tag sozialer Gerechtigkeit. Zeit für einen Blick auf John Rawls, der die wirkmächtigste Theorie der Gerechtigkeit des 20. Jahrhunderts entworfen hat. Der „Schleier des Nichtwissens“ bildete für ihn den Kern einer gerechten Gesellschaft. Was können wir heute von Rawls lernen?
Die drei Filme Rose, Gelbe Briefe und À voix basse der diesjährigen Berlinale beleuchten die Kehrseiten gesellschaftlicher Normen. Exemplarisch verdeutlichen sie die Kraft des Films andere Lebenswirklichkeiten zu vermitteln und unterdrückende Strukturen erfahrbar zu machen. Die Filme unterstreichen die Wandelbarkeit von Normen und die Gefahren, wenn man sie als unhinterfragbar postuliert.
Künstliche Intelligenz wird häufig mystifiziert, der Mensch dagegen als determinierte Maschine verklärt, zeigt der Philosoph Julian Nida-Rümelin. Sein Gegenprogramm dazu: der Digitale Humanismus. Im Gespräch erklärt Nida-Rümelin, was es mit der eigenen Autorschaft auf sich hat, wie diese durch die digitale Transformation bedroht wird und warum Big Tech eigentlich zerschlagen gehört.
„Nobody is illegal on stolen land!“, protestierte kürzlich die Sängerin Billie Eilish, der man mit Blick auf ihre Intention sofort recht geben möchte. Doch wem gehört die Erde eigentlich? Eine historisch-philosophische Analyse mit Rousseau, Locke und Bruno Latour.
1826 verkündete Hegel das Ende der Kunst. Die Erfindung der Fotografie wenige Monate später gab ihm recht. Doch die Kunst konnte sich neuen Aufgaben zuwenden, sie konzentrierte sich fortan auf Stimmungen. Etwas Ähnliches könnte nun dem Denken bevorstehen, das durch KI an ein Ende gelangt.
In seinem jüngst erschienenen Buch Einsamsein blickt Daniel Haas auf ein Leben, das ihn immer wieder in die Einsamkeit verschlug: Suizid beider Eltern, Burn-Out, Drogenabhängigkeit. Was es bedeutet, trotz sozialer Eingebundenheit einsam zu sein, welche Rolle das eigene Milieu spielt und wie gefährlich reizvoll die Einsamkeit sein kann, erzählt der Autor im Gespräch.
Der Ausdruck „unsichtbare Hand“ stammt aus dem Denken von Adam Smith, einem bedeutenden Vertreter der schottischen Aufklärung, und ist ein zentrales Konzept des Wirtschaftsliberalismus: Er bezeichnet die Fähigkeit des Marktes, sich selbst zu regulieren. Aber hatte dieser Ausdruck für seinen Urheber nur eine wirtschaftliche Bedeutung?
Populistische Positionen verzeichnen zunehmend Aufschwung. Handelt es sich bei Populismus also um eine notwendige Strategie zur Politisierung oder um gefährliche Verkürzungen, die letztlich Gruppen gegeneinander in Position bringen? Darüber diskutierten die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach und die Politikerin Sahra Wagenknecht beim Philo-live! Festival.