Während sich die AfD als volksnahe Anti-Establishment-Partei inszeniert, agiert sie im Hintergrund autoritär – eine Strategie, die der Soziologe Stuart Hall schon bei Margaret Thatcher feststellte und als autoritären Populismus bezeichnete. Lässt sich damit der Erfolg der AfD erklären?
Der diesjährige Gewinnerfilm des Goldenen Bären Gelbe Briefe von İlker Çatak eröffnet die Frage nach dem richtigen Handeln im Falschen. Was tun, wenn der Heimatstaat ins Autoritäre kippt? Der Film zeigt, wie wertvoll und verletzlich die Meinungsfreiheit ist und wird damit zum kritischen Kommentar gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.
Donald Trump scheint mit den verheerenden Angriffen auf den Iran am Samstagmorgen die Gunst der Stunde genutzt zu haben – jedoch ohne eine entsprechende Taktik zu besitzen. Martin Legros zeigt mit Machiavelli, warum es auf das Zusammenspiel von fortuna und virtu ankommt.
Der Angriff auf die Islamische Republik Iran ist nicht nur juristisch zu rechtfertigen, sondern stellt auch einen wichtigen Schritt zur Befreiung deren Bürgerinnen und Bürger dar, meint der Politikwissenschaftler Resa Memarnia. Wer die Menschen im Iran als Subjekte ernst nimmt, müsse ihnen die Fähigkeit zutrauen, einen freien und demokratischen Staat aufzubauen.
Unser Tätigsein in der Welt gleicht zunehmend einer bloßen Programmausführung, so lautet die große Zeitdiagnose, die Hartmut Rosa in seinem neuen Buch Situation und Konstellation entwickelt. Durch Regeln, Vorgaben und Algorithmen verwandelt sich das Handeln in ein reines Vollziehen.
Wie weit darf die Macht des Staates reichen, damit Bürgerinnen und Bürger sich fürs Gemeinwohl engagieren? Sollten wir auf die Pflicht setzen? Oder auf Freiwilligkeit? Thea Dorn und Stefan Gosepath sind uneins: Während die Schriftstellerin eine Rückkehr zu republikanischen Tugenden fordert, steht der Philosoph einem staatlichen Zwang positiver gegenüber.
Die Autonome Verwaltung von Nord- und Ostsyrien (AANES) ist Anfang Februar faktisch an ihr Ende gelangt. Siamend Hajo und Eva Savelsberg vom „Europäischen Zentrum für Kurdische Studien“ blicken auf die zurückliegenden Entwicklungen und erklären, was es für ein tatsächlich inklusives Syrien vor dem Hintergrund der aktuellen Lage bräuchte.
Auf kaum eine andere Denkerin beruft man sich so viel wie auf Hannah Arendt. Doch was hat Arendt theoretisch wirklich zu bieten? Sophie Loidolt und Dirk Jörke diskutieren die Gründe für ihre aktuelle Konjunktur, ihr Verständnis von Politik jenseits bloßer Problembearbeitung und ihr ambivalentes Verhältnis zur Demokratie.
Dieser Text ist zuerst bei Demokratiekonflikte erschienen.
Die Übertragung der Olympischen Spiele ist auf breites Interesse gestoßen - auch und gerade bei Menschen, die keine herkömmlichen Sportfans sind. Ist es ein Wohlfühlfaktor, der diese Zuschauer reizt? Ganz so wie bei den bekannten „Comfort-Serien": wohldosierte Emotionen, leichte Unterhaltung, Happy-End?
Wie haben die Beziehungen zu Russland den deutschen Blick auf die Ukraine geprägt? Und wie hat sich das deutsch-ukrainische Verhältnis seit 2022 verändert? Anlässlich des sich jährenden Beginns der russischen Vollinvasion antwortet Martin Schulze Wessel auf diese Fragen – und erklärt, wie sich der Ukraine nach Kriegsende eine Perspektive geben lässt.
Forscher der Northeast Normal University in China haben bekannt gegeben, dass sie synthetische Nerven für Roboter entwickelt haben. Diese verbesserten nicht nur die Bewegungsfähigkeit der Roboter, sondern könnten auch über schädliche Berührungen informieren. Wie weit ist es dann noch zu künstlichem Bewusstsein?