Interview

Jan-Werner Müller: "Das Gemeinwohl ist etwas anderes als der Wille aller"

Jan-Werner Müller, im Interview mit Dominik Erhard veröffentlicht am 3 min

Die Internetplattform der Fünf-Sterne-Bewegung trägt den Namen „Rousseau“. Was die Philosophie des Aufklärers über die Politik der Populisten verrät, erklärt Jan-Werner Müller im Gespräch

 

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Gespräch
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Jan-Werner Müller: „Der Kulturkampf der Republikaner ist ein Ablenkungsmanöver“

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Präsident Trump erkennt seine Wahlniederlage noch immer nicht an und verschärft so die Spaltung des Landes. Was hinter der polarisierenden Politik der Republikaner steht und warum die Demokraten eine wichtige Chance vergeben haben, um diese zu stoppen, erläutert der in Princeton lehrende Populismusforscher Jan-Werner Müller im Gespräch.

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Wer ist mein wahres Selbst?

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Kennen Sie auch solche Abende? Erschöpft sinken Sie, vielleicht mit einem Glas Wein in der Hand, aufs Sofa. Sie kommen gerade von einem Empfang, viele Kollegen waren da, Geschäftspartner, Sie haben stundenlang geredet und kamen sich dabei vor wie ein Schauspieler, der nicht in seine Rolle findet. All diese Blicke. All diese Erwartungen. All diese Menschen, die etwas in Ihnen sehen, das Sie gar nicht sind, und Sie nötigen, sich zu verstellen … Wann, so fragen Sie sich, war ich heute eigentlich ich? Ich – dieses kleine Wort klingt in Ihren Ohren auf einmal so seltsam, dass Sie sich unwillkürlich in den Arm kneifen. Ich – wer ist das? Habe ich überhaupt so etwas wie ein wahres Selbst? Wüsste ich dann nicht zumindest jetzt, in der Stille des Abends, etwas Sinnvolles mit mir anzufangen?


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Brauchen wir Eliten?

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Foucault und die Selbstsorge

Josef Früchtl

Selbstsorge: Das klingt nach Wellness-Wochenenden, Achtsamkeitsübungen und Abnehmprogrammen. Michel Foucault verstand jedoch etwas ganz anderes unter diesem Konzept: Mit Rückgriff auf die asketischen Praktiken der Antike entdeckte er eine „Ästhetik der Existenz“: Fernab der Unterordnung unter verallgemeinerbare Moral- oder Authentizitätsvorstellungen geht es darum, der eigenen Persönlichkeit eine kunstvolle Form zu geben

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Ende des 18. Jahrhunderts stellte Immanuel Kant die Frage: „Was darf ich hoffen?“ Was genau hat der große Aufklärer mit ihr gemeint? Und welches Licht wirft Kants Philosophie auf den politischen Umgang mit der Pandemie? Ein Gespräch mit dem Philosophen Otfried Höffe.

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