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Essay

Das falsche Versprechen der Arbeit

Byung-Chul Han veröffentlicht am 8 min

Wer seinen Lebenssinn in der Arbeit sucht, gibt sich damit bereits als Sklave unseres Zeitalters zu erkennen. Gefordert ist vielmehr ein radikaler Bruch mit der herrschenden Leistungslogik. Für Byung-Chul Han liegt er in einer Besinnung auf die göttliche Zeit des Feierns und Spielens. Ein Appell

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Weitere Artikel

Gespräch
16 min

Byung-Chul Han: „Die Welt hat sich ganz nach uns zu richten“

Gesine Borcherdt

Im digitalen Zeitalter verlieren wir nicht nur den Bezug zu unseren Mitmenschen, sondern auch zu den Dingen. Der Philosoph und Kulturkritiker Byung-Chul Han im Gespräch über die zunehmende Entfremdung und beglückende Präsenzerfahrungen. Dieser Text ist zuerst bei ArtReview erschienen.

Byung-Chul Han: „Die Welt hat sich ganz nach uns zu richten“

Artikel
16 min

Kann man Leben künstlich erzeugen?

Cécilia Bognon-Küss

Bereits Schüler experimentieren heute mit Genbaukästen, Forscher dringen immer tiefer in die Geheimnisse der DNA ein, kreative Eingriffe auch in das menschliche Genom sind keine Zukunftsmusik mehr. Die Fortschritte der synthetischen Biologie wecken nicht nur ethische Bedenken. Sie zwingen uns auch, neu über die Frage nachzudenken, was Leben eigentlich ist – und wo die Grenze zur toten Materie liegt. Reportage aus den Zukunftslaboratorien unseres Zeitalters.

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Über den Händedruck

Byung-Chul Han

Die Berührung der Hände lässt Energie zum Anderen fließen. Die Geste befreit uns aus dem Gefängnis des Ich und ist ein Geschenk an das Gegenüber. In viralen Zeiten ist der Händedruck primär eine Beschmutzung. Die Folgen sind fatal. Ein Weckruf von Byung-Chul Han.

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Impulse
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Die Rückkehr des Feindes

Byung-Chul Han

Die neoliberale, globalisierte Gesellschaft kannte lange weder Grenzen noch Feinde. Das Coronavirus führt nun zu einer schockartigen Immunreaktion. Ein Impuls von Byung-Chul Han.

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Identität ist Handarbeit

Dominik Erhard

Wegen jahrealter Tweets darf der Komiker Kevin Hart die Oscar-Verleihung am 25. Februar nicht moderieren. Der Fall offenbart zentrale Herausforderungen des digitalen Zeitalters


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Die Uberisierung des Terrorismus

Alexandre Lacroix

Orlando, Nizza, Würzburg, München: Eine neue Generation von Attentätern folgt ihrer ganz eigenen Geschäftslogik. Sie hat viel mit der neuen Ökonomie des digitalen Zeitalters zu tun.


Artikel
8 min

Judith Butler und die Gender-Frage

Camille Froidevaux-Metteries

Nichts scheint natürlicher als die Aufteilung der Menschen in zwei Geschlechter. Es gibt Männer und es gibt Frauen, wie sich, so die gängige Auffassung, an biologischen Merkmalen, aber auch an geschlechtsspezifischen Eigenschaften unschwer erkennen lässt. Diese vermeintliche Gewissheit wird durch Judith Butlers poststrukturalistische Geschlechtertheorie fundamental erschüttert. Nicht nur das soziale Geschlecht (gender), sondern auch das biologische Geschlecht (sex) ist für Butler ein Effekt von Machtdiskursen. Die Fortpf lanzungsorgane zur „natürlichen“ Grundlage der Geschlechterdifferenz zu erklären, sei immer schon Teil der „heterosexuellen Matrix“, so die amerikanische Philosophin in ihrem grundlegenden Werk „Das Unbehagen der Geschlechter“, das in den USA vor 25 Jahren erstmals veröffentlicht wurde. Seine visionäre Kraft scheint sich gerade heute zu bewahrheiten. So hat der Bundesrat kürzlich einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der eine vollständige rechtliche Gleichstellung verheirateter homosexueller Paare vorsieht. Eine Entscheidung des Bundestags wird mit Spannung erwartet. Welche Rolle also wird die Biologie zukünftig noch spielen? Oder hat, wer so fragt, die Pointe Butlers schon missverstanden?

Camille Froidevaux-Metteries Essay hilft, Judith Butlers schwer zugängliches Werk zu verstehen. In ihm schlägt Butler nichts Geringeres vor als eine neue Weise, das Subjekt zu denken. Im Vorwort zum Beiheft beleuchtet Jeanne Burgart Goutal die Missverständnisse, die Butlers berühmte Abhandlung „Das Unbehagen der Geschlechter“ hervorgerufen hat.


Artikel
16 min

Rechts vom System

Philipp Felsch

Über Jahrzehnte lag das revolutionäre Potenzial links. Mittlerweile ist es eher im Lager der Rechtspopulisten zu vermuten. Der Sturz des Systems wird hier im Namen einer „Konservativen Revolution“ und eines „Willens zur Selbstbehauptung“ gefordert. Aus welchen geistigen Quellen schöpfen die Vordenker der Neuen Rechten? Und was treibt sie wirklich an? Eine Deutschlandreise der anderen Art.