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Resonanzen

Erschreckend realistisch

Dominik Erhard veröffentlicht am 2 min

Videos lassen sich immer einfacher manipulieren. Sogenannte Deepfakes setzen dabei am Kern der menschlichen Identität an: der Einheit von Stimme und Erscheinung

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Weitere Artikel

Impulse
8 min

Das Ende der Stellvertretung und die direkte Zukunft der Demokratie

Andreas Urs Sommer

Die repräsentative Demokratie lässt das Projekt der Aufklärung unvollendet. Statt selbst über unsere undelegierbaren Angelegenheiten zu entscheiden, setzen andere für uns Zwecke. Ein Plädoyer für den Ausbruch aus der institutionalisierten Unmündigkeit und mehr direkte Demokratie von Andreas Urs Sommer. 

Das Ende der Stellvertretung und die direkte Zukunft der Demokratie


Gespräch
15 min

Steffen Mau: „Wut kann Impulse setzen, aber keine Probleme bearbeiten“

Nils Markwardt

Fragen der Identitätspolitik werden oft so kontrovers diskutiert, dass die Grautöne verschwinden. Der Soziologe Steffen Mau wirft im Gespräch einen differenzierten Blick auf die Debatte und erklärt, warum Sozial- und Identitätspolitik keine Gegensätze sind, er seinen Studierenden dennoch den „S-Bahn-Ring-Test“ empfiehlt.  

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Gespräch
13 min

Die Kunst der Einfachheit

Philipp Felsch

Rückzug oder Geselligkeit: Welche Existenzform ist die einfachere? Sind wir nur auf dem Land authentisch und frei von Konkurrenzdruck? Oder sind die Raffinessen der Zivilisation die Voraussetzung für ein erfülltes Dasein? Barbara Vinken und Hilal Sezgin über schwierige Tiere, richtigen Konsum und wahren Luxus

 


Essay
6 min

Derrida und die Dekonstruktion

Svenja Flasspoehler

Das Kernanliegen Derridas lässt sich klar benennen: Es ging ihm darum, Machtverhältnisse aufzulösen – und zwar über und durch die Sprache. Was wir als Identität begreifen, so lautet die These Derridas, ist ein nachträglicher Effekt unseres sprachlichen Gebrauchs. Wenn wir also Zeichen anders verwenden, ihre Bedeutungen aufbrechen, verändern wir die Wirklichkeit: Genau dies ist das Versprechen der Dekonstruktion. Svenja Flaßpöhler führt in Derridas Denken ein und zeigt: Gerade jetzt, da die Diskussion um geschlechtliche und kulturelle Identität wieder entflammt, ist die Denkbewegung der Dekonstruktion aktueller denn je.

Derrida und die Dekonstruktion

Gespräch
5 min

Eric Klingenberg: "Singles sind keine tragischen Erscheinungen"

Alexandre Lacroix

Wer alleine lebt, galt lange Zeit als suspekt, gescheitert, gar asozial. Mittlerweile sind Single-Haushalte in Großstädten sogar die Norm. Der Soziologie Eric Klinenberg über romantische Vorurteile und den entscheidenden Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit


Gespräch
12 min

Luciano Floridi: "Digitale Unternehmen haben ontologische Macht"

Wolfram Eilenberger

„Onlife“, „Infosphäre“, „4. Revolution“, mit diesen Begriffen beschreibt Luciano Floridi die neue Lebensform des digitalen Menschen. Der Philosoph sieht ein Zeitalter nahen, in dem Unternehmen wie Facebook oder Google unser Wirklichkeitsverständnis zunehmend prägen – und manipulieren

 


Artikel
13 min

Wer sind "Wir"?

Als Angela Merkel den Satz „Wir schaffen das!“ aussprach, tat sie dies, um die Deutschen zu einer anpackenden Willkommenskultur zu motivieren. Aber mit der Ankunft von einer Million Menschen aus einem anderen Kulturkreis stellt sich auch eine für Deutschland besonders heikle Frage: Wer sind wir eigentlich? Und vor allem: Wer wollen wir sein? Hört man genau hin, zeigt sich das kleine Wörtchen „wir“ als eine Art Monade, in der sich zentrale Motive zukünftigen Handelns spiegeln. Wir, die geistigen Kinder Kants, Goethes und Humboldts. Wir, die historisch tragisch verspätete Nation. Wir, das Tätervolk des Nationalsozialismus. Wir, die Wiedervereinigten einer friedlichen Revolution. Wir, die europäische Nation? Wo liegt der Kern künftiger Selbstbeschreibung und damit auch der Kern eines Integrationsideals? Taugt der Fundus deutscher Geschichte für eine robuste, reibungsfähige Leitkultur? Oder legt er nicht viel eher einen multikulturellen Ansatz nahe? Offene Fragen, die wir alle gemeinsam zu beantworten haben. Nur das eigentliche Ziel der Anstrengung lässt sich bereits klar benennen. Worin anders könnte es liegen, als dass mit diesem „wir“ dereinst auch ganz selbstverständlich „die anderen“ mitgemeint wären, und dieses kleine Wort also selbst im Munde führen wollten. Mit Impulsen von Gunter Gebauer, Tilman Borsche, Heinz Wismann, Barbara Vinken, Hans Ulrich Gumbrecht, Heinz Bude, Michael Hampe, Julian Nida-Rümelin, Paolo Flores d’Arcais.