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Heidegger: Was bleibt

Heideggers jüdische Schüler - Im Namen des Meisters?

Richard Wolin veröffentlicht am 5 min

Der Einfluss Heideggers auf die europäische Nachkriegsphilosophie ist ohne Vergleich. Gerade junge jüdische Philosophen wussten sich für den Meisterdenker aus Freiburg zu begeistern. Sie verteidigten ihn auch nach dem Krieg bis an die Grenze der Selbstverleugnung

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Essay
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Heideggers Vermächtnis: Wir sind in die Welt geworfen

Peter Trawny

Kaum ein Denker hat mehr Einfluss auf Sartre ausgeübt als Heidegger, der schon 1927 in Sein und Zeit schreibt: „Das Wesen des Daseins liegt in seiner Existenz.“ Heideggers Zurückgehen auf das je eigene menschliche Leben als Ausgangspunkt der Philosophie machte ihn zu einem der wirkmächtigsten Erneuerer des Denkens im 20. Jahrhundert.

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Mit Heidegger im Silicon Valley

Armen Avanessian

Sam Ginn gehört zu den erfolgreichsten Start-up-Gründern im Silicon Valley. Die zündende Idee gewann er durch die Lektüre Martin Heideggers, den er durch Seminare Hans Ulrich Gumbrechts kennenlernte. Ein Gespräch zwischen Schüler und Lehrer über die Geburt des Neuen aus der Philosophie.

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Peter Trawny: "Heideggers philosophisches Erbe steht auf dem Spiel"

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„Schwarze Hefte“ nannte Heidegger Denktagebücher, die er ab 1931 führte. Lange geheim gehalten, werden sie nun veröffentlicht. Sie enthalten antisemitische Äußerungen, die eine Neubewertung der Heidegger'schen Philosophie erfordern. Gespräch mit Peter Trawny, dem Herausgeber der Hefte


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Hat Deutschland im Rahmen der Flüchtlingskrise eine besondere historisch bedingte Verantwortung

Aleida Assmann

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Gespräch
12 min

Angelika Neuwirth: „Der Koran ist vielstimmig“

Catherine Newmark

Nach traditionellem muslimischen Verständnis ist der Koran zur Gänze Gottes Wort. Aber auch die klassische islamische Korankunde untersucht die einzelnen Teile auf ihre Entstehungszeit und unterscheidet zwischen früheren, mekkanischen, und späteren, medinischen Suren. Die große Koranforscherin Angelika Neuwirth erläutert, wie sich in der zeitlichen Abfolge der Suren eine theologische Diskussion nachverfolgen lässt, die christliche, jüdische und alte arabische Einflüsse aufnimmt und weiterentwickelt.

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Wolfram Eilenberger: „Philosophie kann direkt in die Existenz eingreifen“

Nils Markwardt

Hannah Arendt, Simone de Beauvoir, Ayn Rand und Simone Weil: Das sind die Protagonstinnen in Wolfram Eilenbergers neuem Buch Feuer der Freiheit. Schon in Die Zeit der Zauberer, dem zum Weltbestseller avancierten Vorgänger, hatte Eilenberger Leben und Denken von vier Geistesgrößen zusammengeführt. Damals waren es Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger. Nun also vier Frauen, die ihr Denken in den finsteren 1930er und 40er Jahren entwickeln. Ein Gespräch mit dem Autor über ein Jahrzehnt, in dem die Welt in Scherben lag - und vier Philosophinnen, die die Freiheit verteidigten.

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Wem die Stunde schlägt

Fabian Bernhardt

Ein isländisches Unternehmen hat eine Methode entwickelt, mit der sich vergleichsweise akkurat die restliche Lebenszeit von Menschen berechnen lässt. Grund genug für ein Gedankenexperiment: Was, wenn wir tatsächlich exakt wüssten, wie lange wir noch zu leben haben?

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Der Bürgerkrieg in Syrien eskaliert immer stärker, die Lage in Afghanistan droht außer Kontrolle zu geraten und täglich machen sich Tausende Flüchtlinge auf den Weg in den Westen, vor allem nach Deutschland. Noch nie stand die Europäische Union vor einer derartigen Herausforderung. Ein Dialog über das Erbe der Aufklärung, europäische Identität und Verantwortung im Ausnahmezustand.