Dossier

"Intensität ist der neue Besitz"

Martin Legros veröffentlicht am 5 min

Die Intensivierung der eigenen Erfahrung ist das eigentliche Lebensziel des modernen Menschen. Warum das so ist, erklärt der französische Philosoph Tristan Garcia anhand elektrischer Küsse und der paradoxen Struktur unseres Empfindens.

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Cédric Enjalbert

Noch die abstrakteste Theorie wird durch ein Beispiel anschaulich. So erklärt Aristoteles anhand einer Marmorstatue die wahren Ursachen unseres Daseins


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Meine Intensität

Florian Werner

Welches Tun verdichtet das Sein, entfaltet einen unwiderstehlichen Sog? Wir haben mit drei Menschen gesprochen, die ihren je eigenen Weg in die Intensität gefunden haben. Eine Reportage von Florian Werner.

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Michael J. Sandel: "Wir haben Angst vor der Idee des guten Lebens"

Martin Legros

Michael J. Sandel ist der Rockstar unter Amerikas Moralphilosophen. Mit seinen Vorträgen füllt der Harvard-Professor ganze Stadien. Über YouTube fasziniert er ein Millionenpublikum weltweit. Das Denken des Rawls-Schülers kreist um die Frage, wie die voranschreitende Ökonomisierung der Gesellschaft unser moralisches Empfinden verändert – und zunehmend verarmen lässt


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Beweg dich!

Sport zu machen, kommt heute mehr einer gesundheitlichen Pflichterfüllung als einer geteilten freizeitlichen Aktivität mit anderen gleich. Kann es sein, dass wir Sport mittlerweile als reinen Zwang empfinden – und nicht als Lust, uns zu bewegen?



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Seyla Benhabib: „Der eigentliche Machiavelli ist noch an der Macht“

Dominik Erhard

Viele begrüßen, dass Joe Biden eine zweite Amtszeit Präsident Trumps verhindern konnte. Eine verfrühte Freude, wie die Philosophin Seyla Benhabib erläutert, da der eigentliche Feind der Demokratie noch immer enorm einflussreich sei.

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Emanzipation: Eine Frage der (Un-)Sichtbarkeit

Tristan Garcia

In einer losen Reihe fragen wir zeitgenössische Denkerinnen und Denker, woran sie gerade arbeiten. Tristan Garcia, einer der einflussreichsten Philosophen Frankreichs, beschäftigt sich mit einer „ontologischen Liberalität“, der Zwiespältigkeit gendergerechter Sprache sowie einer „Zauberformel der Emanzipation“.

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Braucht mein Leben ein Ziel?

Wolfram Eilenberger

Und, wie lautet Ihr Ziel im Leben? Sie haben doch eins, oder? Kaum ein Mensch, der sich dem Druck dieser Frage entziehen könnte. Sie trifft das Zentrum unserer Existenz, legt tiefste Wünsche und Hoffnungen frei – und nicht zuletzt auch Ängste. Was, wenn ich mein Ziel nicht erreiche? Was, wenn ich mein Ziel noch gar nicht kenne? Und vor allem: Was, wenn es gerade selbst gesetzte Ziele wären, die mein Leben einengen und mich unglücklich machen? In der Frage nach dem Lebensziel prallen zwei menschliche Sehnsüchte aufeinander. Die nach einem tätigen Leben in dauerhaft sinnvoller und zielgerichteter Selbstbestimmung. Und die nach einer tief entspannten Existenz in lustvoller Gelassenheit. Wie sähe wohl ein Leben aus, dessen Ziel darin bestünde, beide Ideale miteinander zu vermitteln?