Die Kunst, immer recht zu behalten

Kniff Nr. 18: Positive Gemeinplätze verwenden!

Nicolas Tenaillon veröffentlicht am 2 min

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Kniff Nr. 15: Verwenden Sie Syllogismen!

Nicolas Tenaillon

Das Verfahren Seit Aristoteles ist die logische Schlussfolgerung namens Syllogismus stets nach demselben Muster aufgebaut. Aus zwei Prämissen zieht man eine Schlussfolgerung. (1. Alle Menschen sind sterblich. 2. Sokrates ist ein Mensch. 3. Sokrates ist sterblich.) Es gibt kaum eine Argumentation..


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Kniff Nr. 22: Massenhaft Beispiele verwenden

Nicolas Tenaillon

Das Verfahren Gründen Sie Ihre Argumentation auf jede Menge Beispiele. Wie diese zusammenhängen, ist unerheblich. Angenommen, Sie sind für sonntägliche Ladenöffnungen. Sagen Sie: „Man sollte alles, was man braucht, zu jeder Uhrzeit kaufen können. In London dürfen Geschäfte am Sonntag 6 ..


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Derrida und die Dekonstruktion

Svenja Flasspoehler

Das Kernanliegen Derridas lässt sich klar benennen: Es ging ihm darum, Machtverhältnisse aufzulösen – und zwar über und durch die Sprache. Was wir als Identität begreifen, so lautet die These Derridas, ist ein nachträglicher Effekt unseres sprachlichen Gebrauchs. Wenn wir also Zeichen anders verwenden, ihre Bedeutungen aufbrechen, verändern wir die Wirklichkeit: Genau dies ist das Versprechen der Dekonstruktion. Svenja Flaßpöhler führt in Derridas Denken ein und zeigt: Gerade jetzt, da die Diskussion um geschlechtliche und kulturelle Identität wieder entflammt, ist die Denkbewegung der Dekonstruktion aktueller denn je.

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Dialektik der Sensibilität

Andreas Reckwitz

Die Sensibilisierung des Selbst ist der Motor des Fortschritts. Inzwischen aber schlägt die positive Kraft moderner Empfindsamkeit ins gerade Gegenteil um: Die Kultur der Sensibilität droht den sozialen Raum zu zerstören. Der Soziologe Andreas Reckwitz erläutert in seinem Essay die Gründe.

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Artikel
14 min

Wie schaffen wir das?

Eine Million Flüchtlinge warten derzeit in erzwungener Passivität auf ihre Verfahren, auf ein Weiter, auf eine Zukunft. Die Tristheit und Unübersichtlichkeit dieser Situation lässt uns in defensiver Manier von einer „Flüchtlingskrise“ sprechen. Der Begriff der Krise, aus dem Griechischen stammend, bezeichnet den Höhepunkt einer gefährlichen Lage mit offenem Ausgang – und so steckt in ihm auch die Möglichkeit zur positiven Wendung. Sind die größtenteils jungen Menschen, die hier ein neues Leben beginnen, nicht in der Tat auch ein Glücksfall für unsere hilf los überalterte Gesellschaft? Anstatt weiter angstvoll zu fragen, ob wir es schaffen, könnte es in einer zukunftszugewandten Debatte vielmehr darum gehen, wie wir es schaffen. Was ist der Schlüssel für gelungene Integration: die Sprache, die Arbeit, ein neues Zuhause? Wie können wir die Menschen, die zu uns gekommen sind, einbinden in die Gestaltung unseres Zusammenlebens? In welcher Weise werden wir uns gegenseitig ändern, formen, inspirieren? Was müssen wir, was die Aufgenommenen leisten? Wie lässt sich Neid auf jene verhindern, die unsere Hilfe derzeit noch brauchen? Und wo liegen die Grenzen der Toleranz? Mit Impulsen von Rupert Neudeck, Rainer Forst, Souleymane Bachir Diagne, Susan Neiman, Robert Pfaller, Lamya Kaddor, Harald Welzer, Claus Leggewie und Fritz Breithaupt.

 


Gespräch
1 min

Veye Tatah über Geschichte und Gegenwart des Kolonialismus

Philomag Redaktion

Welche Aufgabe hat Deutschland im Hinblick auf das koloniale Erbe? Wie sollte man mit philosophischen Klassikern wie Immanuel Kant umgehen, die sich in ihren Texten u. a. rassistisch geäußert haben? Können wir angesichts des aktuellen Aufklärungsprozesses optimistisch in die Zukunft blicken? Auf der diesjährigen phil.cologne sprechen wir im Videointerview mit Veye Tatah über Geschichte und Gegenwart des Kolonialismus. Veye Tatah ist Gründerin des Vereins Africa Positive und Chefredakteurin des gleichnamigen Magazins. Seit 2018 leitet sie das neugegründete Africa Institute for Media, Migration and Development (AIMMAD). Für ihr Engagement erhielt sie im Februar 2010 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

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Gespräch
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Bettina Stangneth: „Jede sexuelle Erfahrung verändert uns substanziell“

Bettina Stangneth

Trotz aller Debatten über Geschlechterrollen und gesellschaftliche Missstände haben wir bis heute kein positives Verhältnis zum Sex entwickelt: Die Philosophin Bettina Stangneth über die tiefen Wahrheiten einer Grenzerfahrung, die zu den wertvollsten der Existenz gehört.

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