Lockerungen

Liebe deinen Übernächsten?

Robert Pfaller veröffentlicht am 3 min

Wer lässt sich noch von der Frage leiten, wofür es sich zu leben lohnt? Verkrampfung und Verzicht sind gerade in unserer sogenannt liberalen Kultur spürbar. Höchste Zeit für philosophische Lockerungsübungen

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Nie wieder Nanny State!

Robert Pfaller

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Artikel
7 min

Das Ideal der Intensität

Nils Markwardt

Man kennt es aus Filmen und Romanen: Die Frage nach dem Lohn des Lebens stellt sich typischerweise erst im Rückblick. Als Abrechnung mit sich selbst und der Welt. Wenn das Dasein noch mal vor dem inneren Auge vorbeifliegt, wird biografisch Bilanz gezogen: Hat es sich gelohnt? War es das wert? Würde man alles wieder so machen? Dabei läge es viel näher, die Frage, wofür es sich zu leben lohnt, nicht so lange aufzuschieben, bis es zu spät ist, sondern sie zum Gradmesser von Gegenwart und Zukunft zu machen. Zum einen, weil sie so gegen spätere Reuegefühle imprägniert. Wer sich darüber im Klaren ist, was das Leben wirklich lebenswert macht, wird gegenüber dem melancholischen Konjunktiv des „Hätte ich mal …“ zumindest ein wenig wetterfest. Zum anderen ist die Frage als solche viel dringlicher geworden: In dem Maße, wie traditionelle Bindungssysteme an Einfluss verloren haben, also etwa die Bedeutung von Religion, Nation und Familie geschwunden ist, hat sich der persönliche Sinndruck enorm erhöht. Wofür lohnt es sich, morgens aufzustehen, ja, die Mühen des Lebens überhaupt auf sich zu nehmen? Was genau ist es, das einem auch in schwierigen Zeiten Halt verleiht? Und am Ende wirklich zählt – gezählt haben wird?


Essay
5 min

Was macht uns schön?

Marianna Lieder

Wir leben in einer Zeit, in der sich alle Normen aufzulösen scheinen. Doch gerade in Fragen der Schönheit wird der Normierungsdruck immer stärker. Von den Griechen noch mit dem Wahren und Guten gleichgesetzt, unterliegt sie in der modernen Gesellschaft dem Verdacht der Oberflächlichkeit und Gedankenferne. Gerade weil Schönheit uns unmittelbar anzieht, bleibt sie verdächtig. Gerade weil sie von jedem ersehnt wird, kriegt sie keiner recht zu fassen. Nur eines scheint sicher: Ein Leben ohne Schönheit wäre schlicht unerträglich. Sie ist der wahre Preis unserer Existenz: Aber welcher Weg führt am verlässlichsten zu ihr? Muss Schönheit leiden? Lässt uns nur die Liebe schön sein? Oder liegt wahre Schönheit in der Selbstvergessenheit?


Essay
8 min

Walter Benjamin und die Geschichte

Wolfram Eilenberger

Nur wenige Monate vor seinem Selbstmord im Sommer 1940 verfasste Walter Benjamin einen epochalen Text „Über den Begriff der Geschichte“. Läuft die Historie auf ein vorgegebenes Ziel zu? Ist Fortschritt nur eine Illusion? Welche Rolle spielen technische Innovationen? Welche der Klassenkampf ? Welche Gott? In Zeiten höchster historischer Anspannungen und akuter Krisen öffnen sich nach Benjamins Überzeugung neue Fenster der politischen Hoffnung – gar der Erlösung. Weshalb dieser Text gerade heute wieder eine Lektüre lohnt, erklärt Wolfram Eilenberger.

Walter Benjamin und die Geschichte

Artikel
5 min

Finde deinen Fokus!

Svenja Flasspoehler

Sie haben ein Jahr geistiger Zerrüttungen hinter sich, waren gefährlich nah am Burnout? Gehen Sie 2014 gesammelter an. Fünf philosophische Hilfestellungen, wie aus guten Vorsätzen endlich Handlungen werden

 


Gespräch
11 min

Malin Grahn-Wilder: „Das Bild des harten, strengen Philosophen ist einseitig“

Lisa Friedrich

Stoizismus wird oft mit Emotionslosigkeit und Härte in Verbindung gebracht, also heutzutage in unserer Kultur tendenziell männlich konnotierten Eigenschaften. Dennoch oder gerade deswegen lohnt es sich, das Verständnis von Geschlecht der Stoiker genauer unter die Lupe zu nehmen

Malin Grahn-Wilder: „Das Bild des harten, strengen Philosophen ist einseitig“

Artikel
5 min

Pragmatisch. Praktisch. Gut?

Philipp Felsch

Menschen als Pragmatiker zu bezeichnen, ist ein zwiespältiges Lob. Das gilt im Alltag, derzeit aber besonders in der Politik. Pragmatismus gehört zu den Kardinaltugenden unserer Epoche. Doch zugleich impliziert er Ideenarmut und Prinzipienlosigkeit. Besonders in Deutschland besitzt die aus den USA stammende Denktradition ein zweifelhaftes Image. Sie gilt als rein zweckorientiert, theoriefern und allzu marktkonform. Dabei ist der Pragmatismus eine philosophische Bewegung, der es vor allem um eines geht: eine radikale Erneuerung der liberalen Demokratie. Also auf zur Tat!


Artikel
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Wofür wir sterben würden

Frederike Kaltheuner

"Für würden Sie Ihr Leben geben?“ 7158 Menschen haben diese Frage im Rahmen einer Umfrage von Deutschlandradio Kultur ( in Kooperation mit dem Philosophie Magazin) beantwortet.