Zeitgeist

Rückkehr des Horrorclowns

Philipp Felsch veröffentlicht am 2 min

Sie erschrecken uns zu Tode, bringen das Unheimliche in die heimische Lebenswelt zurück. Weshalb die neuen Gruselgestalten in Wahrheit nichts als eine Normalisierung unserer sozialen Verhältnisse bedeuten.

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Artikel
7 min

Wo ist das Kind, das ich war?

Wolfram Eilenberger

Eine unheimliche Erfahrung. Dieser Mensch auf dem Foto, der mit Zahnlücke in die Kamera lächelt, das soll einmal ich gewesen sein? Mit allen seinen überschüssigen Träumen, Ambitionen, Fragen und Plänen? Fast unmöglich, ein geklärtes Verhältnis zu den eigenen Anfängen zu finden. Jenseits von Nostalgie und romantischer Verklärung. Aber auch frei von der Illusion, die biografische Vergangenheit ganz hinter sich lassen zu können. Während die einen die Infantilisierung der Gesellschaft beklagen, fordern andere eine heilende Rückkehr zum inneren Kind. Ist der Weg ins Erwachsenenleben notwendig der einer Desillusion und Selbstentfremdung? Und was könnte das überhaupt heißen: erwachsen sein? Ein Dossier über eine Frage, die sich jeder stellen muss.

 

 


Gespräch
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Steffen Mau: „Man ist unendlich naiv in die Wiedervereinigung hineingegangen“

Nils Markwardt

Dieser Tage wird das 30-jährige Jubiläum der deutschen Einheit gefeiert. Doch wie steht es heute um das Ost-West-Verhältnis? Der Soziologe Steffen Mau, Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, erklärt im Gespräch, warum Ostdeutschland eine „frakturierte Gesellschaft“ ist, die ehemalige DDR als Labor neoliberaler Wirtschaftsreformen diente und ein Fortbestehen von Unterschieden auch eine Normalisierung bedeuten kann. 

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Artikel
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Erschreckend realistisch

Dominik Erhard

Videos lassen sich immer einfacher manipulieren. Sogenannte Deepfakes setzen dabei am Kern der menschlichen Identität an: der Einheit von Stimme und Erscheinung


Gespräch
12 min

Wilhelm Schmid: „Wir gehen durchs Leben wie Betrunkene und fallen mal links, mal rechts in den Straßengraben“

Catherine Newmark

Die stoische Philosophie erlebt heutzutage ein Revival. Aber was hat es mit den großen stoischen Themen – Lebenskunst, Gelassenheit, Gefühlskontrolle – auf sich? Wilhelm Schmid erklärt, was wir heute von den antiken Stoikern lernen können. Und warum es wichtig ist, die stoische Philosophie unserer heutigen Lebenswelt anzupassen

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Essay
8 min

Schelling und die Klimakrise

Peter Neumann

Friedrich Wilhelm Joseph Schelling war der Naturphilosoph schlechthin. Vor über 200 Jahren kehrte er die Blickrichtung auf die Natur um und dachte sie als „natura naturans“, als freies, handelndes Subjekt. Seine Gedanken sind heute, in Zeiten der Klimakrise, auf nahezu unheimliche Weise aktuell.

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Gespräch
14 min

Kai Strittmatter: „Was wir in China beobachten, ist die Rückkehr des Totalitarismus im digitalen Gewande“

Nils Markwardt

Schien die Kommunistische Partei Chinas durch die Corona-Pandemie anfangs ins Wanken zu geraten, ist sie mittlerweile mächtiger denn je. Wie das Regime den totalen Staat weiter ausbaute, warum man dessen Propaganda mit Hannah Arendt verstehen kann und weshalb Xi Jinping die alten chinesischen Philosophen rehabilitiert, erklärt Publizist Kai Strittmatter im Interview.

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Impulse
4 min

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so mütend bin

Lisa Friedrich

Um die pandemische Grundstimmung auf den Punkt zu bringen, sind neue Wörter entstanden: „mütend“ im Deutschen, „languishing“ im Englischen. Beide weisen Ähnlichkeiten zu einem Gefühl auf, mit der die Philosophie sich immer wieder beschäftigte: die Melancholie.

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