Hübls Aufklärung

Suche nach Bestätigung

Philipp Hübl veröffentlicht am 3 min

Warum uns die selektive Wahrnehmung in die Irre führt – zum Beispiel beim Thema Migration

 

Philosophie Magazin +

 

Testen Sie Philosophie Magazin +
kostenlos bis zum 30.11.20

- Einfache Registrierung nur per E-Mail
- Testphase endet automatisch
- Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte

Kostenlos Registrieren


Sie sind bereits registriert?
Hier anmelden

Weitere Artikel

Artikel
7 min

Familie - Zuflucht oder Zumutung?

Wolfram Eilenberger

Der Herd ist noch an. Es fehlen einige Gabeln sowie Tante Barbara, die wieder „im Stau“ steckt. Egal. Anfangen, „bevor das Essen kalt wird“, mahnt meine Mutter wie jedes Jahr. Vor allem aber: „Langsam essen!“ Vater hat derweil schon den zweiten Bissen im Mund. Der Neffe spielt unter der Tischplatte auf seinem Smartphone. Meine Schwester versetzt ihm dezent einen Tritt. Der Schwager zischt: „Lass ihn doch einfach!“ Dass die Flüchtlingskrise als Thema tabu ist, hatten wir im Vorfeld per Rundmail zwar ausdrücklich vereinbart, aber was interessiert das schon Onkel Ernst? Denn erstens hat er kein Internet und zweitens kein anderes Thema. Ein verzweifelter Blick auf die Uhr. Und zur Gattin. Noch 22 Stunden und 34 Minuten, bis der Zug zurück nach Hause fährt. Durchhalten. Frieden wahren. Schließlich ist heute Weihnachten. Und das hier meine Familie.


Impulse
2 min

Arbeit und Asyl

Dominik Erhard

Keiner von denen hat eine vernünftige Ausbildung!“ „Die kommen nur, um hier die Leistungen abzugreifen!“ „Die meisten Geflüchteten gehören zu den Spitzenleuten ihres Landes!“ Viel Halbwissen, Populismus und Beschönigung kursiert, wenn es um das Thema Arbeit und Migration geht.


Artikel
9 min

Kann uns die Liebe retten?

Nils Markwardt

Der Markt der Gefühle hat Konjunktur. Allen voran das Geschäft des Onlinedatings, welches hierzulande mit 8,4 Millionen aktiven Nutzern jährlich über 200 Millionen Euro umsetzt. Doch nicht nur dort. Schaltet man etwa das Radio ein, ist es kein Zufall, direkt auf einen Lovesong zu stoßen. Von den 2016 in Deutschland zehn meistverkauften Hits handeln sechs von der Liebe. Ähnlich verhält es sich in den sozialen Netzwerken. Obwohl diese mittlerweile als Echokammern des Hasses gelten, strotzt beispielsweise Facebook nur so von „Visual-Statement“-Seiten, deren meist liebeskitschige Spruchbildchen Hunderttausende Male geteilt werden. Allein die Seite „Liebes Sprüche“, von der es zig Ableger gibt, hat dort über 200 000 Follower. Und wem das noch nicht reicht, der kann sich eine Liebesbotschaft auch ins Zimmer stellen. „All you need is love“, den Titel des berühmten Beatles-Songs, gibt es beispielsweise auch als Poster, Wandtattoo, Küchenschild oder Kaffeetasse zu kaufen.


Essay
15 min

Die Städte der Anderen

Nils Markwardt

Offenbach und Zwickau, zwei deutsche Städte, wie sie auf den ersten Blick nicht ähnlicher sein könnten. Beide gleich groß, beide ehemalige Industriezentren, beide mit niedriger Arbeitslosenquote. Was sie radikal voneinander unterscheidet, ist ihr Verhältnis zum Anderen. Denn das hessische Offenbach hat mit 57 Prozent den höchsten Migrantenanteil der BRD, das sächsische Zwickau gehört mit 2,6 Prozent Ausländeranteil hingegen zu den kulturell einheitlichsten Städten der Republik. Beispielhaft stehen sie damit für zwei alternative Visionen eines Deutschlands der Zukunft: Hybridität versus Homogenität, Multikulti oder Leitkultur, dynamische Polyphonie gegen klassische Harmonie. Eine Doppelreportage auf der Suche nach der Funktion des Anderen in unserer Mitte


Artikel
10 min

Erkenne deine Liebe - fünf persönliche Beispiele

Nils Markwardt

Wo die Liebe hinfällt, wandelt sie Existenzen. Sie spendet Kraft, erschließt neue Erkenntnisse und Lebensmodelle. Nicht immer muss das Ereignis klassisch romantischen Idealen entsprechen. Fünf persönliche Beispiele, kommentiert von Wilhelm Schmid.


Artikel
10 min

Sterben lernen - Vier Beispiele

Der Einklang zwischen Handeln und Denken gilt als höchstes Weisheitsideal. Den entscheidenden Prüfstein dafür bildet das eigene Sterben. Nur wenige bestehen diesen letzten Test. Vier herausragende Beispiele.


Artikel
9 min

Die einfachste Sache der Welt

Florian Werner

Warum wandern wir? In der ursprünglichsten Form, um von A nach B zu gelangen. Um einen Wohnort zu suchen, Arbeit, Nahrung, soziale Kontakte. Doch darüber hinaus kann Wandern auch ein komplexer kommunikativer Akt sein. Als solcherart Gehende lassen wir die Gefilde der simplen Fortbewegung zu Fuß weit hinter uns: Wir werden zum Pilger, zum Philosophen, zum Politiker, zum Künstler.

Die einfachste Sache der Welt

Artikel
2 min

Autorität in Zeiten von Corona

Catherine Newmark

Krisenzeiten schärfen die Wahrnehmung. Etwa darauf, was wirklich „systemrelevante“ Berufe sind. Aber auch, wie Autorität funktioniert, lässt sich in Zeiten von Corona klarer beobachten. Ein Denkanstoß von Catherine Newmark.

Autorität in Zeiten von Corona