Gespräch

„Vertrauen braucht Optionen“

Vivian Knopf veröffentlicht am 9 min

Die Corona-Krise schafft eine Ausnahmesituation, die unser Vertrauen auf eine harte Probe stellt. Doch gerade deshalb sei gegenüber der Politik auch ein gesundes Misstrauen nötig, meint der Philosoph Martin Hartmann im Interview.

Philosophie Magazin +

 

Testen Sie Philosophie Magazin +
kostenlos bis zum 30.11.20

- Einfache Registrierung nur per E-Mail
- Testphase endet automatisch
- Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte

Kostenlos Registrieren


Sie sind bereits registriert?
Hier anmelden

Weitere Artikel

Gespräch
13 min

Überwachen oder Vertrauen?

Svenja Flasspoehler

Überwachungsskandale haben das Vertrauen der Bürger erschüttert. Doch wie wichtig ist Vertrauen überhaupt in einer Demokratie? Und steigt das Vertrauen in Mitmenschen nicht gerade durch Kontrollen? Die Schriftstellerin Juli Zeh und die Historikerin Ute Frevert im Streitgespräch



Impulse
3 min

Keine Suizidassistenz für Gesunde

Svenja Flasspoehler

Nachdem das Bundesverfassungsgericht den Weg für eine Liberalisierung der Suizidassistenz frei gemacht hat, hält die Debatte um die Sterbehilfe an. Denn das Recht auf eine Beihilfe zum Suizid gelte nun „zu jeder Phase menschlicher Existenz“ und sei nicht auf „unheilbare Krankheitszustände oder bestimmte Lebens- oder Krankheitsphasen“ reduziert. Auch gesunde Menschen, so legen die Karlsruher Richter nahe, sollten prinzipiell Suizidassistenz beanspruchen dürfen, wenn ihr Todeswunsch wohlerwogen und dauerhaft ist. Das allerdings wäre ein Fehler, meint Svenja Flaßpöhler.

 

Keine Suizidassistenz für Gesunde

Essay
8 min

Machen Krisen uns stärker?

Wolfram Eilenberger

Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“, formuliert Friedrich Nietzsche. Aber woran entscheidet sich, ob wir an Schicksalsschlägen scheitern – oder reifen? Was unterscheidet gesunde Widerständigkeit von Verdrängung und Verhärtung? Machen Krisen kreativer? Ermöglichen allein sie wahre Selbstfindung? Oder wären solche Thesen bereits Teil einer Ökonomisierung des Daseins, die noch in den dunkelsten Stunden unserer Existenz nach Potenzialen der Selbstoptimierung fahndet?

Wolfram Eilenberger legt mit Nietzsche frei, wie man existenzielle Krisen nicht nur überleben, sondern für sich nutzen kann. Ariadne von Schirach singt dagegen ein Loblied auf den Menschen als ewiges Mangelwesen, und im Dialog mit dem Kulturtheoretiker Thomas Macho sucht Roger Willemsen nach dem Gleichgewicht zwischen beschädigter Existenz und Liebe zur Welt.

 


Essay
6 min

Die Nora-Problematik

Svenja Flasspoehler

Bin ich der wichtigste Mensch in meinem Leben? Diese Frage stellt sich für Frauen grundsätzlich anders. Für das weibliche Ich hat es härtere Konsequenzen, die Verwirklichung des Selbst zur obersten Maxime zu erklären. Vor allem, wenn es sich um eine Mutter handelt


Artikel
6 min

Der Wille zur Weisheit

Dominik Erhard

Über 50 Jahre war Erwin Huber in den höchsten Ämtern der CSU tätig. Schaffte es von ganz unten nach ganz oben und fiel tief. Heute studiert der 72-Jährige Philosophie und stellt sich mit Martin Heidegger die Sinnfrage
 


Artikel
9 min

Die Politik des Als Ob

Nils Markwardt

Von der Atomwende bis zur Flüchtlingskrise: Angela Merkels Politik polarisiert. Dennoch gilt sie als Meisterin des geschmeidigen Pragmatismus. Wie schafft sie das? Die Antwort findet sich bei Hans Vaihinger, einem längst vergessenen Philosophen: durch die Kraft der „nützlichen Fiktionen“.


Artikel
3 min

Rasender Stillstand

Armen Avanessian

Die Corona-Krise stellt die Systemfrage. Unsere Reaktion auf sie müssen wir deshalb auch vor zukünftigen Generationen verantworten. Ein Denkanstoß von Armen Avanessian.