Was heißt „links“ – und warum ist es so kompliziert?
Die politische Linke habe sich verrannt und ehemalige Wähler*innen in die Arme der Rechten getrieben, so eine immer lauter werdende Klage. Doch diese Empörung unterliegt einem Missverständnis, meint Thorsten Holzhauser und zeigt: Was linke Politik sein soll, war schon immer Teil von politischen Kämpfen.
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Der Einbruch des Politischen und die rechte Revolution
Der Thüringer Landtag zeigt: Wir befinden uns in einer rechten Revolution. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass unsere „Politik“ nun nach ganz anderen Regeln des „Politischen“ gespielt wird. Diese müssen die Demokrat:innen dringend lernen.
Die Kartierung des politischen Raums
Rechts, links, konservativ, liberal, progressiv, reaktionär – sie sind als Bezeichnungen politischer Positionen etabliert und doch vielfach ambig. Wen meint man schließlich, wenn man von „den Rechten“ spricht? Was sind die Wurzeln des Konservatismus? Und woran bemisst sich eine linke Haltung? Unsere Reihe nimmt die verschiedenen Positionsbezeichnungen in den Blick – mit Meinungsstücken und Analysen, aus den unterschiedlichsten Perspektiven heraus. Ein Versuch, in der komplexen Begriffslandschaft des Politischen neue Orientierung zu schaffen.
Was heißt es, links zu sein?
Die Zerwürfnisse zwischen linken Lagern nehmen zu. Kämpfen sie noch für dieselbe Sache? Oder offenbaren sich hier unüberbrückbare Differenzen? Die Politikerin Sahra Wagenknecht und die Schriftstellerin Juli Zeh diskutieren über die Versäumnisse linker Politik, echte und künstliche Gegensätze und den richtigen Umgang mit rechts.
In die Falle getappt
Das Paktieren der CDU mit der AfD sorgt landesweit für Empörung. Doch auch linke Parteien finden aktuell kein Mittel gegen rechten Populismus. Helfen könnte eine von Jürgen Habermas vorgeschlagene und zu Unrecht vernachlässigte Strategie.
Maga durch Meta
Jüngst verbreitete der US-Präsident auf Twitter abermals absurde Verschwörungstheorien und teilte ein zwei Jahre altes Video eines Troll-Accounts. Es wirkt wie der Tiefpunkt eines notorischen Lügners. Doch warum wenden sich viele Wähler dennoch nicht von ihm ab? Weil es Trump und seinen Anhängern, so kann man mit Hannah Arendt erklären, überhaupt nicht um Sachaussagen geht, sondern um die Meta-Kommunikation zur Vermittlung eines politischen Programms.
Kampf um die Erinnerung
Am 27. Januar jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum 70. Mal. Während die Deutschen sich erinnern, unterliegt in der Türkei der Genozid an den Armeniern weiter dem Gebot des Vergessens
Otfried Höffe: „Hoffnung und Verzicht widersprechen einander nicht“
Wir haben schon lange genug und streben doch nach immer mehr. Eine Tendenz, die im dunkler werdenden Angesicht der Klimakrise keine Zukunft hat. Der Philosoph Otfried Höffe erläutert im Interview, wie Verzicht erlernbar ist und inwiefern er die Politik dennoch in der Verantwortung sieht.
Armen Avanessian: „Wir müssen unsere Teilhabe an Konflikten verstehen“
Anstatt Konflikte zu lösen, müssen wir sie erst einmal freilegen und unsere eigene Rolle in ihnen erkennen: Armen Avanessian über sein Buch Konflikt, fatale Harmonie-Illusionen und die Komplexität des Krieges.