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Illustration: © Marie Lautsch für Philosophie Magazin 

Essay

Geophilosophie – Denken mit der Landkarte

Moritz Rudolph veröffentlicht am 27 Februar 2026 9 min

Wer philosophiert, befindet sich irgendwo auf dem Globus. Hat dieser Ort einen größeren Einfluss, als wir gemeinhin annehmen? Ist das Denken ein Effekt seiner Umgebung? Ein Streifzug durch Länder und Städte, Landschaften, Klimazonen und Geschichten vom Geist der Geografie.

 

Frankfurter Schule, French Theory, Deutscher Idealismus, Alte Griechen – wer sich mit Philosophie beschäftigt, stößt auf lauter geografische Bezeichnungen. Und da die Sprache den Leib des Denkens bildet, die Worte also zählen, sollte man davon ausgehen, dass die Namen nicht nur Namen sind. Sie enthalten eine Botschaft, vielleicht sogar einen Geheimeingang zum Denken, das ja zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort stattfindet. Daher müsste, wer die Klassiker studiert, einen Atlas aufgeschlagen haben, um die Denkbewegungen nachzuvollziehen – mit einem Auge auf dem Text, mit dem anderen auf der Karte, den Weg sich bahnend von Sokrates’ Athen über Kants Königsberg bis zu Arendts New York. Doch in der Regel tut man das nicht. Das Spiel mit den Orten bleibt den Biografen vorbehalten, nicht den Interpreten der Texte. Und das hat einen gewichtigen Grund: das europäisch-neuzeitliche Ideal des reinen Denkens, die Absehen von den Lebensumständen, überhaupt die Tendenz zur Abstraktion. Diese hat ihren beredtsten Ausdruck in der Philosophie des René Descartes gefunden, der das Sein im bloßen Denken verortet hatte: Cogito ergo sum. Ich denke, also bin ich. Der Körper spielte dabei ebenso wenig eine Rolle wie der umfangende Raum. Doch während man in den letzten Jahrzehnten dazu übergegangen ist, die cartesische Leibblindheit zu überwinden – etwa in phänomenologischen oder feministischen Studien –, ist der Ort noch immer nicht als Denkhintergrund rehabilitiert. Dies wäre dann erreicht, wenn man Descartes’ Philosophie als Ausdruck eines französischen Adeligen deutet, dessen Welt ins Wanken gerät. Als Vision eines umherziehenden Söldners, der im Dreißigjährigen Krieg im Feldlager bei Ulm friert und sich fragt, woran er sich bei all dem Chaos noch halten kann: Vielleicht an den reinen Geist? Doch der ist möglicherweise nur ein Effekt des Gebiets, in dem er sich aufhält.

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