Essay

Weibchen wählen Männchen schön

Cord Riechelmann veröffentlicht am 5 min

Wie lässt sich die betörende Schönheit im Reich der Tiere erklären? Für Charles Darwin ist die Evolution von Schönem an die Freiheit zur Wahl gebunden. Mit Nützlichkeit und Fitness hat das zunächst wenig zu tun, sehr wohl aber mit der Eigenwilligkeit des weiblichen Geschmacks

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Marianna Lieder

Wir leben in einer Zeit, in der sich alle Normen aufzulösen scheinen. Doch gerade in Fragen der Schönheit wird der Normierungsdruck immer stärker. Von den Griechen noch mit dem Wahren und Guten gleichgesetzt, unterliegt sie in der modernen Gesellschaft dem Verdacht der Oberflächlichkeit und Gedankenferne. Gerade weil Schönheit uns unmittelbar anzieht, bleibt sie verdächtig. Gerade weil sie von jedem ersehnt wird, kriegt sie keiner recht zu fassen. Nur eines scheint sicher: Ein Leben ohne Schönheit wäre schlicht unerträglich. Sie ist der wahre Preis unserer Existenz: Aber welcher Weg führt am verlässlichsten zu ihr? Muss Schönheit leiden? Lässt uns nur die Liebe schön sein? Oder liegt wahre Schönheit in der Selbstvergessenheit?


Essay
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Charles Darwin und die menschliche Natur

Philippe Huneman

Die klassische Naturgeschichte wies dem Menschen einen Ausnahmestatus zu. Durch die Entdeckungen Charles Darwins war diese Sicht passé. Der britische Forscher erkannte in den Arten das Ergebnis eines langen Evolutionsprozesses, in dessen Verlauf die am besten Angepassten triumphieren. Ein Essay von Philippe Huneman. 

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Was weiß mein Körper?

Svenja Flasspoehler

Die Frage irritiert. Was soll mein Körper schon wissen? Ist das Problem denn nicht gerade, dass er nichts weiß? Weder Vernunft noch Weisheit besitzt? Warum sonst gibt es Gesundheitsratgeber, Rückenschulen, Schmerztabletten, viel zu hohe Cholesterinwerte. Und wieso gibt es Fitness-Tracker, diese kleinen schwarzen Armbänder, die ihrem Träger haargenau anzeigen, wie viele Meter heute noch gelaufen, wie viele Kalorien noch verbrannt werden müssen oder wie viel Schlaf der Körper braucht. All das weiß dieser nämlich nicht von selbst – ja, er hat es bei Lichte betrachtet noch nie gewusst. Mag ja sein, dass man im 16. Jahrhundert von ganz allein ins Bett gegangen ist. Aber doch wohl nicht, weil der Körper damals noch wissend, sondern weil er von ruinöser Arbeit todmüde und es schlicht stockdunkel war, sobald die Sonne unterging. Wer also wollte bestreiten, dass der Körper selbst über kein Wissen verfügt und auch nie verfügt hat? Und es also vielmehr darum geht, möglichst viel Wissen über ihn zu sammeln, um ihn möglichst lang fit zu halten.


Impulse
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Die Nützlichkeit von Cannabis?

Nils Markwardt

Unter dem Prinzip der Nützlichkeit ist jenes Prinzip zu verstehen, das schlechthin jede Handlung in dem Maß billigt oder missbilligt, wie ihr die Tendenz innezuwohnen scheint, das Glück der Gruppe, deren Interesse in Frage steht, zu vermehren oder zu vermindern“, schrieb Jeremy Bentham 1780 in der „Einführung in die Prinzipien der Moral und Gesetzgebung“.


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Charles Foster: Das Leben der anderen

Jeannette Villachica

Wie es sich wohl anfühlt, wie ein Dachs nach Würmern zu schnüffeln? Wie ein Mauersegler in der Luft zu kreisen? Der Brite Charles Foster wollte es so genau wie möglich wissen und machte die Probe aufs Exempel.


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Nietzsche im Home-Gym

Clara Degiovanni

Seit dem Beginn der Pandemie liegt das Wohnzimmer-Workout voll im Trend. Hätte auch Friedrich Nietzsche den Laptop aufgeklappt und zu den Gewichten gegriffen? Sicherlich nicht, denn der Fitnesskampf mit sich selbst wäre für ihn nur eine „halbe Sache“.

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Ein gesunder Geist braucht keinen gesunden Körper!

Marianna Lieder

Körperliche Fitness ist für geistige Hochleistung unerlässlich? Ein fataler Irrtum mit gefährlichen Folgen, meint unsere Autorin. Plädoyer gegen den Körperkult


Gespräch
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Charles Taylor: "Authentisch sein heißt, sein Potenzial zu verwirklichen"

Wolfram Eilenberger

Er ist der große Vordenker des Multikulturalismus. Aber auch in Fragen religiöser Toleranz oder kapitalistischer Entfremdung zielt Charles Taylors Denken ins Zentrum heutiger Debatten. Ein Gespräch über das Ich als Ware und kanadische Ureinwohner mitten in Berlin