Personal Curriculum
Mit selbstgewählten Lernzielen und Deadlines streben viele junge Menschen aktuell nach zusätzlichem Wissen - oder optimieren sie sich doch nur selbst?
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10 Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen
Wie findet man das richtige Geschenk? Wie sinnvoll sind Deadlines? Wie werde ich berühmt? In unserem Format Q&A zeigen unter anderem Seneca, Arendt und La Rochefoucauld, dass Philosophie keineswegs weltfremd sein muss.
Dialog zwischen Peter Dabrock und Reinhard Merkel: Dürfen wir uns genetisch optimieren?
Der genetisch optimierte Mensch ist in greifbare Nähe gerückt. Ein Horrorszenario – oder eine Errungenschaft mit Potenzial? Wo wäre die Grenze zwischen einem legitimen und einem illegitimen Eingriff zu ziehen? Der Theologe Peter Dabrock diskutiert mit dem Philosophen Reinhard Merkel.
Brauchen wir Bitcoins?
Was ist das Kapital?“, fragte der französische Philosoph Michel Serres 1980 in seiner Schrift „Der Parasit“, als er sich – wenige Jahre vor der Ära der Personal Computer – das Zahlungsmittel der Zukunft vorstellte:
Der Fluch der Zuchtbanane
Die Selektion galt lange als bevorzugte Technik, um Ertrag und Schönheit zu optimieren. Wie andere Pflanzen auch wurde die Banane dadurch aber genetisch immer homogener – und angreifbarer. Deshalb setzt man in jüngster Zeit erneut auf Diversität und entdeckt jahrtausendealte Zuchttechniken wieder.
Was weiß mein Körper?
Die Frage irritiert. Was soll mein Körper schon wissen? Ist das Problem denn nicht gerade, dass er nichts weiß? Weder Vernunft noch Weisheit besitzt? Warum sonst gibt es Gesundheitsratgeber, Rückenschulen, Schmerztabletten, viel zu hohe Cholesterinwerte. Und wieso gibt es Fitness-Tracker, diese kleinen schwarzen Armbänder, die ihrem Träger haargenau anzeigen, wie viele Meter heute noch gelaufen, wie viele Kalorien noch verbrannt werden müssen oder wie viel Schlaf der Körper braucht. All das weiß dieser nämlich nicht von selbst – ja, er hat es bei Lichte betrachtet noch nie gewusst. Mag ja sein, dass man im 16. Jahrhundert von ganz allein ins Bett gegangen ist. Aber doch wohl nicht, weil der Körper damals noch wissend, sondern weil er von ruinöser Arbeit todmüde und es schlicht stockdunkel war, sobald die Sonne unterging. Wer also wollte bestreiten, dass der Körper selbst über kein Wissen verfügt und auch nie verfügt hat? Und es also vielmehr darum geht, möglichst viel Wissen über ihn zu sammeln, um ihn möglichst lang fit zu halten.
Israels aktueller Populismus
In ihrem jüngst erschienen Buch geht Eva Illouz den titelgebenden Undemokratischen Emotionen nach und stellt besonders die Angst als Gefährdung für ihr Heimatland Israel heraus. Eine Rezension von Josef Früchtl.
Big data vs. freies Leben: Wie berechenbar sind wir?
Niemals wissen oder auch nur ahnen zu können, was er als Nächstes sagen würde, das war es, was die Schriftstellerin Virginia Woolf an ihrem Gatten Leonard ganz besonders schätzte. Selbst nach vielen Jahren des Zusammenlebens war er ihr am Frühstückstisch ein Quell unabsehbarer Einfälle und Thesen. Nur so, nur deshalb konnte sie ihn wahrhaft lieben. Wenn ich mir selbst – und anderen – erklären muss, was ich an einer Welt, in der sich das Verhalten jedes Menschen zu jeden Zeitpunkt im Prinzip treffsicher prognostizieren ließe, so schrecklich fände, kommt mir immer diese kleine Anekdote in den Sinn. Denn jeder spürt sofort, sie trifft eine tiefe Wahrheit über unser aller Dasein.
Cavell und das Gewöhnliche
Seit ihren antiken Anfängen war die Philosophie auf der Flucht vor dem Gewöhnlichen. Es galt, die Unvollkommenheit unseres alltäglichen Wissens entweder durch radikale Skepsis oder aber durch das Streben nach absoluter Erkenntnis zu überwinden. Stanley Cavell kritisierte diese Form der Weltentfremdung und plädierte für eine Wiedergewinnung des Gewöhnlichen.