Künstliche Bauchspeicheldrüse: Werden wir zu bionischen Wesen?
Das National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (USA) hat ein neues Modell einer robotischen Bauchspeicheldrüse entwickelt, das den Insulinzyklus bei Diabetikern effizienter regulieren soll. Hoffnung für die Patienten oder Gefahr einer transhumanistischen Verirrung?
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Promis als Weltgesundheitsrisiko?
Ozempic ist ein Medikament, das vielen Experten als ein Meilenstein in der Bekämpfung von Typ-2-Diabetes gilt.
Mazviita Chirimuuta: „Neurowissenschaftliche Modelle müssen mit mehr Vorsicht interpretiert werden“
Was, wenn unsere neurowissenschaftlichen Modelle des Gehirns zu vereinfachend sind, um die Realität abzubilden? Zu dieser Lektion der Demut lädt das Buch The Brain Abstracted ein, das in Großbritannien den Preis des Royal Institute of Philosophy gewann. Ein Interview mit dessen Autorin Mazviita Chirimuuta.
Wir wollen mehr - aber wovon?
Ratgeber empfehlen heute zwei Dinge: schneller, effizienter und erfolgreicher oder aber bewusster, gelassener und achtsamer zu leben. Doch betrifft die Frage nach mehr oder weniger oft gar nicht den Einzelnen, sondern die ganze Gesellschaft. Gerade in den zentralen Bereichen des Konsums, der Arbeit oder der Demokratie.
Wohl bekommt's?
Die systematische Analyse der Global Burden of Disease, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Lancet, darf als die bis dato umfassendste Schätzung zu den globalen Folgen des Alkoholkonsums gelten.
Wie schaffen wir das?
Eine Million Flüchtlinge warten derzeit in erzwungener Passivität auf ihre Verfahren, auf ein Weiter, auf eine Zukunft. Die Tristheit und Unübersichtlichkeit dieser Situation lässt uns in defensiver Manier von einer „Flüchtlingskrise“ sprechen. Der Begriff der Krise, aus dem Griechischen stammend, bezeichnet den Höhepunkt einer gefährlichen Lage mit offenem Ausgang – und so steckt in ihm auch die Möglichkeit zur positiven Wendung. Sind die größtenteils jungen Menschen, die hier ein neues Leben beginnen, nicht in der Tat auch ein Glücksfall für unsere hilf los überalterte Gesellschaft? Anstatt weiter angstvoll zu fragen, ob wir es schaffen, könnte es in einer zukunftszugewandten Debatte vielmehr darum gehen, wie wir es schaffen. Was ist der Schlüssel für gelungene Integration: die Sprache, die Arbeit, ein neues Zuhause? Wie können wir die Menschen, die zu uns gekommen sind, einbinden in die Gestaltung unseres Zusammenlebens? In welcher Weise werden wir uns gegenseitig ändern, formen, inspirieren? Was müssen wir, was die Aufgenommenen leisten? Wie lässt sich Neid auf jene verhindern, die unsere Hilfe derzeit noch brauchen? Und wo liegen die Grenzen der Toleranz? Mit Impulsen von Rupert Neudeck, Rainer Forst, Souleymane Bachir Diagne, Susan Neiman, Robert Pfaller, Lamya Kaddor, Harald Welzer, Claus Leggewie und Fritz Breithaupt.
Grenzen der Offenheit
Die neue Regierung will Migration stark regulieren. Aus liberaler und libertärer Sicht sprechen die Argumente jedoch klar für offene Grenzen, meint Hanno Sauer. Die Abschottung eines Landes sei moralisch so unplausibel wie die Abriegelung eines Dorfes.
Was ist die „unsichtbare Hand“ von Adam Smith?
Der Ausdruck „unsichtbare Hand“ stammt aus dem Denken von Adam Smith, einem bedeutenden Vertreter der schottischen Aufklärung, und ist ein zentrales Konzept des Wirtschaftsliberalismus: Er bezeichnet die Fähigkeit des Marktes, sich selbst zu regulieren. Aber hatte dieser Ausdruck für seinen Urheber nur eine wirtschaftliche Bedeutung?
Hans Jörg Sandkühler: »Es hat uns nicht interessiert«
Die Gleichschaltung der deutschen Universitäten machte auch vor der Philosophie nicht halt. Unter den Philosophen, die nicht in die Emigration gingen, gab es kaum einen, der sich nicht dem nationalsozialistischen System angepasst hätte. Über Jahrzehnte verdrängte man nach dem Krieg die Tatsache, dass dieselben Personen, die sich in den 1930er Jahren noch zum Nationalsozialismus bekannt hatten, den Wiederaufbau der philosophischen Institute in der Bundesrepublik übernahmen. Interview mit Hans Jörg Sandkühler von Catherine Newmark.