Syllogismus

Vom griech. syn-, „zusammen, mit“ und logos, „Wort“, also: „Wort, das mit (anderen) einhergeht“. Als eine Grundfigur der Deduktion ist der Syllogismus mit der Erfindung der Logik durch Aristoteles verbunden, der ihn definiert als „ein Argument, in welchem sich, wenn etwas gesetzt wurde, etwas anderes als das Gesetzte mit Notwendigkeit durch das Gesetzte ergibt“. Ein Syllogismus verbindet also drei Sätze: zwei Prämissen (einen „Ober-„ und einen „Untersatz“) und eine Konklusion. Sein formales Schema geht dann so: „Jedes A ist ein B, und C ist gleich A. Also muss C gleich B sein.“ A ist dabei der mittlere Term, der als Vermittler zwischen B und C dient. Eine bekannte Veranschaulichung für einen Syllogismus gibt das folgende Beispiel: „Alle Menschen sind sterblich, und Sokrates ist ein Mensch. Also ist Sokrates sterblich.“ Der Syllogismus hat nur einen formalen Wert: er erweitert das Wissen nicht, aber gibt ihm eine neue Darstellung. Aus Sicht der klassischen Logik bei Aristoteles enthält er drei Figuren (kategorisch, hypothetisch und disjunktiv). Im Mittelalter lehrte sie die Scholastik mit mnemotechnischen Methoden („Merkhilfen“). So erlaubt zum Beispiel der Syllogismus in „Celarent“, wobei E das allgemein Verneinende und A das allgemein Bejahende bedeuten, die Argumentationskette E A E im Gedächtnis zu behalten, beispielsweise: „Kein M ist P, und jedes S ist M, also ist kein S ein P.“ Solche Syllogismen waren nützlich, um Fehler in einer Beweisführung aufzuspüren, dennoch werden sie in der modernen Logik nicht mehr gelehrt. An ihre Stelle ist eine strengere Symbolisierung getreten.