Das Ding an sich

Adornos Strandkorb

Dominik Erhard veröffentlicht am 2 min

Der Badeanzug sitzt, die Sonne scheint mit hochsommerlicher Kraft und auf dem Stück Himmel, das die Urlaubsaufnahme zeigt, ist nicht eine Wolke zu sehen.

Philosophie Magazin +

 

Testen Sie Philosophie Magazin +
kostenlos bis zum 30.11.20

- Einfache Registrierung nur per E-Mail
- Testphase endet automatisch
- Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte

Kostenlos Registrieren


Sie sind bereits registriert?
Hier anmelden

Weitere Artikel

Essay
6 min

Adorno und das falsche Leben

Martin Seel

Kennen Sie das? Dieses Gefühl, ein falsches Leben zu führen? Den betäubenden Genuss von Blockbustern und Burgern? Wie kein zweiter Philosoph hat Theodor W. Adorno (1903– 1969) die Falschheit einer solchen Existenz auf den Begriff gebracht. Eine Definition des guten, richtigen und gelungenen Lebens vermied der jüdischstämmige Denker dabei ganz bewusst. Die konstruktive Kraft in Adornos negativem Denken entfaltet Martin Seel in seinem Essay.

Adorno und das falsche Leben

Artikel
2 min

Adornos und Horkheimers „Dialektik der Aufklärung“

Theresa Schouwink

Aufklärung und Mythos sind in gewisser Weise das Gleiche, behaupten Theodor W. Adorno und Max Horkheimer in der „Dialektik der Aufklärung“ (1944), dem Hauptwerk der Kritischen Theorie. Klingt widersinnig? Wir klären auf.


Artikel
2 min

Adornos Kräuterrisotto "Wiesengrund"

Bernd Piringer

Auch die Liebe zur Weisheit geht durch den Magen. Deshalb empfehlen wir an dieser Stelle die großen Klassiker der philosophischen Küche. Ein Genuss für Leib und Seele


Artikel
1 min

Döstädning

 

Viele Schweden fangen schon um die fünfzig damit an: Stück für Stück sortiert man überflüssige Dinge aus, um den Verwandten später keinen Krempel zu hinterlassen.


Essay
6 min

Wir bauen ein neues Ich

Gert Scobel

Als digitale Existenzen des 21. Jahrhunderts sind wir nicht nur unrettbar zerstreut, wir sind sogar überall. Die neuen Cloud-Verfahren machen aus dem Ich eine Wolke – und verleihen ihm damit regelrecht göttliche Züge


Artikel
10 min

Judith Butler und die Gender-Frage

Camille Froidevaux-Metteries

Nichts scheint natürlicher als die Aufteilung der Menschen in zwei Geschlechter. Es gibt Männer und es gibt Frauen, wie sich, so die gängige Auffassung, an biologischen Merkmalen, aber auch an geschlechtsspezifischen Eigenschaften unschwer erkennen lässt. Diese vermeintliche Gewissheit wird durch Judith Butlers poststrukturalistische Geschlechtertheorie fundamental erschüttert. Nicht nur das soziale Geschlecht (gender), sondern auch das biologische Geschlecht (sex) ist für Butler ein Effekt von Machtdiskursen. Die Fortpf lanzungsorgane zur „natürlichen“ Grundlage der Geschlechterdifferenz zu erklären, sei immer schon Teil der „heterosexuellen Matrix“, so die amerikanische Philosophin in ihrem grundlegenden Werk „Das Unbehagen der Geschlechter“, das in den USA vor 25 Jahren erstmals veröffentlicht wurde. Seine visionäre Kraft scheint sich gerade heute zu bewahrheiten. So hat der Bundesrat kürzlich einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der eine vollständige rechtliche Gleichstellung verheirateter homosexueller Paare vorsieht. Eine Entscheidung des Bundestags wird mit Spannung erwartet. Welche Rolle also wird die Biologie zukünftig noch spielen? Oder hat, wer so fragt, die Pointe Butlers schon missverstanden?

Camille Froidevaux-Metteries Essay hilft, Judith Butlers schwer zugängliches Werk zu verstehen. In ihm schlägt Butler nichts Geringeres vor als eine neue Weise, das Subjekt zu denken. Im Vorwort zum Beiheft beleuchtet Jeanne Burgart Goutal die Missverständnisse, die Butlers berühmte Abhandlung „Das Unbehagen der Geschlechter“ hervorgerufen hat.


Artikel
21 min

Die Welt retten

Alexandre Lacroix

Vor acht Jahren, noch bevor der Wikileaks Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht vor einem schwedischen Haftbefehl und möglicher Auslieferung an die USA suchte, brachte das Philosophie Magazin den Australier ins Gespräch mit dem Moralphilosophen Peter Singer. Seit April diesen Jahres sitzt Assange im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Osten Londons. Jetzt fordern mehr als 130 Politiker, Künstler und Journalisten die sofortige Freilassung von Wikileaks-Gründer Assange. In einem gemeinsamen Appell, rufen sie Großbritannien dazu auf, den 48-Jährigen aus medizinischen und menschenrechtlichen Gründen aus der Haft zu entlassen.

Im Dialog mit Singer spricht Assange über die Axiome, die er seinem Handeln zu Grunde legt, seine Vorstellungen von Moral und darüber, kein Freund von Transparenz zu sein.

Die Welt retten

Essay
20 min

Rache ohne Reue?

Alexandre Lacroix

Seit 23 Jahren sitzt Giuseppe Grassonelli als Kopf eines Rachefeldzugs gegen die Cosa Nostra hinter Gittern. Da er eine Kronzeugenregel ablehnte, wird der mehrfache Mörder das Gefängnis nie wieder verlassen. Im Verlauf der Haft entdeckte der Sizilianer die Philosophie für sich, begann ein Studium, schloss es mit Auszeichnung ab. Wir haben Grassonelli, der lange Jahre in Hamburg lebte, im Gefängnis getroffen: Wie denkt er heute über seine Vergangenheit? Treffen mit einem Menschen, dem der Dialog mit Hegel und Nietzsche wichtiger wurde als alles andere