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Interview

Chantal Mouffe: "Konsens ist das Ende der Politik"

Chantal Mouffe, im Interview mit Nils Markwardt veröffentlicht am 13 min

Chantal Mouffe ist die politische Denkerin der Stunde. Ihre Theorie der „radikalen Demokratie“, die seit Jahrzehnten linke Aktivisten beeinflusst, liefert mittlerweile die Blaupause für Protestparteien wie Podemos oder Syriza. In ihren Werken plädiert sie für mehr demokratischen Widerstreit und zeigt, wie aus Feinden Gegner werden

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Übersetzt von
Michael Ebmeyer
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Gespräch
13 min

Chantal Mouffe: "Konsens ist das Ende der Politik"

Nils Markwardt

Chantal Mouffe liefert mit ihrer Theorie der „radikalen Demokratie“, die seit Jahrzehnten linke Aktivisten beeinflusst, mittlerweile die Blaupause für Protestparteien wie Podemos oder Syriza. In ihren Werken plädiert sie für mehr demokratischen Widerstreit und zeigt, wie aus Feinden Gegner werden.

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Juan Carlos Monedero: "Wir brauchen eine Revolution des Gemeinsinns"

Stefanie Claudia Müller

Am 24. Mai finden in Spanien Regional- und Kommunalwahlen statt. Die linkspopulistische Bewegung Podemos, 2013 gegründet, liegt in den Umfragen mit den großen Bürgerparteien gleichauf. Ein Interview mit dem Politologen und Podemos-Gründer Juan Carlos Monedero


Artikel
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Sie ist wieder da. Die Frage nach der Identität.

Philipp Felsch

In der gesamten westlichen Welt kehren Identitätsfragen ins Zentrum des politischen Diskurses zurück. Donald Trump stilisierte sich erfolgreich als Anwalt des „weißen Mannes“. Marine Le Pen tritt in Frankreich mit dem Versprechen an, die Nation vor dem Verlust ihrer Werte und Eigenheiten zu bewahren. Auch in Deutschland wird das Wahljahr 2017 von kulturellen Verlustängsten dominiert werden. Das Projekt der Europäischen Union droht derweil zu scheitern. Terrorangst schürt Fremdenfeindlichkeit Wie lässt sich diesen Entwicklungen gerade aus deutscher Sicht begegnen? Mit einem noch entschiedeneren Eintreten für einen von allen nationalen Spuren gereinigten Verfassungspatriotismus? Oder im Gegenteil mit neuen leitkulturellen Entwürfen und Erzählungen? Bei all dem bleibt festzuhalten: Identitätspolitik war in den vergangenen Jahrzehnten eine klare Domäne linker Politik (u. a. Minderheitenrechte, Genderanliegen). Sind bestimmte Kollektive schützenswerter als andere? Was tun, damit unsere offene Gesellschaft nicht von Identitätsfragen gespalten wird?


Gespräch
4 min

Frank Adloff: „Wir hängen alle voneinander ab“

Nils Markwardt

Vor kurzem erschien im Open Access Das zweite konvivialistische Manifest, in dem über 300 Intellektuelle aus 33 Ländern, darunter Wendy Brown, Noam Chomsky, Shirin Ebadi, Maja Göpel, Eva Illouz und Chantal Mouffe, für neue Formen des Zusammenlebens und eine „post-neoliberale Welt“ plädieren. Der Soziologe und Mitinitiator Frank Adloff erklärt, was es mit dem Konvivialismus auf sich hat und welche konkreten Ziele er verfolgt. 

Frank Adloff: „Wir hängen alle voneinander ab“

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Im Zweifel für den Zweifel?

Oliver Rey

„Klimaskeptiker“ berufen sich in ihrem Kreuzzug gegen den wissenschaftlichen Konsens in Sachen Erderwärmung immer wieder auf die Kraft des methodischen Zweifels und die Komplexität der Wirklichkeit. Olivier Rey über Klimaleugner und was sie wirklich antreibt.

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Impulse
8 min

Das Ende der Stellvertretung und die direkte Zukunft der Demokratie

Andreas Urs Sommer

Die repräsentative Demokratie lässt das Projekt der Aufklärung unvollendet. Statt selbst über unsere undelegierbaren Angelegenheiten zu entscheiden, setzen andere für uns Zwecke. Ein Plädoyer für den Ausbruch aus der institutionalisierten Unmündigkeit und mehr direkte Demokratie von Andreas Urs Sommer. 

Das Ende der Stellvertretung und die direkte Zukunft der Demokratie

Impulse
3 min

Die Grenzen des Dialogs

Florian Werner

In seinem neuen Buch Von hier an anders skizziert der Grünen-Co-Vorsitzende Robert Habeck mit Hannah Arendt eine Machttheorie, die auf dem dialogischen „Einvernehmen“ zwischen Regierenden und Regierten beruht. Doch was, wenn gesellschaftliche Gruppen gar nicht an so einem Konsens interessiert sind?

Die Grenzen des Dialogs

Artikel
6 min

Wer ist mein wahres Selbst?

Svenja Flasspoehler

Kennen Sie auch solche Abende? Erschöpft sinken Sie, vielleicht mit einem Glas Wein in der Hand, aufs Sofa. Sie kommen gerade von einem Empfang, viele Kollegen waren da, Geschäftspartner, Sie haben stundenlang geredet und kamen sich dabei vor wie ein Schauspieler, der nicht in seine Rolle findet. All diese Blicke. All diese Erwartungen. All diese Menschen, die etwas in Ihnen sehen, das Sie gar nicht sind, und Sie nötigen, sich zu verstellen … Wann, so fragen Sie sich, war ich heute eigentlich ich? Ich – dieses kleine Wort klingt in Ihren Ohren auf einmal so seltsam, dass Sie sich unwillkürlich in den Arm kneifen. Ich – wer ist das? Habe ich überhaupt so etwas wie ein wahres Selbst? Wüsste ich dann nicht zumindest jetzt, in der Stille des Abends, etwas Sinnvolles mit mir anzufangen?