Das Ideelle im Konkreten
Max Beckmann zählt zu den herausragenden Künstlern der Klassischen Moderne. Das Städel Museum zeigt seine Entwicklung zum Maler, der seinen Stil als „transzendente Sachlichkeit“ verstand.
Kriege ändern Menschen, Gesellschaften und das gemeinschaftliche Zusammenleben. In der Kunst kommt eine solche Transformation unmittelbar zum Ausdruck. Nach Kriegsende einfach dieselbe Kunst zu machen wie vor dem Krieg, als wäre nichts geschehen, ist undenkbar. Zu tief sitzen Ängste und Schrecken. Welchen Einfluss ein Krieg auf das Schaffen eines Künstlers haben kann, zeigt sich exemplarisch an dem Werk von Max Beckmann. Hat der 1884 in Leipzig geborene Maler seine Kunst noch vor dem Ersten Weltkrieg als neokonservatives, an der räumlichen Figürlichkeit festhaltendes Gegenmodell zu der aufkommenden Abstraktion eines Henri Matisse, Pablo Picasso und Wassily Kandinsky etablieren wollen, entwickelte sich Beckmann in den 1920er-Jahren zu einem der führenden Vertreter der Neuen Sachlichkeit, die zwar immer noch auf das Figurative setzte, jedoch in einer stark abstrahierten Weise.
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