Jung. Christlich. Reaktionär?
Unter jungen Menschen in Deutschland und Europa scheint der christliche Glaube im Trend zu liegen. Bei einigen verbindet sich die Religion mit kulturkonservativen Vorstellungen weiblicher Keuschheit und teilweise auch mit rechtsextremistischem Denken. Eine Spurensuche nach den vielfältigen Gründen der neuen Religionsbegeisterung.
Das Leben in den 20ern unseres Jahrhunderts stellt eine Dauerüberforderung dar. Vielfach ineinander verschachtelte Krisen der Wirtschaft, des Klimas, der Demokratie sowie Kriege und ein geopolitisches Beben, das der Zukunft als kollektivem Vorstellungsraum eine zunehmend düstere Färbung verleiht, lassen Menschen nach geistigen Ankerplätzen suchen.
Die Märkte eindeutiger Sinn- und Verortungsangebote werden dabei nicht zuletzt von jüngeren Menschen, den Mitgliedern der sogenannten Generation Z, in zunehmend höherer Zahl frequentiert. Während ein Teil der westlichen Jugend, in Kufijas gewandet, den Antizionismus als erbauliche Ersatzreligion für sich entdeckt hat, erleben auch die klassischen Glaubenssysteme, und nicht zuletzt das Christentum, ein sichtbares Revival. Die Religion ist auch „der Seufzer der bedrängten Kreatur“, wie Karl Marx ehedem konstatierte.
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