Die Kunst, immer recht zu behalten

Kniff Nr. 42: Wechseln Sie das Thema!

Nicolas Tenaillon veröffentlicht am 2 min

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Weitere Artikel

Artikel
7 min

Familie - Zuflucht oder Zumutung?

Wolfram Eilenberger

Der Herd ist noch an. Es fehlen einige Gabeln sowie Tante Barbara, die wieder „im Stau“ steckt. Egal. Anfangen, „bevor das Essen kalt wird“, mahnt meine Mutter wie jedes Jahr. Vor allem aber: „Langsam essen!“ Vater hat derweil schon den zweiten Bissen im Mund. Der Neffe spielt unter der Tischplatte auf seinem Smartphone. Meine Schwester versetzt ihm dezent einen Tritt. Der Schwager zischt: „Lass ihn doch einfach!“ Dass die Flüchtlingskrise als Thema tabu ist, hatten wir im Vorfeld per Rundmail zwar ausdrücklich vereinbart, aber was interessiert das schon Onkel Ernst? Denn erstens hat er kein Internet und zweitens kein anderes Thema. Ein verzweifelter Blick auf die Uhr. Und zur Gattin. Noch 22 Stunden und 34 Minuten, bis der Zug zurück nach Hause fährt. Durchhalten. Frieden wahren. Schließlich ist heute Weihnachten. Und das hier meine Familie.


Gespräch
7 min

Mord an Samuel Paty: Wie weiter?

Philomag Redaktion

Der schreckliche Mord an dem Geschichts- und Geografielehrer Samuel Paty beschäftigt das Lehrpersonal Frankreichs auf ganz besondere Weise. Wir haben drei Philosophielehrer interviewt, um ein Stimmungsbild der Lage zu bekommen: Sehen sie sich in ihrer freien Meinungsäußerung beschnitten? Wie ist es um die Toleranz der Schüler untereinander bestellt? Auf welche Weise kann Religion im Unterricht thematisiert werden?

Mord an Samuel Paty: Wie weiter?

Gespräch
2 min

Andreas Reckwitz im Gespräch: Die Gesellschaft der Singularitäten

Dominik Erhard

In seinem neuen Podcast Andreas Reckwitz im Gespräch: Die Gesellschaft der Singularitäten erläutert der Soziologe im Dialog mit unserem Redakteur Dominik Erhard auf anschauliche Weise, warum in unserer Gegenwart das Besondere prämiert und das Allgemeine abgewertet wird. Heute erscheint die erste Folge, die eine Einführung ins Thema bietet.

Andreas Reckwitz im Gespräch: Folge 6 – Der Wandel der Sozialstruktur

Essay
8 min

Levi-Strauss und die Barbarei

Roger-Pol Droit

„Barbarei?“ Gewöhnlich assoziiert man den Begriff mit plündernden Horden in der europäischen Antike oder mit den Nazis. Gegenwärtig dringt er erneut in den öffentlichen Diskurs ein: Islamistische Terroristen werden als „Barbaren“, ihre Akte als „barbarisch“ bezeichnet, auch Aufrufe zu einem Krieg gegen die „Barbaren“ und ihre „Barbarei“ werden mitunter laut. Zu Recht? Die Frage verdient eine eingehende Betrachtung. In seinem kurzen Text „Rasse und Geschichte“ zeigte sich der Anthropologe Claude Lévi-Strauss bereits 1952 beunruhigt über ein Etikett, das reflexhaft dem angeheftet werde, was wir nicht verstehen. Er plädierte für kulturellen Relativismus und einen Verzicht auf den Begriff Barbarei. Ist dieser Relativismus noch immer angebracht?, fragt der Philosoph Roger-Pol Droit. Patrice Maniglier erinnert im Beiheft wiederum an die Fruchtbarkeit des Kulturrelativismus. Was hätte Lévi-Strauss heute gesagt? Das Thema ist heikel – also diskussionswürdig.

Levi-Strauss und die Barbarei

Impulse
4 min

Voll optimiert und stark erschöpft

Julia Werthmann

Bei vielen Menschen hat die Pandemie tiefe psychische Spuren hinterlassen. Umso notwendiger, dass das Thema Depression nun verstärkt in den Fokus rückt. Doch anstatt dieses zu individualisieren, sollten wir über seine politischen Dimensionen sprechen.

Voll optimiert und stark erschöpft

Impulse
2 min

Arbeit und Asyl

Dominik Erhard

Keiner von denen hat eine vernünftige Ausbildung!“ „Die kommen nur, um hier die Leistungen abzugreifen!“ „Die meisten Geflüchteten gehören zu den Spitzenleuten ihres Landes!“ Viel Halbwissen, Populismus und Beschönigung kursiert, wenn es um das Thema Arbeit und Migration geht.


Artikel
3 min

Suche nach Bestätigung

Philipp Hübl

Warum uns die selektive Wahrnehmung in die Irre führt – zum Beispiel beim Thema Migration

 


Artikel
4 min

Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite

Catherine Newmark

Die stoischen Ideale der Emotionskontrolle und des Rückzugs auf innere Tugend haben zu allen Zeiten Anklang gefunden, auch in weit, weit entfernten Galaxien. Ob die Jedi-Ritter im „Star Wars“-Universum Stoiker, Taoisten oder gar Samurai sind, ist ein in der Forschung heiß umstrittenes Thema. Doch es gibt einiges, was für die stoische Seite der Jedi spricht

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