Entscheiden

Kopf oder Bauch?

Nils Markwardt veröffentlicht am 5 min

Seit jeher haben Menschen Entscheidungsprobleme. 

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Wie treffe ich eine gute Entscheidung?

Nils Markwardt

Seit jeher haben Menschen Entscheidungsprobleme. Was sich bereits daran zeigt, dass eine der wichtigsten Institutionen der Antike eine Art göttliche Beratungsagentur darstellte. Sagenumwobene Orakel, deren meistfrequentierte Filiale sich in Delphi befand und dort mit dem Slogan „Erkenne dich selbst“ um weisungswillige Griechen warb, stillten nicht nur religiöse, sondern auch politische, militärische und lebenstherapeutische Informationsbedürfnisse. In wirtschaftlicher Hinsicht funktionierten Orakel gar wie moderne Consulting-Buden. Wer genug Drachmen hatte, konnte eine ausführliche Interpretation der Weissagungen durch die prophetische Priesterin Pythia erhalten, während weniger Begüterte lediglich Ja- oder Nein-Fragen stellen durften.


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Gibt es einen guten Tod?

Svenja Flasspoehler

Es ist stockdunkel und absolut still. Ich liege auf dem Rücken, meine gefalteten Hände ruhen auf meinem Bauch. Wie zum Beweis, dass ich noch lebe, bewege ich den kleinen Finger, hebe ein Knie, zwinkere mit den Augen. Und doch werde ich, daran besteht nicht der geringste Zweifel, eines Tages sterben und wahrscheinlich genauso, wie ich jetzt daliege, in einem Sarg ruhen … So oder so ähnlich war das damals, als ich ungefähr zehn Jahre alt war und mir vor dem Einschlafen mit einem Kribbeln in der Magengegend vorzustellen versuchte, tot zu sein. Heute, drei Jahrzehnte später, ist der Gedanke an das Ende für mich weitaus dringlicher. Ich bin 40 Jahre alt, ungefähr die Hälfte meines Lebens ist vorbei. In diesem Jahr starben zwei Menschen aus meinem nahen Umfeld, die kaum älter waren als ich. Wie aber soll ich mit dem Faktum der Endlichkeit umgehen? Wie existieren, wenn alles auf den Tod hinausläuft und wir nicht wissen können, wann er uns ereilt? Ist eine Versöhnung mit dem unausweichlichen Ende überhaupt möglich – und wenn ja, auf welche Weise?

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Warum verlieben wir uns?

Joseph Möller und Laurence Devillairs

Schmetterlinge im Bauch, alles erscheint rosarot, die Umgebung gerät in Vergessenheit. Kurzum: Man ist verliebt. Aber wie kann man den Zustand erklären, in den man da geraten ist? Vier Philosophen antworten auf Ihr Seufzen.

 

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Sammler oder Gammler ?

Robert Werner Wollschlaeger

Die Denker des Abendlandes sind seit jeher gespalten, ob eine fokussierte oder zerstreute Existenz uns Menschen eher entspricht. Eine Zusammenschau der wichtigsten Positionen

 


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Rache ohne Reue?

Alexandre Lacroix

Seit 23 Jahren sitzt Giuseppe Grassonelli als Kopf eines Rachefeldzugs gegen die Cosa Nostra hinter Gittern. Da er eine Kronzeugenregel ablehnte, wird der mehrfache Mörder das Gefängnis nie wieder verlassen. Im Verlauf der Haft entdeckte der Sizilianer die Philosophie für sich, begann ein Studium, schloss es mit Auszeichnung ab. Wir haben Grassonelli, der lange Jahre in Hamburg lebte, im Gefängnis getroffen: Wie denkt er heute über seine Vergangenheit? Treffen mit einem Menschen, dem der Dialog mit Hegel und Nietzsche wichtiger wurde als alles andere


Gespräch
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Valentin Groebner: „Was hat Tourismus mit gutem Leben zu tun?“

Nils Markwardt

Trotz Pandemie fahren Millionen Menschen gerade in den Sommerurlaub. Der Historiker Valentin Groebner erklärt im Interview, warum wir in den Ferien einer Ego-Fiktion folgen, dass Reisen seit jeher auf ökonomischen Differenzen beruht und unser Bedürfnis nach Selfies gar nicht so neu ist.

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Macron und wie er die Welt sieht

Michel Eltchaninoff

Er ist die neue Lichtgestalt der französischen Politik. Nur wofür Emmanuel Macron konkret steht, ist nach wie vor unklar: Pragmatist oder Idealist? Liberaler oder Arbeiterfreund? Wie große Philosophen ihn wohl eingeschätzt hätten? Um dem Phänomen Macron näherzukommen, haben wir uns in die Köpfe von drei politischen Denkern begeben.