Fundstück

Stoa for Future

Lucius Annaeus Seneca veröffentlicht am 2 min

Verlieren Umweltaktivisten ihre Glaubwürdigkeit, wenn sie sich hin und wieder umweltschädlich verhalten? Schon Seneca wusste, dass man kein Engel sein muss, um Gutes zu tun.

Philosophie Magazin +

 

Testen Sie Philosophie Magazin +
mit einem Digitalabo 4 Wochen kostenlos
oder geben Sie Ihre Abonummer ein


- Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte
- Jederzeit kündbar
- Einfache Registrierung per E-Mail
- Im Printabo inklusive

Hier registrieren


Sie sind bereits registriert?
Hier anmelden

Anzeige

Weitere Artikel

Artikel
12 min

Der Lehrer des Despoten

Océane Gustave

Seneca war ein lebendes Paradox: Einerseits strebte er als Senator nach Ehre und lebte in Prunk, andererseits rief er als Stoiker dazu auf, sich von materiellen Gütern freizumachen. Auch seine Aufgabe als Erzieher Neros stellte ihn wohl nicht selten vor moralische Konflikte: Er sieht den jungen Herrscher zu einem blutrünstigen Despoten heranwachsen, der schließlich seinen eigenen Lehrer zum Tode verurteilen wird. Und doch wurde Seneca aufgrund seines Werkes von Diderot als „Erzieher der Menschheit“ bezeichnet

Der Lehrer des Despoten

Artikel
6 min

Das vermeintlich Gute, das Böses schafft

Nils Markwardt

Was, wenn sich das Böse gar nicht immer selbst als Böses versteht, sondern oft selbst sogar als Gutes missversteht? Gerade bösester politischer Fanatismus hält sich gern für die Rettung der Menschheit. Umgekehrt beruht unser Wirtschaftsliberalismus auf der im 18. Jahrhundert entwickelten Idee, dass durch die entfesselte Konkurrenz im freien Markt aus lauter individuell schlechten Absichten ein gesamthaftes Gutes macht.

Das vermeintlich Gute, das Böses schafft

Artikel
7 min

Die sichtbare Hand des Marktes

Nils Markwardt

Es war keine utopische Spukgeschichte: Als Karl Marx und Friedrich Engels in ihrem 1848 erschienenen Manifest jenes „Gespenst des Kommunismus“ beschworen, das Kapitalisten in Enteignungsangst versetzen sollte, war das für sie vielmehr eine realistische Zukunftsprognose. Denn Marx und Engels legten großen Wert darauf, dass es sich im Kontrast zu ihren frühsozialistischen Vorläufern hier nicht um politische Fantasterei, sondern eine geschichtsphilosophisch gut abgesicherte Diagnose handle: Der Weltgeist sieht rot.

Die sichtbare Hand des Marktes

Artikel
4 min

Stoa für Manager

Helena Schäfer

Das Geschäftsmodell der Stoa-Ratgeber ist so simpel wie genial. Lebenstipps werden auf die griechisch-römische Antike zurückgeführt, und sogleich zeigt sich: Mit stoischer Philosophie kann man sich selbst therapieren, den Alltag gestalten, meditieren und lästige Emotionen loswerden. Vor allem aber kann man damit sehr viel Geld verdienen. Drei der erfolgreichsten Autoren auf diesem Gebiet sind Ryan Holiday, Donald Robertson und William B. Irvine

Stoa für Manager

Essay
13 min

Gutes Essen, gutes Leben?

Wolfram Eilenberger

Haben wir das Gefühl für gute Nahrung verloren? Oder ist die Idee einer genussvollen Ursprünglichkeit nur ideologischer Schein? Die Köchin Sarah Wiener und der Philosoph Harald Lemke im Streitgespräch über platonisches Fast-Food, verbissene Veganer und das alltägliche Wagnis, vom Baum der Erkenntnis zu naschen


Gespräch
14 min

Besser Gutes tun – aber wie?

Martin Legros

Sie sind zwei der einflussreichsten Philosophen der Gegenwart: Michael Sandel, dessen Vorlesungen über Gerechtigkeit weltberühmt sind, begründet die Moral auf einem Fundament von Werten, die sich der Logik des Marktes entziehen. Peter Singer wiederum ist ein großer Verfechter des Utilitarismus, der das Gemeinwohl durch Kalkül zu maximieren sucht. Im Dialog stellen beide Denker zwei diametral entgegengesetzte Konzeptionen des guten Lebens vor.

Besser Gutes tun – aber wie?

Gespräch
9 min

Roger Berkowitz: „Dieser Wahlkampf zeugte vom Ende einer ‚gemeinsamen Welt‘“

Martin Legros

Auch wenn es so aussieht, dass Joe Biden die US-Wahlen für sich entscheiden kann, wirft Donald Trumps überraschend gutes Abschneiden viele Fragen auf. Der Philosoph Roger Berkowitz, Direktor des Hannah-Arendt-Zentrums am Bard College in New York, erklärt im Gespräch, weshalb der amtierende Präsident der schrecklichste der amerikanischen Geschichte ist, er nach wie vor so viele Menschen überzeugt und seine Amtszeit im Rückblick dennoch ein Glücksfall für die USA sein wird.  

Roger Berkowitz: „Dieser Wahlkampf zeugte vom Ende einer ‚gemeinsamen Welt‘“

Artikel
6 min

Epikur - Lust aufs Leben

Marion Rousset

Er wurde von seinen Zeitgenossen als Vielfraß und Sittenstrolch verleumdet. Der griechische Philosoph Epikur (341–270 v. Chr.) stellte den menschlichen Leib ins Zentrum seines Denkens und formulierte ausgehend von dessen zentralen Bedürfnissen eine Philosophie des guten Lebens. Gefangen zwischen Lust und Schmerz, endlicher Existenz und unendlichem Streben, sucht der Mensch sein Lebensglück. Anders als für seine philosophischen Gegenspieler der Stoa, findet Epikur das Glück in einer offenen Anerkennung der eigenen Bedürfnisse und Triebe. Fern eines oberflächlichen Luststrebens weist Epikur damit den Weg zu einer sorgsamen Pflege des Selbst, die auch direkt körperliche und sinnliche Aspekte unserer Existenz miteinschließt. Eine philosophische Provokation, die bis heute kaum etwas von ihrer Sprengkraft eingebüßt hat