Den Tag meistern
Die meisten Philosophinnen und Philosophen sind keine Stimmungskanonen. Und dennoch haben einige von ihnen Mittel gefunden, um guten Mutes durch schwierige Tage zu kommen. Seneca, Nietzsche und Germaine de Staël begleiten Sie vom Aufstehen bis zum Einschlafen.
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Gibt es einen guten Tod?
Es ist stockdunkel und absolut still. Ich liege auf dem Rücken, meine gefalteten Hände ruhen auf meinem Bauch. Wie zum Beweis, dass ich noch lebe, bewege ich den kleinen Finger, hebe ein Knie, zwinkere mit den Augen. Und doch werde ich, daran besteht nicht der geringste Zweifel, eines Tages sterben und wahrscheinlich genauso, wie ich jetzt daliege, in einem Sarg ruhen … So oder so ähnlich war das damals, als ich ungefähr zehn Jahre alt war und mir vor dem Einschlafen mit einem Kribbeln in der Magengegend vorzustellen versuchte, tot zu sein. Heute, drei Jahrzehnte später, ist der Gedanke an das Ende für mich weitaus dringlicher. Ich bin 40 Jahre alt, ungefähr die Hälfte meines Lebens ist vorbei. In diesem Jahr starben zwei Menschen aus meinem nahen Umfeld, die kaum älter waren als ich. Wie aber soll ich mit dem Faktum der Endlichkeit umgehen? Wie existieren, wenn alles auf den Tod hinausläuft und wir nicht wissen können, wann er uns ereilt? Ist eine Versöhnung mit dem unausweichlichen Ende überhaupt möglich – und wenn ja, auf welche Weise?
Gibt es einen guten Tod?
Kein Mensch entgeht dieser Frage. Für die meisten bleibt sie mit Angst behaftet. In den aktuellen Debatten zur Sterbehilfe wird über den guten Tod vor allem im Sinne des guten Sterbens und damit reiner Machbarkeitserwägungen verhandelt. Wo liegen unvertretbare Leidensgrenzen? Hat der Mensch das Recht, selbst über sein Ende zu bestimmen? Gibt es den wahrhaft frei gewählten Suizid überhaupt? Im Zuge dieser Konzentration auf das Sterben geraten die lebensleitenden Fragen aus dem Blick. Wie gehen wir mit der eigenen Endlichkeit und der unserer Nächsten um? Können wir uns mit dem Tod versöhnen? Wie sieht eine menschliche Existenz aus, die ihr Ende stets verdrängt? Oder ist das bewusste Vorauslaufen in den Tod – wie es beispielsweise Sokrates oder Heidegger behaupten – nicht gerade der Schlüssel zu einem gelungenen Dasein? Mit Beiträgen unter anderem von Svenja Flaßpöhler, Reinhard Merkel, Philippe Forest, Thomas Macho und David Wagner
Linke Selbstzerstörung
Die Linke droht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Hat sie sich zu sehr auf das urbane Milieu konzentriert und die Abgehängten vernachlässigt? Ein Kommentar von Bernd Stegemann, der vor fünf Jahren zusammen mit Sahra Wagenknecht die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ gründete.
Die Mütter der Philosophen
Ödipuskomplex, Bewunderung, verwehrte Zuneigung. Welche Beziehung haben Philosophinnen und Philosophen zu ihren Müttern? Wie Denkerinnen und Denker über die Frauen schreiben, die sie zur Welt gebracht haben, lässt einige Rückschlüsse auf ihre Werke zu.
Rezepte zum Einschlafen
Was tun, wenn die ersehnte Nachtruhe partout nicht eintreten mag? Drei Methoden zum Eindämmern von Pythagoras, Emmanuel Lévinas und Emil M. Cioran.
Herkunft handhaben – aber wie?
Vom Geschlecht bis zur Religion: Wir kommen geprägt zur Welt. Wie man mit diesem Faktum am besten umgeht, dazu geben Philosophen und Philosophinnen verschiedenste Antworten. Vier Strategien zur Selbstfindung – von traditionsbewusst bis aufmüpfig.
Smudo - Der Gemütliche
Smudo, mit bürgerlichem Namen Michael Bernd Schmidt, wurde als Jugendlicher Schmuddel genannt. Früh aufstehen, sich waschen: nicht Smudos Ding. Erfolgreich ist er trotzdem. Mit seiner Band „Die Fantastischen Vier“, die ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiert, ist der Texter und Rapper gerade auf Deutschlandtournee. Das neue Album heißt „Rekord“ – fragt sich nur, worin?
Der Preis der Ruhe – Ein Selbstversuch
Das Vertrackte am Einschlafen: Je mehr man es will, desto weniger gelingt es. Aber vielleicht gibt es ja doch einfache Lösungen für die durchwachten Nächte? Tilman Rammstedt testet drei Produkte, die endlich Ruhe versprechen.