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Bild: © Tim Sonntag für Philosophie Magazin

Bücher

Den Frosch zum Springen bringen

Ronald Düker veröffentlicht am 27 Februar 2026 4 min

Klimaschutz und Katastrophenbewusstsein: Fünf Philosophen, ein Soziologe und eine Aktivistin untersuchen, was uns am Handeln hindert – und wie wir die Lage ändern können.

 

Zu den Katastrophen unserer vielfach katastrophalen Gegenwart gehört die Schwerfälligkeit, mit der sie realisiert und eingeordnet werden. Als größtes Menschheitsrisiko führt der Global Risk Report in seiner aktuellen Bedrohungshitparade die geoökonomische Konfrontation, sprich: Donald Trumps Zollpolitik, während Kriege mit globalen Auswirkungen auf dem zweiten Platz und erst dahinter Extremwetterereignisse rangieren. Das Aufmerksamkeitsdefizit gegenüber der Klimakatastrophe ist gewaltig: Auch naturwissenschaftlich längst erwiesene Tatsachen haben noch nicht zu einem Bewusstsein geführt, das auf entschiedenes Umsteuern drängt. Unsere Antriebslosigkeit erinnert dabei an das viel zitierte Boiling Frog Syndrom. Der Frosch, der ins kalte, aber allmählich aufheizende Wasser gesetzt wurde, springt nicht hinaus, solange er es noch könnte. Er bleibt sitzen und stirbt.

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Gespräch
12 min

Der Protest und das gute Leben

Svenja Flaßpöhler 11 Mai 2023

Die Klimaprotestbewegung „Letzte Generation“ ist umstritten. Was für ein Nein zeigt sich in der Form ihres Widerstands? Wie sähe eine zukünftige Lebensform aus, die bejahenswert wäre? In welchem Verhältnis steht die klimabewegte Jugend zum Glück, zu Vorstellungen eines gelingenden Lebens? Und wie verändert sich das Nein im Alter? Ein Gespräch zwischen der Aktivistin Aimée van Baalen und dem Philosophen Dieter Thomä.

Der Protest und das gute Leben

Impulse
5 min

Endlich am Ende?

Dieter Thomä 19 Februar 2025

Die Vorsilben „Neo-“ und „Spät-“ springen ins Feld, wenn Begriffe dem Abdanken nahe kommen. „Neo-"will nicht ganz Abschied nehmen und versucht sich auf eine Revitalisierung des Alten und „Spät-“ zögert das unweigerliche Ende ins Unendliche aus, erläutert Dieter Thomä.

Endlich am Ende?

Gespräch
21 min

Briefe aus dem Gefängnis - Wie lässt sich der Kapitalismus besiegen?

Michel Eltchaninoff 01 Januar 2014

Als Nadja Tolokonnikova, inhaftiertes Mitglied der russischen Künstlergruppe Pussy Riot, zu erkennen gab, wie sehr sie den Philosophen Slavoj Žižek bewundert, regten wir einen Briefaustausch zwischen den beiden an. Die junge Aktivistin widerspricht darin den Analysen des neokommunistischen Theoriepapstes energisch und entwirft ein neues Bild vom revolutionären Kampf gegen das System


Artikel
14 min

Wie schaffen wir das?

01 Februar 2016

Eine Million Flüchtlinge warten derzeit in erzwungener Passivität auf ihre Verfahren, auf ein Weiter, auf eine Zukunft. Die Tristheit und Unübersichtlichkeit dieser Situation lässt uns in defensiver Manier von einer „Flüchtlingskrise“ sprechen. Der Begriff der Krise, aus dem Griechischen stammend, bezeichnet den Höhepunkt einer gefährlichen Lage mit offenem Ausgang – und so steckt in ihm auch die Möglichkeit zur positiven Wendung. Sind die größtenteils jungen Menschen, die hier ein neues Leben beginnen, nicht in der Tat auch ein Glücksfall für unsere hilf los überalterte Gesellschaft? Anstatt weiter angstvoll zu fragen, ob wir es schaffen, könnte es in einer zukunftszugewandten Debatte vielmehr darum gehen, wie wir es schaffen. Was ist der Schlüssel für gelungene Integration: die Sprache, die Arbeit, ein neues Zuhause? Wie können wir die Menschen, die zu uns gekommen sind, einbinden in die Gestaltung unseres Zusammenlebens? In welcher Weise werden wir uns gegenseitig ändern, formen, inspirieren? Was müssen wir, was die Aufgenommenen leisten? Wie lässt sich Neid auf jene verhindern, die unsere Hilfe derzeit noch brauchen? Und wo liegen die Grenzen der Toleranz? Mit Impulsen von Rupert Neudeck, Rainer Forst, Souleymane Bachir Diagne, Susan Neiman, Robert Pfaller, Lamya Kaddor, Harald Welzer, Claus Leggewie und Fritz Breithaupt.

 


Artikel
3 min

Fünf Bücher, fünf Thesen

Philomag Redaktion 04 Januar 2024

Bücher sind selbstverständlich mehr als ihre Hauptthese. Und dennoch kann es sinnvoll sein, diese zu kennen, um besser entscheiden zu können, ob die Lektüre lohnt. Hier fünf Thesen aktueller Werke.

Fünf Bücher, fünf Thesen

Gespräch
3 min

Marie-Luisa Frick: „Man sollte Selbstdenken nicht undifferenziert heroisieren“

Svenja Flasspoehler 16 November 2020

Corona und Terror rufen die Ideale der Aufklärung wieder auf den Plan und stellen die Demokratie gleichzeitig hart auf die Probe. Die Philosophin Marie-Luisa Frick, deren Buch Mutig denken (Reclam) gerade erschienen ist, erklärt vor diesem Hintergrund, was wir heute noch von den Aufklärern lernen können.
 

Marie-Luisa Frick: „Man sollte Selbstdenken nicht undifferenziert heroisieren“

Artikel
5 min

Verzeihen - Gibt es einen Neuanfang?

Svenja Flasspoehler 01 Januar 2019

Wo Menschen handeln, entsteht Schuld. Und manchmal wiegt sie so schwer, dass kein Heil mehr möglich scheint. Was, wenn eine Schuld nie beglichen werden kann? Wie sich befreien aus der Fixierung auf etwas, das sich nicht mehr ändern lässt? Wer sich diese Fragen stellt, ist bereits in jenen Möglichkeitsraum eingetreten, den die Philosophie eröffnet. Das Verzeihen ist der Weg, das Gewesene zu verwandeln und neu zu beginnen: Darin waren sich Denkerinnen und Denker wie Friedrich Nietzsche, Hannah Arendt und Paul Ricœur einig. Aber wie wäre er zu beschreiten, dieser Weg? Wo liegt die Grenze des Verzeihbaren? Und was wird aus dem berechtigten Ruf nach Gerechtigkeit? Ein Dossier mit Impulsen für die Zurückgewinnung der Zukunft.


Bücher
3 min

Meine Freiheit: ja! Deine Freiheit: nein!

Ronald Düker 05 Januar 2023

Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey untersuchen das Milieu der Querdenker: Ihre Studie Gekränkte Freiheit zeigt, wie sich ein Gemisch aus Wut und Egoismus zum „libertären Autoritarismus“ verdichtet.

Meine Freiheit: ja! Deine Freiheit: nein!

Artikel aus Heft Nr. 87 April/ Mai Vorschau
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April/ Mai Nr. 87
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