Mit Kant an der SB-Kasse
Wenn unser Autor an der SB-Kasse steht, dann beäugt ihn nicht nur der Security-Beamte kritisch, sondern auch Kant. Doch ist dieser überhaupt der richtige Ansprechpartner, wenn es um die moralische Frage geht, ob man auch mal was ohne zu scannen rüberziehen darf?
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Jens Timmermann: „Wir sind alle nicht so gut, wie wir sein sollten“
Im Zentrum der Kritik der praktischen Vernunft steht die Freiheit. Unter dieser verstand Kant jedoch etwas anderes als wir heute: Nicht wenn wir unseren Wünschen folgen, sind wir frei, sondern wenn wir dem moralischen Gesetz gehorchen. Jens Timmermann erklärt, warum wir Kant zufolge alle das Gute erkennen, doch nur selten danach handeln.
Otfried Höffe: „Ich darf hoffen, wenn ich tue, was ich soll“
Der Philosoph Otfried Höffe wurde am 12. September 1923 80 Jahre alt. Wir gratulieren herzlich und veröffentlichen ein Gespräch aus unserem Archiv, in dem der renommierte Ethiker, Kant- und Aristoteles-Experte erklärt, was Kant genau meinte, als er fragte: „Was darf ich hoffen?“
Die Paradoxien der Staatsgewalt
Eine neue Studie zur Polizeiarbeit in Deutschland legt offen, dass Gewalt von Beamten nicht nur weit häufiger ausgeübt wird als offiziell bekannt, sondern auch nur selten aufgearbeitet wird. Nach Walter Benjamin ist die Grenzüberschreitung kein Unfall, sondern liegt im Wesen der Polizei.
Die Wurst als Weltformel
Nachdem VW jüngst eine Kantine auf vegetarische Gerichte umstellte, schaltete sich selbst Ex-Kanzler Schröder mit einem Plädoyer für die Currywurst ein. Der Philosoph Harald Lemke erklärt, warum sich an der Wurst so oft moralische Fragen entzünden und weshalb wir einen gastroethischen Hedonismus brauchen.
Kant und der Rassismus
Immanuel Kant gilt als der bedeutendste Philosoph der deutschsprachigen Aufklärung. Manche halten ihn gar für den größten Denker überhaupt. Vor einiger Zeit wurden Vorwürfe laut: Kant soll Rassist gewesen sein. Stimmt das?
Die neue Sonderausgabe: Kant
2024 jährt sich der Geburtstag Immanuel Kants zum 300. Mal. Zeit, sich das Werk des großen Philosophen aus Königsberg zu vergegenwärtigen. Die Sonderausgabe des Philosophie Magazins bietet eine anschauliche Einführung entlang der kantischen Fragen „Was kann ich wissen?“, „Was soll ich tun?“, „Was darf ich hoffen?“, die gemeinsam erklären, was Menschsein bedeutet.
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Augenblick, verweile
Die Zeit anhalten. Den Augenblick genießen. Aufgehen in voller Gegenwärtigkeit. Das Glück im Jetzt, es scheint so leicht – und bildet doch den größten Sehnsuchtspunkt des Menschen. „Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, dann will ich gern zugrunde gehn!“ So lautet die Wette, die der unglückliche Faust in Goethes gleichnamigem Drama mit dem Teufel Mephisto abschließt. Faust, einsam und gefangen in seiner Strebsamkeit, kann sich nicht fallen lassen in die Zeitlosigkeit der Lust. Und so verspricht der Wissenschaftler dem Teufel seine Seele, wenn es diesem gelingt, ihn aus seinem verbissenen Sein zu befreien, das stets genau weiß, wohin es will, und darüber sein Leben, genauer: die Liebe verpasst.
Steffen Mau: „Auch in den oberen Schichten gibt es hohe Affektivität“
Der These einer polarisierten Gesellschaft steht der Soziologe Steffen Mau kritisch gegenüber. Wie aber ist der rasante Aufstieg der AfD dann zu erklären? Und wie der Spalt, der sich seit dem 7. Oktober auch durch die akademische Welt zieht? Ein Gespräch über „Triggerpunkte“.