Transzendental

Dieser Ausdruck wird insbesondere in der Scholastik verwendet, um Grundbegriffe zu bezeichnen, die die Kategorien (Seinweise wie Qualität, Quantiät,..) überschreiten und so allgemeingültig sind, dass sie ineinander überführt werden können (wie: „das Sein ist wahr“ in „das Wahre ist“). Das Eine, das Wahre, das Sein…sind solche Transzendentalien. Aber es ist Kant, der am häufigsten von diesem Begriff Gebrauch macht. Das Transzendentale ist hier das Gegenstück zum Empirischen und bezeichnet die Bedingung der Erfahrung, im Gegensatz zu ihrem Inhalt. Jede Untersuchung, die die notwendige Beziehung des Subjekts zu seiner möglichen Erfahrung der Welt zum Gegenstand hat, ist transzendental. Der Begriff darf aber nicht verwechselt werden mit dem des Transzendenten, weil er sich nur auf die Erfahrung bezieht. Husserl qualifiziert das „Ich“ als transzendental insofern, als für ihn das Bewusstsein die letzte Quelle aller Erkenntnis ist.