Resonanzen

Der Diesel in uns

Philipp Felsch veröffentlicht am 2 min

Die Panik, die die drohenden Diesel-Fahrverbote vielerorts auslösen, zeigt eines deutlich: Mehr als wir denken hat das Auto mit unserem Selbstverständnis als moderne Individuen zu tun

 

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Weitere Artikel

Impulse
4 min

Höhenfieber

Octave Larmagnac-Matheron

Obschon Skiresorts wie Ischgl im März zu Corona-Hotspots wurden, soll die Wintersportsaison in Österreich und anderen Ländern bald wieder losgehen. Dass trotz angespannter Infektionslage vielerorts so hartnäckig am Schneespaß festgehalten wird, mag nicht nur ökonomische, sondern auch symbolische Gründe haben. Schon 1970 verbuchte der Philosoph Jean Baudrillard Skiorte nämlich als Inbegriff der Konsumgesellschaft.   

Höhenfieber

Artikel
2 min

John Lockes „Dieselbigkeit“

Theresa Schouwink

„Dieselbigkeit“ einer Person besteht so weit, wie ihr Bewusstsein sich erstreckt, behauptet John Locke.
Was das heißen soll? Wir helfen weiter!


Essay
8 min

Simone Weil und die Verwurzelung

Jacques Julliard

Hat nicht nur der Körper, sondern auch die Seele Bedürfnisse? Für die französische Philosophin Simone Weil, die bereits im Alter von 34 Jahren verstarb, stand dies außer Zweifel. Am Ende ihres kurzen Lebens, 1943, entfaltete sie die „Verwurzelung“ als Fundamentalbedürfnis der Seele: Wurzeln sind existenziell für den Menschen. Nur als verwurzelter kann er seine Identität innerhalb gesellschaftlicher, kultureller oder beruflicher Milieus ausbilden. Der Weil-Experte Jacques Julliard zeigt, dass „Verwurzelung“ keineswegs konservativ ist oder gar mit einem Blut-und-Boden-Denken verbunden wäre, sondern die Individuen verankert und von äußerer Herrschaft emanzipiert. 

Simone Weil und die Verwurzelung

Artikel
8 min

Diderot und die Freiheit

Raphael Enthoven

Er war eine der größten Stimmen der französischen Aufklärung. Mehr noch als seine berühmten Kollegen Rousseau und Voltaire war Denis Diderot ein extrem unbequemer, aber auch tiefschürfender und aufgeschlossener Philosoph – und nicht zuletzt der führende Kopf hinter dem Großprojekt der „Enzyklopädie“. Ein Wort ist ihm auf den Leib geschrieben: Freiheit. Freiheit im Leben, Denken und im Handeln. Raphaël Enthoven eröffnet uns alle Facetten von Diderots Philosophie und zeigt, dass für Diderot die Freiheit nicht darin besteht, das zu tun, was man will, sondern zu erkennen, was uns determiniert, und es zuzulassen. Im Beiheft stellt Dominique Lecourt das großartige Werk „Jakob und sein Herr“ vor, in dem über eine ewige Frage nachgedacht und auch gelacht wird: Ist die Welt unserem Willen unterworfen oder hat sie eine unveränderliche Ordnung? Diderot, das ist die fröhliche Wissenschaft in Person.


Artikel
2 min

Der innere Feind

Theresa Schouwink

Hasskommentare sind ein bekanntes Problem in sozialen Netzwerken. Doch mitunter zeigt sich: Adressat und Absender sind dieselbe Person. Was würde Freud dazu sagen?


Gespräch
13 min

Umberto Eco im Gespräch: "Die Sprache ist eine permanente Revolution"

Martin Legros

Seiner Herkunft nach Philosoph, wurde Umberto Eco als Romanautor und kosmopolitischer Essayist zu einer intellektuellen Legende. Die Leichtigkeit, mit der er alle Themen angeht, zeigt, dass Denken eine lustvolle Tätigkeit ist.

Umberto Eco war eine geheimnisumwitterte Figur. Wie ist aus diesem Kind einer einfachen Familie im Piemont der kosmopolitische Intellektuelle geworden, der er war? Als Enkel eines Druckers und Sohn eines Buchhalters verbrachte Eco den Krieg mit seiner Mutter in den Bergen, wo sich der Salesianerorden Don Bosco seiner annahm und in ihm die Liebe zu der Philosophie des heiligen Thomas von Aquin wachrief. Wie ist aus dem Autor zweier erfolgreicher Mittelalterkrimis und ein paar ironischer Essays über den Zeitgeist ein Gelehrter geworden, der sich wie ein Magier von Peking über São Paulo nach Paris durch die Welt bewegte, um seine intelligente und vergnügte Meinung über den Triumphzug der Simulakren zum Besten zu geben, über den Niedergang des Buches, über Verschwörungstheorien – oder über Charlie Brown als „Moment des universellen Bewusstseins“? Um dieses Geheimnis zu lüften, haben wir uns mit ihm im Louvre getroffen, wo er 2012 auf Initiative des Instituts Transcultura eine Kommission von Künstlern, Architekten und Intellektuellen aus Europa und China versammelt hatte. Das Ziel? Die Einübung einer Art intellektueller Gymnastik, die seiner Meinung nach nötig ist, wenn es gelingen soll, in der großen Konfrontation zwischen den Kulturen, die sich vor unseren Augen abspielt, Orientierung zu finden. Das, was er „geistige Vielsprachigkeit“ nennt oder die Fähigkeit, nicht nur eine einzige Sprache zu sprechen, sondern die feinen und entscheidenden Unterschiede zwischen den Kulturen auszumessen.

Umberto Eco im Gespräch: "Die Sprache ist eine permanente Revolution"


Artikel
1 min

Katastrophischer Schock

Trotz der Wucht von Corona und Terroranschlägen leben Menschen erstaunlich gelassen weiter. Schon 1951 beschrieb Theodor W. Adorno, dass Katastrophen Apathie auslösen

Katastrophischer Schock