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Analyse

Die Lust an der Unterwerfung

Svenja Flasspoehler veröffentlicht am 12 min

„Fifty Shades of Shades of Grey“, die Geschichte einer sadomasochistischen Beziehung, wurde binnen kürzester Zeit zum Weltbestseller. Ab Februar ist die Verfilmung der Romantrilogie im Kino zu sehen. Welcher Logik folgt die Lust an der sexuellen Unterwerfung? Diese Frage hat Philosophen von Hegel bis zu Freud und Deleuze fasziniert – vor allem aber den Erfinder des Masochismus, Leopold von Sacher-Masoch. Eine Ideenreise ins dunkle Herz des Begehrens

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6 min

Es kam so überraschend wie verheerend.

Nils Markwardt

Das Coronavirus, das die Welt Anfang 2020 erfasste und in vielen Bereichen noch immer unseren Alltag bestimmt, erzeugte vor allem eines: ein globales Gefühl der Ungewissheit. Wurde das soziale Leben in kürzester Zeit still gestellt, Geschäfte, Kinos und Bars geschlossen und demokratische Grundrechte eingeschränkt, blieb zunächst unklar, wie lange dieser pandemische Ausnahmezustand andauern würde. Und selbst jetzt, da sich das Leben wieder einigermaßen normalisiert zu haben scheint, ist die Unsicherheit nach wie vor groß: Wird es womöglich doch noch eine zweite Infektionswelle geben? Wie stark werden die wirtschaftlichen Auswirkungen des Shutdowns sein? Entwickeln sich Gesellschaften nun solidarisch weiter oder vollziehen sie vielmehr autoritären Rollback? Ganz zu schweigen von den individuellen Ungewissheiten: Kann ich im Sommer in den Urlaub fahren? Werde ich im Herbst noch Arbeit haben? Hält die Beziehung der Belastung stand? Kurzum: Selten war unsere so planungsbedürftige Zivilisation mit so viel Ungewissheit konfrontiert wie derzeit.

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II Ermächtigen - Befreit die weibliche Lust!

Mithu M. Sanyal

Männer begehren, Frauen werden begehrt. Männer profitieren von Sex, für Frauen ist er eine Gefahr. Diese Logik ist alt und immer noch wirkmächtig. Höchste Zeit, dass wir sie ändern


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Bernard Stiegler: "Wenn man schreit, fängt 'es' an zu sprechen"

Philippe Nassif

Ob digitale Revolution, Krise des Kapitalismus oder die Struktur menschlichen Begehrens: Das Denken Bernard Stieglers ist den großen Fragen unserer Gegenwart verpflichtet. Den Weg zur Philosophie fand der Franzose im Gefängnis während einer langjährigen Haftstrafe


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Raus aus der Resignation

Svenja Flasspoehler

Es ist unsichtbar. Es ist winzig. Es verbreitet sich exponentiell. Binnen weniger Wochen hat das Coronavirus die ganze Welt lahmgelegt. Das öffentliche Leben: tot. Die Produktion: heruntergefahren auf absolute Systemrelevanz. Die Zukunft: radikal offen. Damit hat uns ein Szenario ereilt, das sich bis vor ein paar Monaten kaum jemand vorstellen konnte.

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Sotschi boykottieren?

Am 7. Februar werden im russischen Sotschi die XXII. Olympischen Winterspiele eröffnet. Die Spiele am Schwarzmeer stehen nicht nur wegen ihrer verheerenden Umweltbilanz stark in der Kritik. Auch der menschenverachtende Umgang der Regierung Putin mit Systemkritikern und sexuellen Minderheiten wirft die Frage nach einem Boykott auf

 


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Was genießen wir am Bösen?

Wolfram Eilenberger

Es fasziniert und verspricht höchste Lust. Doch nur wenige Menschen folgen der Anziehungskraft des Bösen bis zum Ende. Was unterscheidet den Normalbürger von einem Gewaltverbrecher? Joe Bausch, Gefängnisarzt und „Tatort“-Schauspieler, diskutiert mit dem Philosophen und Autor Rüdiger Safranski über Computerspiele, Hirnschäden und die grundmenschliche Freiheit, einfach Nein zu sagen


Impulse
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Logik braucht Ethik

Matthias Warkus

Im Zuge der Corona-Pandemie lassen sich viele Menschen nicht von Zahlen, Statistiken und wissenschaftlichen Fakten beeindrucken. Eine Erklärung dafür lieferte der Philosoph Charles S. Peirce bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Demnach setzt nämlich nicht die Ethik die Logik voraus, sondern es ist vielmehr umgekehrt: Logik benötigt ethische Aufrichtigkeit. 

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Pjotr Pawlenski: Das Theorem des Widerspenstigen

Michel Eltchaninoff

Um den putinschen Nationalismus anzuprangern, setzt Pjotr Pawlenski auf Provokation. Selbstverstümmelung und Brandstiftung gehören zu den Mitteln des jungen Aktionskünstlers, der die politischen Unterwerfungsmechanismen des Regimes bloßstellen will.