Die Maschine, die für uns fühlt
LLMs wie ChatGPT können nicht nur Informationen ausgeben, sondern auch Entscheidungen für uns fällen. Aber sollten wir uns darauf einlassen? Daniel Bracker zeigt, warum es mit Blick auf epistemische Autonomie und unsere Selbstkonstitution entscheidend ist, dass wir das Urteilen nicht der KI überlassen.
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Entmündigende Maschinenintelligenz
In unserer Reihe fragen wir nach den derzeit größten Bedrohungen der Freiheit. Sieben führende Forscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen, die derzeit Fellows am St. Gallen Collegium sind, geben Antworten. Der Politikwissenschaftler Daniel Trusilo meint: Algorithmen, die Inhalte und Informationen selektieren, sind ein zentrales Problem.
Ist KI ein Autor?
Erschöpft sich Autorenschaft im Verfassen von Texten? Nein, meint Daniel Bracker und argumentiert, dass KI-Systemen eine genuin menschliche Fähigkeit fehlt, die sie zu legitimen Urhebern machen würde.
Smarte Technologie, dumme Leser?
Das textgenerierende KI-System ChatGPT scheint Roland Barthes’ These vom „Tod des Autors“ zu bestätigen. Wo aber bleibt die Geburt souveräner Leser? Führt ChatGPT nicht zu getäuschten Lesern? Die Antwort, sagt Philipp Schönthaler, liegt auf der Textebene selbst.
ChatGPT – und jetzt?
Für den Philosophen Pierre Cassou-Noguès dienen die Verheißungen um das computergestützte Sprachsystem ChatGPT vor allem dazu, Investoren anzuziehen. Die bedeutenden sozialen und politischen Herausforderungen werden aber an uns hängen bleiben.
Die epistemische Falle
Anfang August wurde ein 16-jähriger Geflüchteter von einem Polizisten mit fünf Kugeln aus einem Maschinengewehr getötet. Die Tat löste keine nennenswerte Empörung aus. Der Grund liegt in einem fatalen Fehlurteil mit rassistischer Ursache.
Der Mensch im Zeitalter der künstlichen Intelligenz
Der Fortschritt auf dem Gebiet der KI erobert immer mehr Bereiche des menschlichen Lebens. Auf der Phil.COLOGNE loten Daniel Kehlmann und Markus Gabriel diese Entwicklung aus: Was lässt sich mit Hegel über die Denkfähigkeit von KI sagen? Ist ChatGPT in der Lage zu verstehen? Und: Kann KI uns möglicherweise Wesentliches lehren – nämlich Nichtmenschliches mit Respekt zu behandeln?
Kritik des Krieges
Bellizisten und Pazifisten ist eines gemeinsam: Sie urteilen über den Krieg und instrumentalisieren ihn für ihre Zwecke. Damit aber wird die wahrhaft unheimliche Macht des Krieges verkannt, die in Wahrheit uns beherrscht und nicht umgekehrt. Nur wenn wir lernen, über diese Eigendynamik des Krieges zu sprechen, ist Befreiung möglich.
Julian Assange und Peter Singer – wie die Welt retten?
Ab heute wird sich Julian Assange vor dem Obersten Gericht in London gegen seine Auslieferung in die USA wehren. 2012 organisierte das Philosophie Magazin einen Dialog zwischen dem Wikileaks-Gründer und Peter Singer zur Frage: In welchen Fällen ist die Offenlegung geheimer Informationen geboten, in welchen sollte sie bestraft werden?
Kommentare
Guter Artikel!