Begriff

Finite Pool of Worry

Vivian Knopf veröffentlicht am 1 min

So nennen Wissenschaftler am Center for Research on Environmental Decisions (CRED) der Columbia Universität die begrenzte Kapazität an Sorgen, mit denen sich ein einzelner Mensch auseinandersetzen kann.

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Dirk Baecker: "Die Familie trägt die Selbstauflösung in sich"

Philipp Felsch

Kinder sorgen nicht nur für Chaos, sie schmeißen auch die Werte der Familie über Bord. Gut so, meint der Soziologe Dirk Baecker. Nur wenn der Nachwuchs sich unter seinen Nächsten fremd fühlt, kann er eigene Wege gehen.


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Warten auf den Kollaps?

Jana C. Glaese

Eine Bewegung aus Frankreich bereitet sich auf den Zivilisationszusammenbruch vor. Ihre Anhänger nennen sich Kollapsologen. Den Kollaps zu berechnen, um gewappnet zu sein, ist ihr Anspruch. Wie plausibel sind die Prognosen? Und wie hilfreich für die Zukunft?

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Akrobaten der Askese

Peter Sloterdijk

Was wir Ethik nennen, ist seit jeher ein geistiges Trainingslager. Schon in ihren Anfängen gab die Philosophie deshalb die Losung aus: „Du musst dein Leben ändern!“ Ein Auszug aus Peter Sloterdijks gleichnamigem Buch.

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Es lebe die Reproduktion!

Eva Redecker

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Sunzi und das strategische Denken

Rémi Mathieu

Ein Konflikt, von dem noch nicht feststeht, ob er militärisch ausgetragen wird, braut sich zusammen. Welches Vorgehen ist geboten, um als Sieger aus ihm hervorzugehen? Soll man sein Heil im Angriff suchen oder ist es aussichtsreicher, die direkte Auseinandersetzung zu meiden und den Gegner zu überlisten? Das chinesische Denken gibt dieser zweiten Option den Vorzug: Ablenkungsmanöver gelten als aussichtsreicher als Frontalangriffe. Warum das so ist, wird in „Die Kunst des Krieges“ dargelegt, einem mehr als tausend Jahre alten Meisterwerk, das Sunzi zugeschrieben wird. Der Denker aus dem Reich der Mitte beschreibt die taktischen Kniffe und Kriegslisten, mit denen sich der Feind bezwingen lässt. Für Sunzi ist jedes Mittel recht, auch vor Täuschung und Spionage scheut er nicht zurück. Im Beiheft stellt Jean Levi diesen Klassiker der chinesischen Philosophie vor. Rémi Mathieu überführt die von Sunzi entwickelte Wissenschaft des Hakenschlagens in die Gegenwart und fragt, was die heutige chinesische Politik mit der „Kunst des Krieges“ zu tun hat. Doch auch im Alltag kann Sunzis Schrift nützlich sein. Sie vermag uns zu lehren, wie man sich beim nächsten Kräftemessen die Weisheit der chinesischen Strategie zunutze macht.

 


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Wer ist mein wahres Selbst?

Svenja Flasspoehler

Echt sein. Einzigartig. Authentisch. Nie war die Sehnsucht nach Eigentlichkeit größer als heute. Gerade in Zeiten der digitalen Selbstdarstellung ist der Übergang von der gekonnten Verstellung in die dauerhafte existenzielle Entfremdung fließend. Auch der Alltag ist bei genauerer Betrachtung eine Abfolge von Situationen, in denen man eine bereits vorbestimmte Rolle möglichst überzeugend zu spielen hat. Wie also kann der Mensch zu sich selbst finden? Gibt es Momente, Orte, Vorbilder des Authentischseins? Hatte Rousseau recht, wenn er den Rückzug zur Natur als Heilmittel anpries? Kommen wir unserem Selbst näher, wenn wir kreativ sind? Eigensinnig? Schlicht und ergreifend: anders? Oder liegt das Problem gerade in der permanenten Aufforderung, sich abzuheben von der Masse? Erleben wir gar einen wahrhaften Terror der Authentizität? Und wenn ja: Wie können wir ihm entkommen?