Vernichtungsgrüße aus Teheran
Mit den Angriffen auf die iranischen Atomanlagen hat sich Israel verteidigt – gegen ein islamistisches Regime, das nach Atomwaffen strebt und dessen erklärte Absicht es ist, den jüdischen Staat zu vernichten. In Deutschland wird die von der Ideologie des Mullah-Regimes ausgehende Gefahr jedoch oft nicht ernst genommen.
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Reza Mosayebi: „Aus iranischer Perspektive ist dieser Krieg ein kleineres Übel“
Viele Menschen im Iran und im Ausland haben den Angriff der USA und Israels auf das Mullah Regime begrüßt. Doch legitimiert die Hoffnung auf einen Fall des Regimes diesen Krieg? Im Interview legt Reza Mosayebi, Moral- und Rechtsphilosoph, dar, warum der iranische Staat seinen Schutz verwirkt haben könnte und die Zeit der Abwägungen und Kompromisse vorbei ist.
Iran und die Grenzen der Aufklärung
Wer vor der antisemitischen Ideologie des iranischen Regimes nicht die Augen verschließt, müsse den israelischen und US-amerikanischen Angriff auf die islamische Republik begrüßen, meint der Politikwissenschaftler Stephan Grigat.
Eine historische und gegenwärtige Analyse des Antisemitismus mit einem Plädoyer für Militärschläge als praktizierte Kritik.
Omri Boehm: „Die deutsche Haltung gegenüber Israel spiegelt eine unachtsame Art der Achtsamkeit wider“
Auch in Deutschland kam es aufgrund der Eskalation im Nahen Osten zu heftigen Protesten gegen Israel. Im Interview erläutert der israelische Philosoph Omri Boehm, warum Anti-Israel-Demonstrationen vor Synagogen antisemitisch sind, die Existenz Israels als jüdischen Staat kritisch zu sehen, hingegen nicht.
Gefangen im Dilemma?
Erinnern Sie sich noch an Reem? Reem Sahwil ist das palästinensische Mädchen, dem Bundeskanzlerin Merkel vor knapp einem Jahr im Rahmen eines Bürgerdialogs erklärte, dass seine aus dem Libanon eingereiste Familie kein Bleiberecht in Deutschland erhalten werde, da der Libanon keine Kriegszone sei und Deutschland aus den dortigen Lagern schlicht nicht alle Menschen aufnehmen könne. Noch während Merkel ihre Begründung ausführte, fing Reem bitterlich zu weinen an. Die Kanzlerin stockte, ging darauf in einer Art Übersprunghandlung auf das im Publikum sitzende Mädchen zu und begann es zu streicheln, weil, wie Merkel, noch immer mit dem Mikro in der Hand, erklärte, „weil ich, weil wir euch ja nicht in solche Situationen bringen wollen und weil du es ja auch schwer hast“.
Wo endet meine Verantwortung?
Erinnern Sie sich noch an Reem? Reem Sahwil ist das palästinensische Mädchen, dem Bundeskanzlerin Merkel vor knapp einem Jahr im Rahmen eines Bürgerdialogs erklärte, dass seine aus dem Libanon eingereiste Familie kein Bleiberecht in Deutschland erhalten werde, da der Libanon keine Kriegszone sei und Deutschland aus den dortigen Lagern schlicht nicht alle Menschen aufnehmen könne. Noch während Merkel ihre Begründung ausführte, fing Reem bitterlich zu weinen an. Die Kanzlerin stockte, ging darauf in einer Art Übersprunghandlung auf das im Publikum sitzende Mädchen zu und begann es zu streicheln, weil, wie Merkel, noch immer mit dem Mikro in der Hand, erklärte, „weil ich, weil wir euch ja nicht in solche Situationen bringen wollen und weil du es ja auch schwer hast“.
Thomas von der Osten-Sacken: „Die Islamische Republik Iran ist ein sterbendes Regime“
Seit einer Woche sind die Menschen im Iran von der Außenwelt abgeschnitten. Es ist von starken Repressionen und Massakern angesichts anhaltender Massenproteste gegen das Regime auszugehen. Thomas von der Osten-Sacken erklärt, inwiefern die Proteste sich von bisherigen unterscheiden, und blickt auf die Chancen der iranischen Opposition.
Hat Deutschland im Rahmen der Flüchtlingskrise eine besondere historisch bedingte Verantwortung
Während viele Deutsche nach 1945 einen Schlussstrich forderten, der ihnen nach der Nazizeit einen Neubeginn ermöglichen sollte, ist seit den neunziger Jahren in Deutschland eine Erinnerungskultur aufgebaut worden, die die Funktion eines Trennungsstrichs hat. Wir stellen uns der Last dieser Vergangenheit, erkennen die Leiden der Opfer an und übernehmen Verantwortung für die Verbrechen, die im Namen unseres Landes begangen worden sind. Erinnert wird dabei an die Vertreibung, Verfolgung und Ermordung der Juden und anderer ausgegrenzter Minderheiten. Dieser mörderische Plan konnte nur umgesetzt werden, weil die deutsche Mehrheitsgesellschaft damals weggeschaut hat, als die jüdischen Nachbarn gedemütigt, verfolgt, aus ihren Häusern geholt, deportiert wurden und für immer verschwunden sind. Weil den Deutschen über Jahrhunderte hinweg eingeprägt worden war, dass Juden radikal anders sind und eine Bedrohung darstellen, kam es zu diesem unfasslichen kollektiven Aussetzen von Mitgefühl.
Der philosophische Diskurs im Iran: Zwischen Repression und Hoffnung
Ali Larijani, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, wurde am Montag bei einem israelischen Luftangriff getötet. Bevor er zu einer tragenden Säule des repressiven Regimes wurde, promovierte er über Kant. Wie passt das zusammen? Kurz vor Larijanis Tod haben wir mit Roman Seidel, Autor des Buchs Kant in Teheran, über die iranische Rezeption des Königsberger Denkers gesprochen.