Vom Umgang mit Verlusten – und wie wir die Zukunft zurückgewinnen
Geopolitische Umbrüche, Krisen, Kriege: Die moderne Fortschrittserzählung funktioniert nicht mehr, so der Soziologe Andreas Reckwitz in seinem aktuellen Buch Verlust. Dass alles immer besser wird, ist fragwürdig geworden. Juli Zeh hat eine andere Perspektive: Wir sind, so ihre These, viel zu verlustfixiert, um uns produktiv der Zukunft zuzuwenden. Wie also müssen wir unsere Zeit begreifen? Beim diesjährigen Philo.live!-Festival treffen die beiden zum ersten Mal aufeinander.
Svenja Flaßpöhler: Herr Reckwitz, wie gehen Sie mit den täglichen Negativschlagzeilen um? Gibt es Tage, an denen Sie sich sagen: Heute lese ich mal keine Nachrichten?
Andreas Reckwitz: Ich informiere mich jeden Tag, aber in den letzten zwei Jahren sicher reduzierter. Viele News bedeuten einen kurzfristigen Aufreger, sind aber schon am nächsten Tag wieder vergessen. Ich versuche eher, nur das Wesentliche zu lesen und mir bestimmte wirtschaftliche, kulturelle und technologische Entwicklungen anzuschauen, die langfristig sind.
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