100 Jahre Frantz Fanon
Der Psychiater und Autor von Schwarze Haut, Weiße Masken war ein Revolutionär. Im Lichte eigener Diskriminierungserfahrungen entwickelte er eine antikoloniale Theorie, die tiefliegende rassistische Strukturen aufzudecken vermag. Und zeigt, dass es einen radikalen Humanismus braucht.
Philosophie Magazin +
Testen Sie Philosophie Magazin +
mit einem Digitalabo 4 Wochen kostenlos
oder geben Sie Ihre Abonummer ein
- Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte
- Jederzeit kündbar
- Im Printabo inklusive
Sie sind bereits Abonnent/in?
Hier anmelden
Sie sind registriert und wollen uns testen?
Probeabo
Weitere Artikel
Julian Nida-Rümelin: „Der Kern des Digitalen Humanismus besteht in der Kritik des Animismus und der des Mechanismus“
Künstliche Intelligenz wird häufig mystifiziert, der Mensch dagegen als determinierte Maschine verklärt, zeigt der Philosoph Julian Nida-Rümelin. Sein Gegenprogramm dazu: der Digitale Humanismus. Im Gespräch erklärt Nida-Rümelin, was es mit der eigenen Autorschaft auf sich hat, wie diese durch die digitale Transformation bedroht wird und warum Big Tech eigentlich zerschlagen gehört.
Was weiß mein Körper?
Die Frage irritiert. Was soll mein Körper schon wissen? Ist das Problem denn nicht gerade, dass er nichts weiß? Weder Vernunft noch Weisheit besitzt? Warum sonst gibt es Gesundheitsratgeber, Rückenschulen, Schmerztabletten, viel zu hohe Cholesterinwerte. Und wieso gibt es Fitness-Tracker, diese kleinen schwarzen Armbänder, die ihrem Träger haargenau anzeigen, wie viele Meter heute noch gelaufen, wie viele Kalorien noch verbrannt werden müssen oder wie viel Schlaf der Körper braucht. All das weiß dieser nämlich nicht von selbst – ja, er hat es bei Lichte betrachtet noch nie gewusst. Mag ja sein, dass man im 16. Jahrhundert von ganz allein ins Bett gegangen ist. Aber doch wohl nicht, weil der Körper damals noch wissend, sondern weil er von ruinöser Arbeit todmüde und es schlicht stockdunkel war, sobald die Sonne unterging. Wer also wollte bestreiten, dass der Körper selbst über kein Wissen verfügt und auch nie verfügt hat? Und es also vielmehr darum geht, möglichst viel Wissen über ihn zu sammeln, um ihn möglichst lang fit zu halten.
Heino Falcke: „Schwarze Löcher markieren die Grenzen unserer Erkenntnis“
Im vergangenen Jahr präsentierte der führende Astrophysiker Heino Falcke der Welt das Bild eines Schwarzen Lochs – nun ist sein Buch Licht im Dunkeln. Schwarze Löcher, das Universum und wir erschienen. Ein Gespräch mit dem Autor über die fundamentalsten Fragen: Sind Schwarze Löcher die Tür zu einer anderen Wirklichkeit? Lässt sich das Nichts denken? Gibt es Unendlichkeit?
Transracial: In der falschen Haut?
Vor kurzem wurde bekannt, dass sich eine amerikanische Professorin über Jahrzehnte als Schwarze ausgegeben hatte, obwohl sie aus einer weißen Familie stammt. Dies weckte Erinnerungen an einen ähnlichen Fall aus dem Jahr 2015 und entfachte in den USA abermals die Debatte, ob man sich mit einer anderen Hautfarbe oder Ethnie identifizieren könne. Vermögen Menschen – analog zu transgender – also auch „transracial“ zu sein?
Julian Nida-Rümelin „Wir müssen der Silicon-Valley-Ideologie mit Nüchternheit begegnen“
Künstliche Intelligenz soll künftig Kriege vorhersagen, Krankheiten kurieren und unser Leben von jeglichem Mühsal befreien. Warum das illusorisch ist und wir stattdessen auf einen Digitalen Humanismus setzen sollten, erläutert der Philosoph Julian Nida-Rümelin im Interview.
Wer war Thomas Mann? Sechs philosophische Deutungen
Thomas Manns Romane und Erzählungen vereinen Realismus und Romantik, Humanismus und Sozialismus, Spielerei und Platonismus. Heute vor 150 Jahren wurde der Dichterphilosoph geboren.
„Die Zeit, um glücklich zu sein, ist jetzt“
Die Britin Sarah Bakewell hat eine unterhaltsam-kenntnisreiche Geschichte des Humanismus geschrieben, die einlädt, über die Ideale der Gegenwart nachzudenken.
Die Sache mit den Spaghetti
Heute, am 25.10., ist Weltnudeltag. Zu diesem Anlass tischen wir Ihnen Wolfram Eilenbergers Kolumne zur wahrscheinlich beliebtesten Pasta auf: Spaghetti. Was diese philosophisch interessant macht? In ihr spiegelt sich nicht nur die menschliche Existenz – sie steht überdies für den einzig wahren Humanismus.