Dossier

Freiheit für die Verantwortung

Svenja Flasspoehler veröffentlicht am 4 min

Ein wahrer Liberaler hält den Radius seiner Verantwortung lieber klein? Weit gefehlt: Denn an die Idee der Freiheit zu glauben heißt, aktiv für sie einzustehen. Und zwar weltweit.

Philosophie Magazin +

 

Testen Sie Philosophie Magazin +
mit einem Digitalabo 4 Wochen kostenlos
oder geben Sie Ihre Abonummer ein


- Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte
- Jederzeit kündbar
- Einfache Registrierung per E-Mail
- Im Printabo inklusive

Hier registrieren


Sie sind bereits Abonnent/in?
Hier anmelden


Sie sind registriert und wollen uns testen?
Probeabo

Anzeige

Weitere Artikel

Artikel
4 min

"Ich schulde euch gar nichts!"

Barbara Bleisch

Kinder schulden ihren Eltern Dankbarkeit, Fürsorge im Alter, ein gelungenes Leben? Weit gefehlt, meint die Philosophin Barbara Bleisch. Plädoyer für eine längst überfällige Befreiung.


Gespräch
1 min

Moby - Der Klangvolle

Sylvain Fesson

Sein wirklicher Name klingt auch nicht schlecht: Richard Melville Hall. Der Nachname „Melville“ führt zurück auf Mobys Ururgroßonkel, den Schriftsteller Hermann Melville, Autor des Klassikers „Moby Dick“. Doch anstatt sich als Walfänger im Rauschen des Meeres zu verlieren, kreiert Moby als Musiker lieber seine eigenen synthetischen Klangwelten. Ein Philosoph der Töne, immer auf der Suche nach dem perfekten Sound, so auch in seinem neuen Werk „Innocents“


Artikel
4 min

Alles auf eine Karte?

Theresa Schouwink

Das Risiko ausreizen oder doch lieber auf Nummer sicher gehen? Wer wichtige Entscheidungen trifft, findet strategische Hilfe in der Philosophiegeschichte. Fünf Denker zeigen, wie hoch sie pokern würden


Gespräch
8 min

Lorraine Daston: „Objektivität und Überparteilichkeit fallen aktuell nicht mehr zusammen“

Dominik Erhard

Erstmals in ihrer jahrhundertealten Geschichte sprachen die renommierten Wissenschaftsmagazine „New England Journal of Medicine“ und „Scientific American“ jüngst eine Empfehlung für die amerikanische Präsidentschaftswahl aus – und zwar gegen Donald Trump. Im Interview erläutert Lorraine Daston, Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, was sie von dieser Maßnahme hält, warum die Pandemie eine Chance für die Wissenschaft darstellt und welche Verantwortung der Philosophie aktuell zufällt.

Lorraine Daston: „Objektivität und Überparteilichkeit fallen aktuell nicht mehr zusammen“

Artikel
8 min

Wir sind die Neuen

Helena Schäfer

Ein neuer politischer Raum ist entstanden zwischen Trillerpfeifen, Bannern und Schulrucksäcken, in Deutschland und weltweit. Jugendliche protestieren auf den Straßen und blockieren Kohlegruben, um die Gesellschaft wachzurütteln. Mit Hannah Arendt lässt sich sagen: Eine neue Form von Macht ist in einer Generation entstanden, die immer für unpolitisch gehalten wurde und jetzt der Frage gegenübersteht: Wie weit soll Aktivismus gehen?

Wir sind die Neuen

Impulse
6 min

Der Mensch ist dem Menschen kein Wolf

Svenja Flasspoehler

Heute beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Für eine bedachte Rücknahme der Lockdown-Beschränkungen spricht ein wesentlicher Funktionsmechanismus liberaler Gesellschaften: Modernes Zusammenleben beruht auf Vertrauen. Es preiszugeben, bedeutet einen Rückschritt zum Hobbesschen Leviathan. Ein Kommentar von Svenja Flaßpöhler.

Der Mensch ist dem Menschen kein Wolf

Essay
6 min

Drahtseilakt der Anmut

Philippe Nassif

Wer schön ist oder sich dafür hält, achtet darauf, wie jede Bewegung und Geste wohl wirken mag. Das ist eitel, aber gewiss nicht schön, klagten schon die Romantiker und priesen die Selbstvergessenheit als Quell wahrer Anmut. Wie aber wäre diese zu erlangen?


Artikel
4 min

Elite, das heißt zu Deutsch: „Auslese“

Svenja Flasspoehler

Zur Elite zählen nur die Besten. Die, die über sich selbst hinausgehen, ihre einzigartige Persönlichkeit durch unnachgiebige Anstrengung entwickeln und die Massen vor populistischer Verführung schützen. So zumindest meinte der spanische Philosoph José Ortega y Gasset (1883–1955) nur wenige Jahre vor der Machtübernahme Adolf Hitlers. In seinem 1929 erschienenen Hauptwerk „Der Aufstand der Massen“ entwarf der Denker das Ideal einer führungsstarken Elite, die ihren Ursprung nicht in einer höheren Herkunft findet, sondern sich allein durch Leistung hervorbringt und die Fähigkeit besitzt, die Gefahren der kommunikationsbedingten „Vermassung“ zu bannen. Ortega y Gasset, so viel ist klar, glaubte nicht an die Masse. Glaubte nicht an die revolutionäre Kraft des Proletariats – und wusste dabei die philosophische Tradition von Platon bis Nietzsche klar hinter sich. Woran er allein glaubte, war eine exzellente Minderheit, die den Massenmenschen in seiner Durchschnittlichkeit, seiner Intoleranz, seinem Opportunismus, seiner inneren Schwäche klug zu führen versteht.