Weltbeziehungen

Lässt sich Liebe regeln?

Theresa Schouwink veröffentlicht am 2 min

Dieser Ansicht sind offensichtlich immer mehr Paare, die ihre Beziehungsaufgaben in sogenannten love contracts festhalten. Aber kann zwischen Vertragspartnern echte Romantik entstehen?

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Judith Butler und die Gender-Frage

Camille Froidevaux-Metteries

Nichts scheint natürlicher als die Aufteilung der Menschen in zwei Geschlechter. Es gibt Männer und es gibt Frauen, wie sich, so die gängige Auffassung, an biologischen Merkmalen, aber auch an geschlechtsspezifischen Eigenschaften unschwer erkennen lässt. Diese vermeintliche Gewissheit wird durch Judith Butlers poststrukturalistische Geschlechtertheorie fundamental erschüttert. Nicht nur das soziale Geschlecht (gender), sondern auch das biologische Geschlecht (sex) ist für Butler ein Effekt von Machtdiskursen. Die Fortpf lanzungsorgane zur „natürlichen“ Grundlage der Geschlechterdifferenz zu erklären, sei immer schon Teil der „heterosexuellen Matrix“, so die amerikanische Philosophin in ihrem grundlegenden Werk „Das Unbehagen der Geschlechter“, das in den USA vor 25 Jahren erstmals veröffentlicht wurde. Seine visionäre Kraft scheint sich gerade heute zu bewahrheiten. So hat der Bundesrat kürzlich einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der eine vollständige rechtliche Gleichstellung verheirateter homosexueller Paare vorsieht. Eine Entscheidung des Bundestags wird mit Spannung erwartet. Welche Rolle also wird die Biologie zukünftig noch spielen? Oder hat, wer so fragt, die Pointe Butlers schon missverstanden?

Camille Froidevaux-Metteries Essay hilft, Judith Butlers schwer zugängliches Werk zu verstehen. In ihm schlägt Butler nichts Geringeres vor als eine neue Weise, das Subjekt zu denken. Im Vorwort zum Beiheft beleuchtet Jeanne Burgart Goutal die Missverständnisse, die Butlers berühmte Abhandlung „Das Unbehagen der Geschlechter“ hervorgerufen hat.


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Risiken und Nebenwirkungen der Liebe

Margarete Stokowski

Als Paar zu verschmelzen bedeutet meist, dass die Frau die Fleißarbeit macht. Doch Liebe kann auch an den eigenen Bedürfnissen festhalten. Ins Politische gewendet heißt das nichts anderes als: Solidarität.


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Kann uns die Liebe retten?

Nils Markwardt

Der Markt der Gefühle hat Konjunktur. Allen voran das Geschäft des Onlinedatings, welches hierzulande mit 8,4 Millionen aktiven Nutzern jährlich über 200 Millionen Euro umsetzt. Doch nicht nur dort. Schaltet man etwa das Radio ein, ist es kein Zufall, direkt auf einen Lovesong zu stoßen. Von den 2016 in Deutschland zehn meistverkauften Hits handeln sechs von der Liebe. Ähnlich verhält es sich in den sozialen Netzwerken. Obwohl diese mittlerweile als Echokammern des Hasses gelten, strotzt beispielsweise Facebook nur so von „Visual-Statement“-Seiten, deren meist liebeskitschige Spruchbildchen Hunderttausende Male geteilt werden. Allein die Seite „Liebes Sprüche“, von der es zig Ableger gibt, hat dort über 200 000 Follower. Und wem das noch nicht reicht, der kann sich eine Liebesbotschaft auch ins Zimmer stellen. „All you need is love“, den Titel des berühmten Beatles-Songs, gibt es beispielsweise auch als Poster, Wandtattoo, Küchenschild oder Kaffeetasse zu kaufen.


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Eva Illouz: „Die Idee der Liebe ist im Niedergang begriffen"

Catherine Portevin

Die Liebe in Zeiten des Kapitalismus ist ihr Lebensthema. Hellsichtig analysiert die Soziologin Eva Illouz, wie sich Ökonomie und Romantik verbinden – und mit welchen Folgen. Ein Gespräch über Gefühle in Zeiten von Tinder


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Die Simulation des Denkens

Samuel Webb

Am 7. Juni bestand ein Computerprogramm erstmals den sogenannten Turing-Test. Doch ermittelt dieser Test, ob ein Computer denken kann?


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Jean Ziegler: „Jedes Kind, das verhungert, wird ermordet“

Dominik Erhard

Der diesjährige Friedensnobelpreis ging an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Der Soziologe Jean Ziegler, der selbst acht Jahre als Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung bei der UN tätig war, erläutert im Gespräch, was er von dieser Entscheidung hält und wie der Welthunger seiner Ansicht nach schon morgen gestoppt werden könnte.

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Sokrates und der Eros

Kerstin Decker

Zum Stichwort Liebe hat jeder etwas zu sagen. Das war schon im antiken Griechenland so. In Platons „Gastmahl“, dem legendärsten Trinkgelage aller Zeiten, versuchen Athens Meisterredner das Wesen der Liebe, des Eros, zu fassen. Handelt es sich um eine Gottheit? Ist wahre Liebe körperlich oder geistig – oder beides? Und was hat es mit der Liebe zur Weisheit, dem Eros der Philosophen auf sich? Sokrates, Stargast des Gastmahls, klärte seine Zechkumpane vor 2400 Jahren auf. Sein Denken macht ihn bis heute zum unwiderstehlichsten unter allen Erotikern.

Sokrates und der Eros