Philosophie illustrieren
Vor 75 Jahren beginnt Nobelpreisträger Bertrand Russell die lukrative Arbeit an einer bebilderten Philosophiegeschichte: Bilder und Diagramme sollen Philosophie anschaulich vermitteln und Denker in Beziehung setzen. Doch auch die Werkgeschichte veranschaulicht ein Wesentliches der Philosophie: die ungleichen Machtbeziehungen, die oftmals hinter den Werken stehen.
Trotz dichten Terminkalenders lässt sich Bertrand Russell vor 75 Jahren auf einen Versuch ein, der für ihn finanziell lohnend ist. Der Londoner Verlag Rathbone/ Macdonald schlägt dem Nobelpreisträger 1956 vor, eine illustrierte Philosophiegeschichte unter seinem Namen zu publizieren. Sie zielt auf eine breite Öffentlichkeit und setzt dazu dezidiert Illustrationen ein. Als Textgrundlage soll Russells Philosophiegeschichte aus dem Jahr 1945 genutzt werden. Diese noch heute gut lesbare umfangreiche Darstellung ist bemerkenswert, weil sie Kulturgeschichte mit prägnanten Kapiteln zu einzelnen Philosophen verbindet. Russell stellt das Denken Anderer auf Augenhöhe dar und beurteilt es in Hinblick auf logische Konsequenz, Originalität und individuelle Lebensart. Zu diesem Zeitpunkt hat er selbst bereits Geschichte gemacht durch Publikationen zur Geometrie, zu Leibniz, und durch die „Russell-Antinomie“.
Zudem ist der Logiker in der Öffentlichkeit bekannt, weil er sich für das Frauenwahlrecht einsetzt, für Kriegsdienstverweigerung argumentiert und Reformpädagoge ist. In der Philosophiegeschichte, an der 1945 seine damalige Ehefrau Patricia mitgeschrieben hat, werden Frauen, die philosophieren, nicht erwähnt. Bemerkenswert ist das Buch dennoch: Philosophie nennt Russell ein „Mittelding“, das er zwischen Wissenschaft und Religion verortet. Er entwickelt die Geschichte der Philosophie mit der These, dass Philosophen Produkte ihrer Kultur sind, und dass sie etwas bewirken, das die Kultur wiederum aufnimmt. So benennt seine Philosophiegeschichte Technik als Faktor des Philosophierens, etwa die Erfindung des Alphabets, das die griechische Kultur „beschleunigt“. Am Beginn der Neuzeit – 2500 Jahre später – verändern Fernrohre und Mikroskope das Denken über das Unendliche im Weltall und im Detail des Wassertropfens, zu Russells Zeit sind es Computer und Kernspaltung.
Zukunftsweisende Diagramme
Sein Verständnis von Philosophie als Ergebnis ihrer jeweiligen Zeit kommt der illustrierten Philosophiegeschichte, die dann erst 1959 erscheint, zugute. Beim Blättern fallen Bilder von Dampfmaschinen und Film-Stills neben Bildern historischer Wirkungsstätten und Portraits auf. Zukunftsweisend sind die Diagramme. Sie werden mit der Vorstellung entwickelt, dass Graphik philosophisches Denken weitgehend unabhängig von den Nationalsprachen kommunizieren kann. Im Vorwort ist zu lesen, dass die illustrierte Geschichte auch ein Versuch ist, Ideen mit geometrischen Metaphern zu übersetzen.
Die Buchgraphik nutzt die Spannung zwischen Kreis und Winkel, um einen Dualismus zu kommunizieren zwischen Vorstellungen von Vollkommenheit, die durch Kreise geweckt werden, und der Gliederung, die durch rechte Winkel erzeugt wird. Auf diese Weise wird etwa das Verhältnis von Thales zu Anaximander dargestellt. Dualismus versteht das Buch als Anlass zum Gespräch, zum Austausch zwischen Denkern im antiken Griechenland. Der Austausch beginnt im Buch mit der Aussage von Thales, der gesagt haben soll, dass alles Wasser ist. Das wird mit einem Kreis verdeutlicht. Darauf reagiert Anaximander: Ihm wird ein Kreis mit einem kleinen hellblauen Segment und einem größeren dunkelblauen Segment zugeordnet. Denn Anaximander wertet das Denken von Unterschieden auf. Deshalb trennt eine Grenze mit zackigen Linienverlauf ein Segment des Kreises vom Rest ab. Der gefärbte Kreis ist auf einem anderen Kreis positioniert, der in dünnen Linien, die über den Seitenrand hinausgehen, Unbegrenztes anzeigen soll. Damit zeigt die Graphik, dass in Anaximanders Philosophie das Verhältnis von Unbegrenztem zu Begrenztem relevant wird.
Unverzichtbare Sprache
Die Möglichkeiten des Farbdrucks werden auch genutzt, um die Lehre des Empedokles, den Wechsel von Hass und Liebe als kosmisches Prinzip, zu verstehen. Eine Folge von drei Abbildungen zeigt erst eine Gruppe von farbigen Kreisen, die in einem größeren Kreis platziert sind, dann sind drei schwarze Pfeile zu sehen, die den Kreis aufbrechen und die Gruppe von kleinen Kreisen auflösen, schließlich bleiben vier kleine Kreise in den Farben rot, schwarz, grau und blau in der letzten Abbildung zurück. Die Bildunterschrift teilt mit: „Wenn Hass die Liebe vertreibt, werden die vier Elemente getrennt.“ Bilder und ihre Unterschrift wecken so das Interesse an Empedokles‘ Lehre, der Hass und Liebe als Ursache dafür konzipiert, dass Elemente (Wasser, Erde, Feuer, Luft) sich mischen und wieder auflösen. Allerdings ist die Bildunterschrift auch ein Indiz dafür, dass die Sprache für die Kommunikation von Philosophie mittels Zeichnungen letztlich unverzichtbar bleibt.
Die Diagramme begleiten den Gang durch die westliche Philosophiegeschichte von Thales bis zu Wittgenstein. Erreicht werden sollen mit dem bebilderten Buch gebildete Laien, der Verlag ist bereit zu investieren. Er zielt auf den lukrativen Markt der englisch lesenden Welt. Zu scheitern hätte eine „Kernschmelze“ des Verlags bedeutet. Der ökonomische Einsatz des Verlags und seine gezielte Werbung im Jahr 1959 beeindrucken: Die Präsentation zum Erscheinen des Buches nehmen Fernsehkameras auf. Philosophiegeschichte und ihr prominenter Vertreter Bertrand Russell werden stimmig und erfolgreich in den damaligen Massenmedien positioniert. Zahlreiche Übersetzungen belegen das Interesse eines internationalen Marktes an der Kombination von Text und Bild unter der Schirmherrschaft des Philosophen. Die Zeit ist also wieder einmal bereit für Bilder, die Philosophie begleiten.
Konkurrenzkampf auf dem Buchmarkt
Das war schon in der Frühzeit des Buchdrucks so. Um 1500 nutzen Druckereien in Basel und Straßburg Bilder, um Philosophielehrbücher auf dem Markt zu positionieren: die Margarita Philosophica und Boethius Consolatio. Der Konkurrenzkampf wiederholt sich 1959, diesmal allerdings parallel auf zwei Kontinenten, in Europa und Nordamerika. Denn zeitgleich mit Russells philosophischen Bilderbuch kommt mit der Pictorial History von Dagobert Runes auch ein Konkurrenzprodukt in den Handel. Ein Vergleich zwischen diesen illustrierten Philosophiegeschichten verdeutlicht, warum beide Bücher nebeneinander auf dem Markt bestehen konnten: Runes muss sich mit schwarz-weißen Abbildungen begnügen, kann aber durch die Präsentation indischer, chinesischer und auch arabischer Philosophien punkten. Er verdeutlicht zu Beginn am Beispiel der jüdischen Religionsgeschichte, wie Schriftkultur produktiv für die Auseinandersetzung mit abstrakten Gegenständen wird.
Denker des Abendlandes publiziert die Abbildungen hingegen in Farbe, es nutzt außerdem gezielt das öffentliche Interesse, das Bertrand Russell als Nobelpreisträger weckt, aber vor allem als Persönlichkeit, die mit dem amerikanischen Präsidenten und dem russischen Regierungschef Briefe zum atomaren Wettrüsten wechselt und öffentlich auf die Gefahr der Vernichtung der Menschheit durch nukleare Bomben hinweist. In dem Zuge verfasst Russell auch ein Manifest, das Albert Einstein als Co-Autor unterzeichnet. Russell ist populär, und so wird die illustrierte Philosophiegeschichte gezielt für das Weihnachtsgeschäft des Jahres 1959 in Nordamerika und England auf dem Buchmarkt platziert und rasch übersetzt.
Die Produktion der Philosophiegeschichte mit Bildern nimmt drei Jahre in Anspruch. Das resultierende Buch bewegt sich seinerzeit innovativ in einem Muster, das sich noch heute zeigt: Bilder werden als Mittel dem philosophischen Zweck untergeordnet. Fotos, Diagramme und auch Kunstwerke begleiten philosophische Texte und Vorträge noch immer zur Illustration. Die gezeigten Bilder lenken die Aufmerksamkeit auf das Wort, eine eigene Ausdruckskraft wird ihnen jedoch nicht zugestanden.
Mitarbeit des Verlagsmitarbeiters
Russell ist nicht stolz auf das Buch, in seiner Autobiografie erwähnt er es nicht einmal. Etwas beschämt ihn: Bereits im Vorwort ist zu lesen, dass „viele Bilder und Illustrationen … und die meisten der graphischen Darstellungen“ von Paul Foulkes, dem Verlagsmitarbeiter „ausgewählt“ und „erdacht“ wurden. Im Vorwort wird auch mitgeteilt, dass neues Material Foulkes zu verdanken ist, ebenso habe er beim Schreiben des Textes geholfen. Carl Spadoni, der Direktor der Russell-Archive an der kanadischen McMaster University war, zeigt in seiner Analyse von Archivdokumenten, dass der Text in der illustrierten Philosophiegeschichte nicht von Russell stammt, sondern von Foulkes geschrieben wurde. Betont werden muss allerdings, dass Russell sich dafür einsetzte, dass der Verlagsmitarbeiter Paul Foulkes für seine Mitarbeit gewürdigt wird. Dem Umfang an Textarbeit, die der junge Philosoph leistete, angemessen schlug Russell vor, dass Foulkes als Co-Autor genannt wird. Finanzielle und rechtliche Bedenken führten allerdings dazu, dass dies nur unangemessen erfolgte. So wird Foulkes in der englischen Ausgabe als „editor“ aufgeführt. In der deutschen Ausgabe fehlt der Hinweis. Auch das Vorwort, das die Verwendung der Bilder erklärt, stammt von Foulkes, auch wenn es Russells Unterschrift trägt. Foulkes verfasste und sendete es im Februar 1959 an Russell.
Eine Doppelseite in Denker des Abendlands ist ein diskreter Hinweis auf die Asymmetrie zwischen Foulkes und Russell: Auf der linken Seite ist ein Ausschnitt aus Raphaels Fresko Schule von Athen zu sehen. Die Reproduktion bedient die Erwartungshaltung an eine illustrierte Philosophiegeschichte: Meisterhaft zeigt der Künstler der Renaissance männliche Figuren, die als Philosophen der Antike erkennbar sind. Im Zentrum sind Platon und Aristoteles zu sehen, die zentral für jene Philosophiegeschichte sind, die Russell vermittelt. Für Whitehead, mit dem Russell das Jahrhundertwerk zur mathematischen Logik verfasst hat, besteht die westliche Philosophie lediglich aus Fußnoten zu den beiden Denkern des antiken Athens. In diesem Sinne steht Platon, der auf dem Bild ein geschlossenes Buch mit dem Titel Timaios in der Hand hält, für den Kosmologen Whitehead und Aristoteles für den Logiker Russell. Die gegenüberliegende Seite in Denker des Abendlands zeigt einen Menschen, der abschreibt.
Kritisches Übersetzen
Das kann als versteckter Hinweis von Paul Foulkes verstanden werden, der hier seine unglückliche Lage signalisiert: Aus einem früheren Buch Russells, der Philosophiegeschichte von 1945, nun unter grossem Zeitdruck ein neues Buch produzieren zu müssen und weite Passagen im Namen Russells zu schreiben. Zu sehen ist auf der farbigen Schale der berühmte Übersetzer Hieronymus. Es zeigt den Kirchenvater erstarrt zwischen Büchern eingeklemmt. Er scheint in einem Moment fixiert, während Aristoteles und Platon auf der gegenüberliegenden Seite in Bewegung gezeigt werden. Die drollige Fixierung des Kirchenvaters wird der Würdigung von Hieronymus in Russels früherer Philosophiegeschichte nicht gerecht. In seiner umfangreichen Philosophiegeschichte findet Russell 1945 anerkennende Worte für Hieronymus‘ akribisches Übersetzen, das in der Spätantike auch bedeutete, kritisch zu wirken, und zwar in dem Sinne, zunächst eine genaue Sichtung der bisherigen Texte des alten und neuen Testaments vorzunehmen, mit dem Ziel eine einheitliche Textgrundlage für die Übersetzung aus dem Hebräischen und Griechischen zu erhalten.
Aktuelle Forschung bestätigt diese Würdigung Russells. So zeigt Heinrich Schlange-Schöningen in seiner Biografie von Hieronymus, wie der Übersetzer textkritisch arbeitete: Hieronymus versucht vor der Übersetzung zu klären, welches der korrekte Text der heiligen Schriften des Christentums ist. Er deckte dabei Unstimmigkeiten auf, die in der frühen Kirche des Mittelmeerraums für Streit sorgten, in einem Fall sogar zu einem Aufstand der Gläubigen führten. Doch die Wissenschaftlichkeit der Philologie und damit auch die Frage, wie Worte in Texten materiell fixiert werden, ist bei der Arbeit an der illustrierten Philosophiegeschichte für Foulkes und Russell nicht relevant. Sie werten Philosophen, die schreibend und lesend portraitiert werden, ab und werten visuell geometrische Rationalität auf und tragen in diesem Aspekt zur Abgrenzung analytischer Philosophie von philologisch orientierter bei. Das hat den Effekt, dass das Buch visuell klarer als Runes Philosophiegeschichte gestaltet ist. Doch der Verlagsmitarbeiter Foulkes wertet damit auch seine eigene Leistung ab.
Hierarchische Asymmetrie
Die illustrierte Philosophiegeschichte von Russell und Foulkes bietet sich gerade als Beispiel an, um materielle Abhängigkeiten, in denen ein philosophisches Werk entsteht, philologisch und medial differenziert zu erkennen, und darüber nachzudenken, wie Graphik dazu beiträgt, einen weltweiten Markt zu finden. Es sind schließlich rechtliche und finanzielle Gründe, die dazu führen, dass Foulkes‘ Leistung an der Produktion nicht als Autorschaft gewürdigt wird. Der Verlagsmitarbeiter bleibt im Hintergrund, ist nahezu anonym, während der Nobelpreisträger vor den Fernsehkameras spricht, ein sehr hohes Honorar erhält und seine Unterschrift unter einem Vorwort platziert wird, das er nicht geschrieben hat.
Ein Doppeltes wird dadurch fragwürdig: Der Beitrag von nicht namentlich bekannten Menschen an der Überlieferung und Konstitution von Texten und Bildern der Philosophiegeschichte und zweitens wird die Figur des epochalen Philosophen Russell komplexer: Als Philosoph der Moderne, der sich politisch engagiert, mit den Mächtigen der Welt korrespondiert und eine solche Weite des Denkens entwickeln kann, die wahrnimmt, dass sich die Formen der Kommunikation von Philosophie während seiner Lebenszeit verändern, der aber auch unter komplizierten finanziellen und rechtlichen Zwängen publiziert. Das Buch setzt schließlich auch einige wenige Indizien für eine Infragestellung von Philosophie durch die Gegenwartskunst. Auffällig ist ein Foto, das im Schlusswort platziert wird. Es zeigt eine Skulptur von Edoardo Paolozzi, einem Künstler der damals entstehenden Pop Art. Sie wird auf dem Umschlagrücken der deutschen Übersetzung in Farbe gedruckt. Zu sehen ist eine eckige Figur, die Assoziationen von einem Roboter aufruft, dessen Körper durch eckige Metallplatten gebildet wird. Kopf und Rumpf der Skulptur sind kastenförmig. Der Körper des Wesens wirkt wie die Ruine eines zweistöckigen Gebäudes auf Stelzen. Die Skulptur gibt zu denken, ob ein Philosoph des 20. Jahrhunderts eine rechtwinklige sperrige Ruine ist und längst nicht mehr einem griechisch antiken Menschen ähnelt, weil er das Denken entlang strikter Linien und einfacher Logik überbewertet und Wechselwirkungen zwischen Denken und Körper vernachlässigt. Die Skulptur des Pop-Künstlers steht im Kontrast zum letzten Bild des Buches: Eine Zeichnung, die Russell mit einer Pfeife in der Hand und mit Krawatte geschmückt portraitiert.
Verhältnis von Kunst und Philosophie
Die illustrierte Philosophiegeschichte von Foulkes und Russell bietet Ansätze, um über das Verhältnis von Kunst und Philosophie nachzudenken. So erhält John Piper, ein damals renommierter Künstler, Gelegenheit, Kapitel zu illustrieren. Sie zeigen mit vermischten Farbzonen anonyme Figuren und Symbole, die durch den Text nicht plausibel werden – wie zum Beispiel einen Vogel, der eine zu große Beute verschlingt. Als Illustration für die Epoche der Scholastik erschließt sich das nicht. Die Illustrationen Pipers wirken heute verstaubt. Andererseits Paolozzi: Er ist im Buch präsent und steht für eine Tendenz, die Russell selbst nicht geschätzt hat. Denn das Interesse junger, noch nicht etablierter Künstlerinnen orientiert sich an Wittgenstein und nicht an Russell.
Einer der Gründe zeigt ein Foto von Wittgenstein der illustrierten Philosophiegeschichte: Er trägt keine Krawatte, sein Hemd ist nicht zugeknöpft. Das signalisiert Verzicht auf Ettikette und das fasziniert in der Aufbruchsstimmung der beginnenden 1960er-Jahre. So entwickelt fünf Jahre nach Erscheinen des Buchs Edoardo Paolozzi eine Serie von Siebdrucken, die er Wittgenstein widmet.
Die illustrierte Philosophiegeschichte reserviert zwei Seiten für Wittgenstein. Das allerdings nur, weil der Verlag und sein Mitarbeiter Paul Foulkes sich dafür einsetzen, nicht jedoch Russell. Für den ist sein Freund Wittgenstein zu „jung“, um in eine Philosophiegeschichte aufgenommen zu werden. •
Nils Röller ist Professor für Medien- und Kulturtheorie an der Zürcher Hochschule der Künste. Dort führte er das Forschungsprojekt „Ikonografie der Trostschrift“ durch. Es ist dokumentiert in dem Online-Journal KOKO-Text/Image Parergon. Zuletzt erschienen „Philosophia – Poetik der Wahrnehmung“ (Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog, 2025) und das literarische Experiment Alpentram (Wien: Klever, 2021).