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Bild: Suhrkamp

Gespräch

Regina Schidel: „Menschen mit ‚Behinderung‘ standen nie im Fokus des philosophischen Interesses“

Regina Schidel, im Interview mit Lea De Gregorio veröffentlicht am 07 Januar 2025 9 min

Für die westliche Philosophietradition ist es die Vernunft, die den Menschen zum Menschen macht. Menschen mit Behinderung wurden von ihr ignoriert oder abgewertet. Regina Schidel plädiert für eine philosophische Auseinandersetzung mit Behinderung und Ableismus, die diese fatalen Annahmen überwindet und Vernunft als vielgestaltig versteht.

Frau Schidel, Sie schreiben in Ihrem Buch „Behinderung“ und Gesellschaft, dass eine philosophische Auseinandersetzung mit Behinderung dringend geboten sei. Warum?

Weil es diese Auseinandersetzung in der deutschsprachigen Philosophie bisher kaum gab. Im englischsprachigen Raum ist das Thema länger präsent und wird philosophisch ernster genommen. Wenn in Deutschland im universitären Rahmen über Behinderung oder Ableismus nachgedacht wird, passiert das fast ausschließlich in der Soziologie oder der Erziehungswissenschaft. 

Wie definieren Sie Ableismus?

Ableismus ist ähnlich wie Sexismus oder Rassismus eine strukturelle Diskriminierungsform. Es geht darum, dass Menschen, in dem Fall Menschen mit „Behinderung“, als weniger wertvoll betrachtet werden. Diese theoretischen Muster reproduzieren sich auch in der Wirklichkeit – und diese Wirklichkeit wirkt wieder auf das Denken zurück. Sie zeigen sich etwa dann, wenn soziale Räume nicht barrierefrei sind, und das wiederum wird von vielen dann für normal gehalten.

Die Auseinandersetzung mit Sexismus in der Philosophie hat lange gedauert, ebenso wie die mit Rassismus. Und doch scheint die Gesellschaft und auch die Philosophie bei diesen Themen viel weiter zu sein. Warum?

In der westlichen philosophischen Tradition ist die Vernunftbegabung als das Kennzeichen des Menschen extrem wirkmächtig. Seit der Antike gibt es ein Ideal von einem gesunden Geist in einem gesunden Körper. Das hat dazu geführt, dass philosophische Auseinandersetzungen mit „Behinderung“, wenn sie stattgefunden haben, sehr abwertend waren. Menschen mit „Behinderung“ wurden etwa als Abgrenzung oder Vergleich herangezogen. Wenn es in den philosophischen Texten von Ernst Tugendhat oder James Griffin um die Würde ging, wurde gesagt, dass es fraglich sei, ob „behinderten“ Menschen eine volle Würde zukommt. Wenn es um Menschen mit Behinderung ging, dann nur, um sich von ihnen abzugrenzen – dieses Motiv finden wir sogar noch bei John Rawls, dem berühmtesten Gerechtigkeitstheoretiker des 20. Jahrhunderts. Menschen mit „Behinderung“ standen mit ihren Bedürfnissen und Belangen selbst nie im Fokus des philosophischen Interesses. Da muss dringend etwas passieren.

In ihrem Buch schreiben Sie Behinderung in Anführungszeichen. Warum tun Sie das und um wen geht es Ihnen, wenn Sie von Menschen mit „Behinderung“ sprechen?

Es geht insgesamt um eine sehr heterogene Gruppe von Menschen, die aufgrund von körperlichen, geistigen oder psychischen Eigenschaften von sozialer Ausgrenzung und Stigmatisierung betroffen sind. Diese Menschen lassen sich aufgrund der geteilten Diskriminierungserfahrung überhaupt als Gruppe bezeichnen. Die Anführungszeichen sollen ausdrücken, dass diese Bezeichnung keine Essentialisierung oder deskriptive Beschreibung sein soll. Vielmehr steht für mich der ausgrenzende Charakter im Vordergrund. Ich beschäftige mich nicht so viel mit psychischer oder körperlicher Beeinträchtigung, da ist die Forschung in der Soziologie und in den Disability Studies viel weiter. Aber es gibt weniger Forschung zu geistiger Diversität wie etwa bei Menschen mit Autismus-Diagnose oder Trisomien.

Viele lehnen den Begriff „geistige Behinderung“ ab und suchen nach alternativen Formulierungen. Haben Sie sich damit auch befasst?

Ja, ich verstehe dieses Anliegen, weil in dem Begriff die Geschichte der Abwertung und Entmenschlichung mitschwingt. Es ist angemessen zu sagen: Dieser Begriff ist problematisch. Auch darum habe ich ihn in Anführungszeichen gesetzt. Aber ich finde es schwierig, Begriffe zu finden, die besser passen. Wenn von Neurodiversität gesprochen wird, entsteht ein anderes Problem. Der Begriff suggeriert, dass es nur um das Neuronale gehe und klammert das Soziale aus. „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ ist auch zu vereinfachend, mit dem Begriff wird das Lernen, das wir in unserer Gesellschaft als wertvoll erachten, normativ zugrunde gelegt. Aber ich bin auch offen für andere Vorschläge, die sich durchsetzen. 

Gerade in der Philosophie spielt der Begriff des Geistes eine so große Rolle wie in keiner anderen Wissenschaft… 

Und darin zeigt sich die Problematik dieses Begriffs und die dahinterstehende Vorstellung. „Geist“ in Form von individueller Vernunft wird als normative Auszeichnung von Menschen verstanden – daraus resultiert eine Form von „Logozentrismus“. Die beiden amerikanischen Philosophinnen Eva Kittay und Licia Carlson haben deshalb gesagt, geistige „Behinderung“ sei der Albtraum der Philosophie, weil dieses logozentrische Denken oder Weltbild durch Behinderung in Frage gestellt wird. Aber in jüngerer Zeit gab es auch andere Ansätze etwa von Foucault oder innerhalb der feministischen Theorie – Theorien, die stärker von Emotionalität, Körperlichkeit und sozialen Beziehungen ausgehen. 

In ihrem Buch untermauern Sie einen sozialkonstruktivistischen Ansatz. Vielen Menschen ist es wichtig zu sagen: Wir sind nicht behindert, wir werden durch die Gesellschaft behindert. Zugleich gibt es körperliche und psychische Leiderfahrungen, die betroffene Menschen möglicherweise auch in einer perfekten Gesellschaft erleben würden. Wie lösen sie dieses Dilemma auf?

Ich glaube, dieses Dilemma lässt sich nie ganz auflösen. Ich würde dem sozialkonstruktivistischen Modell sehr weit folgen. Die Einsicht, dass viele Probleme von Menschen mit „Behinderung“ dadurch entstehen, dass es Barrieren gibt, soziale Barrieren und abwertende Denkstrukturen, rechtliche Ausgrenzung und Ungerechtigkeit, wurde mit dem Modell detektiert. Durch diese Faktoren entstehen viele individuelle Leiderfahrungen von Menschen, die in der Gesellschaft nicht als vollwertiges Mitglied angesehen werden. Aber das soll nicht heißen, dass es nicht auch Leiderfahrungen gibt, die an spezifischen körperlichen Voraussetzungen oder psychischen Eigenschaften hängen wie zum Beispiel der Philosoph Andreas Kuhlmann aufgezeigt hat. Die emotionalen Schmerzen und ein Gefühl des inneren Gefangenseins von manchen Menschen mit Autismus sind ein Beispiel dafür. Ableistische Normen und Strukturen verstärken solche Leiderfahrungen aber drastisch.

Ihr Werk knüpft an aktivistische Denker:innen der Disability Studies an, die selbst betroffen waren oder sind. In dem Buch schreiben Sie darüber, dass Sie sich als nicht-behinderte Akademikerin mit dem Thema befassen und reflektieren darüber. Zu welchem Schluss kommen Sie und inwiefern würden Sie sich als Aktivistin sehen?

Natürlich soll es nicht darum gehen, sich die Positionen von Betroffenen anzueignen und daraus akademisches Kapital zu schlagen. Ich versuche, mir nicht nur abstrakt etwas zu überlegen, sondern viel mit Menschen in Begegnung zu kommen, die von Behinderung betroffen sind. Ich denke, dass wir denen, die in der Öffentlichkeit aktivistisch präsent sind, mehr zuhören und Allianzen und Bündnisse stärken sollten. Ich würde mich dabei als Theoretikerin sehen. Damit tue ich das, was ich am besten kann. Aber ich habe den Anspruch, nicht nur im Elfenbeinturm Debatten zu verfolgen. Ich habe in meinem näheren Umfeld jemanden, der von einer schweren Form von Autismus betroffen ist und habe mich gefragt, wie das zusammengeht, dass die philosophische Tradition diesen Menschen nicht als einen richtigen Menschen ansehen kann. Dieser krasse Miss-Match zwischen Theorie und Lebenswirklichkeit hat mich dazu bewegt, mich philosophisch damit auseinanderzusetzen. 

Menschen, die nicht selbst in irgendeiner Form von „Behinderung“ betroffen sind oder betroffene Menschen im Umfeld haben, stoßen wahrscheinlich auch eher selten auf das Thema, oder?  

Ja, und das ist ein Problem. Ich denke, das hat mit einer gesellschaftlichen Haltung zu tun. Wir haben immer noch diese starke Separierung, dass Menschen mit Behinderung in Werkstätten arbeiten oder in Wohneinrichtungen leben, die sich nicht in zentralen Wohnvierteln befinden wie im Nordend in Frankfurt oder in Berlin-Kreuzberg. Oft existiert das alles relativ abgeschottet von der Öffentlichkeit. Ich glaube, dass diese Unsichtbarkeit oder Unsichtbarmachung auch dazu beiträgt, dass persönliche Begegnungen selten stattfinden.

Sie erwähnen in Ihrem Buch Peter Singer, der einen tierethischen Ansatz verfolgt und sich dabei auf entmenschlichende Weise auf Menschen mit „Behinderung“ bezieht. Was ist sein Motiv?

Peter Singer ist von einem tierethischen Anliegen getrieben und einen tierethischen Ansatz finde ich zunächst auch sehr wichtig. Er will aber Tiere durch die Vergleiche mit Menschen mit „Behinderung“ aufwerten. Er sagt zum Beispiel: Stellen Sie sich vor, wir würden Menschen mit „Behinderung“ mästen, um das Bedürfnis von Gourmets nach neuartigen Fleischsorten zu befriedigen. So etwas sagt er in seiner Praktischen Ethik. 

Warum tut er das?

Er will mit diesem schockierenden Vergleich skandalisieren und aufrütteln, um sich für die Rechte von Tieren stark zu machen, jedoch gewissermaßen auf dem Rücken von Menschen mit „Behinderung“. Ich denke, dass diese Gleichsetzung und Animalisierung von Menschen mit „Behinderung“ der absolut falsche Weg ist. Wenn wir in einer gerechten Gesellschaft leben wollen, müssen wir uns sowohl für Tierrechte einsetzen als auch Ableismus bekämpfen. Und wenn Peter Singer sagt, es sei moralisch kein Unrecht, schwerbehinderte Säuglinge zu töten, weil sie keine in die Zukunft gerichteten Präferenzen und Interessen hätten, dann würde ich sagen, dass das inhaltlich falsch und philosophisch schlecht begründet ist. Ein Tötungsverbot aus bestimmten zukunftsgerichteten Präferenzen abzuleiten, wie Präferenzutilitarist:innen das tun, finde ich ziemlich schwach.

Haben Sie eine Antwort darauf, warum es ausgerechnet ein unterstellter Grad von Rationalität ist, der Menschen von Tieren unterscheiden und ihnen damit einen Wert beimessen soll?

Ich denke, das hat mit der Wirksamkeit der Philosophiegeschichte oder überhaupt der westlichen Geschichte zu tun. Diese Abstufung findet sich auch bei anderen Diskriminierungsformen. Wenn wir überlegen, wie Sexismus und Rassismus historisch operiert haben, ging es darum, Frauen oder Schwarzen Menschen zu unterstellen, sie seien weniger vernünftig oder weniger rational. 

Ebenso gibt es bei anderen Diskriminierungsformen die Gleichsetzung von Menschen mit Tieren… 

Ja. Ich glaube, dass diese Betonung von Vernunft oder Rationalität genutzt wird, um sich als die richtige, normale oder hegemoniale Personengruppe zu definieren. Ausgehend von der Aussage von Aristoteles, dass der Mensch das vernunftbegabte Tier sei, versuche ich in dem Buch zu zeigen, dass diese Antwort auch andere Möglichkeiten eröffnen würde, dass sich Vernunft unterschiedlich verstehen lässt. Und ich zeige, dass wir auch über die tierische Seite im Menschen nachdenken müssen. Aufgrund der Tradition gab es in der Philosophie lange kein differenziertes Nachdenken darüber, wie Menschen gut mit ihren affektiven oder körperlichen Seiten umgehen können und inwiefern sie uns als Menschen auszeichnen. Natürlich gab es Spinoza, der das versucht hat, aber so richtig aufgegriffen wurde das erst wieder durch die Kritische Theorie und feministische Philosophie.

Was könnte man der Aussage, dass Menschen, die weniger rational seien, weniger Wert zukomme, entgegensetzen?

Man könnte sagen: Vernunft ist plural und hat verschiedene Ausprägungsformen. Dabei denke ich zum Beispiel an Formen von radikaler Geschwisterlichkeit und Gefährt:innenschaft, wie sie jüngst Iris Därmann in ihrem Buch Aus der Nacht heraus schildert. Dort geht es darum, wie Kinder in Extremsituationen füreinander sorgen und dadurch so etwas wie eine „erwachsene“ instrumentelle Vernunft radikal in Frage stellen. Es gibt vielleicht gar nicht die eine „richtige“ Form von Vernunft. Und man sollte Vernunft viel stärker von der menschlichen Relationalität her denken. Wir sind keine abgekapselten, atomaren Individuen, sondern stehen immer schon mit anderen in Beziehungen.

Sie kontern in dem Buch auch mit einem universalistischen Ansatz, der allen Menschen dieselben Rechte zugesteht.

Viele würden sagen: Ein moralischer Universalismus sei out of date. Natürlich stimmt es, dass er aus der Aufklärung stammt oder dort sehr stark gemacht wurde und die Umsetzung geschichtlich sehr partikularistisch war, Frauen und Schwarze ausgeschlossen wurden. Aber das schmälert nicht den Ansatz, einen Universalismus radikal zu denken. Das würde heißen, dass wir an der Idee einer grundlegenden menschlichen Gleichheit und Gleichwertigkeit bei aller individueller Verschiedenheit festhalten und es keine Kriterien geben darf, die so etwas wie einen gesonderten moralischen Status von manchen Menschen markieren. 

Sie haben sich auch mit Teilhabe beschäftigt. Vorhin haben Sie von dem Elfenbeinturm gesprochen. Gerade die Philosophie ist eine Disziplin, die viele Menschen ausschließt. 

Absolut. Die Universität ist ein super exklusivistischer Raum. Das merke ich in einem Ableismus-Seminar, das ich gebe. Dort sind viele Studierende, die von „Behinderung“ betroffen sind und unter schweren Bedingungen an der Universität zu navigieren haben. Etwa weil die Seminarräume nicht barrierefrei oder Studienordnungen sehr rigide sind. Das muss sich ändern. Zugleich sollte die Philosophie nicht nur auf die Universität beschränkt sein.

Ich hatte mich beim Lesen gefragt, inwiefern es philosophische Texte in leichter Sprache gibt und gesehen, dass auf der Seite der Ethik-Kommission Texte in leichter Sprache veröffentlicht wurden. Sind Sie optimistisch, dass solche Entwicklungen zunehmen werden?

Angesichts der politischen Lage bin ich das nicht. Wenn ich mir ansehe, wie die AfD aktiv Wahlkampf gegen Menschen mit „Behinderung“ macht, etwa mit Slogans wie „Leistungsprinzip statt Inklusion und Kuschelunterricht“, dann finde ich die Lage sehr beängstigend und gefährlich. •

Regina Schidel ist Akademische Rätin a.Z. an der Professur für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Dezember 2025 erschien ihr Buch „‘Behinderung‘ und Gesellschaft. Ableismus in philosophischer und sozialtheoretischer Perspektive“ im Suhrkamp Verlag.

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