Wolfgang Streeck: "Der Europatraum der Generation Habermas könnte sich rächen"
Jean-Claude Juncker, der neue Präsident der EU-Kommission, entwarf als Ministerpräsident von Luxemburg Steuerschlupflöcher für globale Konzerne. Offenbart sich darin die leitende Logik der gesamten Eurozone? Interview mit dem Politologen Wolfgang Streeck über gewollte Widersprüche im Herzen des europäischen Projekts
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Weitere Artikel
Nachruf auf Jürgen Habermas
Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren in Starnberg verstorben. Ein Nachruf von Josef Früchtl über Habermas' Wirken, den Wert des Streitens und die besondere Weise, in der er die Rolle des Wissenschaftlers und die des Intellektuellen in sich verband.
Jürgen Habermas: „Die Bewusstseinslage ist ins Defensive umgeschlagen“
Wie erlebte er seinen Lehrer, Theodor W. Adorno? Welche Ratschläge für die junge Generation würde er heute formulieren? Und vor allem: Was bräuchte eine Politik, die wieder auf die Zukunft ausgerichtet ist? Ein Gespräch mit Jürgen Habermas.
Jürgen Habermas und Europa
Jürgen Habermas gilt heute als der wirkmächtigste lebende Philosoph deutscher Sprache. In seinem Essay erläutert Peter Neumann die habermassche Idee von Europa und zeigt, auf welch fundamentale Weise sich die Diskurstheorie des kommunikativen Handelns mit dem politischen Denken des großen Sozialphilosophen verbindet.
Sie ist wieder da. Die Frage nach der Identität.
In der gesamten westlichen Welt kehren Identitätsfragen ins Zentrum des politischen Diskurses zurück. Donald Trump stilisierte sich erfolgreich als Anwalt des „weißen Mannes“. Marine Le Pen tritt in Frankreich mit dem Versprechen an, die Nation vor dem Verlust ihrer Werte und Eigenheiten zu bewahren. Auch in Deutschland wird das Wahljahr 2017 von kulturellen Verlustängsten dominiert werden. Das Projekt der Europäischen Union droht derweil zu scheitern. Terrorangst schürt Fremdenfeindlichkeit Wie lässt sich diesen Entwicklungen gerade aus deutscher Sicht begegnen? Mit einem noch entschiedeneren Eintreten für einen von allen nationalen Spuren gereinigten Verfassungspatriotismus? Oder im Gegenteil mit neuen leitkulturellen Entwürfen und Erzählungen? Bei all dem bleibt festzuhalten: Identitätspolitik war in den vergangenen Jahrzehnten eine klare Domäne linker Politik (u. a. Minderheitenrechte, Genderanliegen). Sind bestimmte Kollektive schützenswerter als andere? Was tun, damit unsere offene Gesellschaft nicht von Identitätsfragen gespalten wird?
Jürgen Habermas: „Es gibt keine unbeweglichen Identitäten“
Wir gratulieren Jürgen Habermas zum 95. Geburtstag. Im Interview aus der Sonderausgabe Kritische Theorie erinnert sich der Philosoph an Theodor W. Adorno – und spricht über die großen Themen unserer Zeit: Rechtsruck, Identitätspolitik und die Zukunft Europas.
Vom Populismus zum „Postpopulismus“
Weder Faschist noch Populist: Für den Politologen Thibault Muzergues ist die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Galionsfigur einer neuen politischen Ideologie, die in Europa immer größeren Einfluss hat– der „Postpopulismus“.
Das Europa der Philosophen
Emmanuel Macron gilt als großer Befürworter einer „europäischen Souveränität“. Was aber ist von der Idee zu halten? Ist sie sinnvoll oder monströs, überambitioniert oder noch viel zu klein gedacht? Sieben Kommentare zur europäischen Einigung von Nietzsche, Adorno, Kojève, Habermas, Derrida, Marramao und Badiou.
Rosa Luxemburg und die Spontaneität
Wie kann eine politische Bewegung dafür sorgen, dass sie ihren Schwung nicht verliert? Diese Frage beschäftigte Rosa Luxemburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Blick auf die Arbeiterbewegung. Ihr Plädoyer für Spontaneität inspiriert das politische Denken bis heute.