Corine Pelluchon: „Wenn wir das Gesicht des Anderen wahrnehmen, nehmen wir seine Sterblichkeit und seinen Hunger wahr“
Die unendliche Verantwortung für den Anderen steht im Zentrum der Philosophie von Emmanuel Levinas. Angesichts einer liberalen Betonung der Freiheit tut es not, diese Inanspruchnahme durch den Anderen in den Blick zu nehmen. Ein Gespräch mit Corine Pelluchon über die Grenzen der eigenen Souveränität, Pflichten gegenüber Tieren und einen erstarkenden Rechtsextremismus.
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Der übergangene Vordenker
Zeitlebens bewunderte Emmanuel Lévinas Werk und Person Jean-Paul Sartres. Umgekehrt schien sich Sartre nur wenig für Lévinas zu interessieren, auch wenn er diesem einiges zu verdanken hatte. Denn über Lévinas‘ 1930 erschienene Dissertation zu „Husserls Theorie der Anschauung“ fand Sartre ersten Zugang zur Phänomenologie. Heute wäre Lévinas' 120. Geburtstag.
Emmanuel Lévinas und der Andere
Für Emmanuel Lévinas ist das Auftauchen des anderen Menschen die grundsätzlichste aller Erfahrungen. Bevor wir wissen, wer wir selbst sind, erfahren wir uns von einem Du in Anspruch genommen. Der Anblick des Anderen übersteigt unser Erkenntnisvermögen und fordert uns auf, Verantwortung für ihn zu übernehmen. Es ist diese Inanspruchnahme, die die Grundlage der Ethik bildet.
Emmanuel Lévinas und das Antlitz
Philosophen formulieren oft provokant und scheinbar unverständlich. Gerade diese rätselhaften Sätze sind der Schlüssel zum Gesamtwerk. Welche Bedeutung hat das Antlitz für Emmanuel Lévinas, der am 12.12.1906 geboren wurde? Wir klären auf.
Rezepte zum Einschlafen
Was tun, wenn die ersehnte Nachtruhe partout nicht eintreten mag? Drei Methoden zum Eindämmern von Pythagoras, Emmanuel Lévinas und Emil M. Cioran.
Schlaflosigkeit ist blankes Sein
Eine jüngst veröffentlichte Langzeitstudie zeigt: Chronischer Schlafmangel erhöht im Alter das Risiko für Demenz. Dass durchwachte Nächte jedoch nicht nur die Gesundheit gefährden, sondern uns auch die Unentrinnbarkeit des Seins vor Augen führen, beschrieb bereits der Philosoph Emmanuel Levinas.
Das Tier, das nicht von anderen Tieren gegessen wird
Was macht den Menschen aus und grenzt ihn von der Tierwelt ab? Für die Philosophin Lisz Hirn ist es auch die Tatsache, dass er nicht von anderen Tieren gegessen wird.
Die Kunst, mit seinen Gegnern zu verhandeln
Sollte man mit Putin diskutieren oder Xi Jinping beim Wort nehmen? Wo liegt die Grenze zwischen Verhandlung und Kompromiss? Um das herauszufinden, sprachen wir mit Emmanuel Macrons diplomatischem Berater, Emmanuel Bonne.
Die AfD als Denkproblem
Die Partei Alternative für Deutschland erlebt einen Aufschwung, der viele besorgt, ängstigt oder erzürnt. Im Zentrum der Reaktionen auf den erstarkenden Rechtspopulismus steht dabei oft die Gewissheit, sich selbst auf der Seite der Vernunft zu befinden. Womit wir bereits beim Problem wären. Ein strategischer Essay über Klugheit im Konflikt.