Kulturanzeiger: Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes
In unserem Kulturanzeiger stellen wir in Zusammenarbeit mit Medienunternehmen ausgewählte Neuerscheinungen vor, machen die zentralen Ideen und Thesen der präsentierten Filme zugänglich und binden diese durch weiterführende Artikel an die Philosophiegeschichte sowie aktuelle Debatten an. Diesmal im Fokus: Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes. Ein Film von Edgar Reitz, dessen DVD nun erscheint.
Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes
Regie: Edgar Reitz
Darsteller: Edgar Selge, Lars Eidinger, Barbara Sukowa, Aenne Schwarz
Lauflänge: 104 Minuten
DVD-Release: 30.01.2026
Preußen, 1704. Königin Charlotte vermisst ihren einstigen Lehrer Gottfried Wilhelm Leibniz. Weil er ihr im Schloss Lietzenburg nicht mehr persönlich mit seinen weisen Antworten auf die großen Fragen des Lebens zur Verfügung stehen kann, lässt sie ein Gemälde von ihm in Auftrag geben. Leibniz will ihr gern den Wunsch erfüllen, doch die Porträtsitzungen mit dem großen Denker werden zur Herausforderung. Einzig die junge Malerin Aaltje van de Meer vermag es, ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Bald entspinnt sich zwischen ihr und dem Philosophen ein leidenschaftlicher Austausch über das Verhältnis von Kunst und Realität.
Den Blick philosophisch weiten: Leibniz und die Kunst
Lexikon: Gottfried Wilhelm Leibniz
Als letzter Universalgelehrter prägte Leibniz nicht nur Philosophie, Mathematik, sondern war auch als Jurist und Historiker tätig. Welche Konzepte hat er dabei entwickelt? Ein kurzer Überblick.
Kunst oder Macht? Politische Dimensionen des Ästhetischen
Wem dient die Kunst? Dem Publikum, den Machthabern und Mäzenen oder nur den Kunstschaffenden selbst? Auch im 21. Jahrhundert ist diese Frage weiterhin offen.
Finden Sie hier die DVD zum Film
Edgar Reitz: „Der Akt des gemeinsamen Denkens bekommt plötzlich eine erotische Komponente“
Wie viel des Universalgelehrten steckt in den Filmdialogen? Und was hat es mit der jungen Künstlerin auf sich?
Edgar Reitz über die Entstehungsgeschichte seines Films und die Freude am Denken.
Gert Heidenreich: Die Erfindung von Leibniz
Wie kann Denken filmisch inszeniert werden? Und ist Metaphysik ein Thema für das Kino? Drehbuchautor Gert Heidenreich über die Schwierigkeit, die schillernde Figur Leibniz greifbar zu machen.
Regisseur Edgar Reitz im Gespräch über seinen Film
Regisseur Edgar Reitz spricht auf der Berlinale über die Zeitlichkeit des Medium Films, den Überfluss an Bildern sowie dem Bild immanenten Wert.
Regisseur Edgar Reitz spricht anlässlich seines Films über Wahrheit im Bild, die inhärente Materialität von Gemälden und die Freude am Denken.
Der Sender BR24 begleitet bei einem Setbesuch die Dreharbeiten zum Film.
Zur Person

Edgar Reitz, 1932 geboren, ist Regisseur, Produzent und Autor. Er studierte Germanistik, Publizistik und Theaterwissenschaft an der LMU München. Reitz' Filmtrilogie Heimat zählt mit über 54 Stunden Spieldauer zu den umfangreichsten erzählerischen Werken der Filmgeschichte. Er wurde mit zahlreichen Filmpreisen und Ehrungen ausgezeichnet, darunter der Ehrenpreis der Filmfestspiele von Venedig. Seine Autobiographie Filmzeit, Lebenszeit ist 2022 im Rowohlt Verlag erschienen.
Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes
Regie: Edgar Reitz
Darsteller: Edgar Selge, Lars Eidinger, Barbara Sukowa, Aenne Schwarz
Lauflänge: 104 Minuten
DVD-Release: 30.01.2026
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