Peter Sloterdijk: „Der Kanon ist das Resultat einer Siebung“
Institutionelle Bildung ist für Peter Sloterdijk der Kern eines reflektierten Konservatismus. Aber was genau soll tradiert werden in einer sich rasant wandelnden Zeit? Ein Gespräch über moderne Verdampfungsprozesse, Kulturkämpfe und den Strahlenschutz der Vorsokratiker.
Herr Sloterdijk, in einem Radiointerview aus dem Jahr 2017 haben Sie sich als „linkskonservativ“ bezeichnet. Würden Sie diesen Begriff als Selbstbeschreibung nach wie vor wählen?
Ich habe inzwischen wahrgenommen, dass einige andere Leute diese Bezeichnung für sich in Anspruch genommen haben, zum Teil in Frankreich, zum Teil in Deutschland. Vor einiger Zeit hat auch Sahra Wagenknecht sich dieses Ausdrucks bedient – wobei man automatisch hellhörig wird.
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