Instinkt und Intellekt
Rechte geben „einfache Antworten“ auf „komplexe Fragen“? Im Gegenteil: Rechte lieben es kompliziert und theoretisch. Möglicherweise trägt das zu ihrem Erfolg bei.
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Darf man das noch?
Wie lässt sich das eigene theoretische Engagement in Sachen Ökologie in die Praxis umsetzen? Einige Antworten darauf geben zwei Philosophen: Dominique Bourg, Professor an der Universität Lausanne, Anhänger einer „integralen Ökologie“, und Peter Singer, australischer Ethiker und Wegbereiter des Antispeziesismus.
Einfach leben - Warum ist das so kompliziert?
Einfach leben, das klingt so leicht. Nach Gelassenheit, geistiger Weite. Nach einer Existenz, die ihre Freiheit in der Beschränkung findet. Nach Balance, Übersicht, Halt. Doch wer versucht, ein solches Dasein auf Dauer zu stellen, scheitert schnell an den Realitäten des Alltags – und auch an sich selbst. Wie verzichten in einer Welt, die permanent Neues anpreist? Wie ausgeglichen sein, wenn Verlangen und Lust – ganz zu schweigen von den Ansprüchen der anderen – die innere Ruhe permanent stören? Die Philosophie zeigt drei Wege zum einfachen Leben auf: Erst die Übung führt uns zur Leichtigkeit. Das Geheimnis einer erfüllten Existenz ist die Leere. Das Wesentliche zu sehen, setzt Selbsterkenntnis voraus. Askese, Minimalismus, Authentizität: Einfachheit beginnt in uns.
Vive la Frallemagne!
Während Großbritannien möglicherweise vor dem Abschied aus der EU steht, haben Deutschland und Frankreich sich nicht nur erfolgreich ausgesöhnt, sondern dominieren auch die europäische politische Arena. Nun gälte es den nächsten Schritt zu wagen, hin zu einer vollständigen Vereinigung!
Eva Illouz: „Ressentiment ist nicht nur ein Gefühl der Schwachen und Beherrschten“
In ihrem jüngst erschienen Buch Undemokratische Emotionen zeigt die Soziologin Eva Illouz, wie politische Bewegungen sich unsere Gefühle zunutze machen. Im Interview spricht sie über die Muster affektiver Politik und den Aufstieg des populistischen Nationalismus in ihrem Heimatland Israel.
Wenn aus Grübelei Empfindung wird
Was geschieht eigentlich, wenn theoretische Texte Einfluss auf unser Empfinden nehmen? Und wie kommt es überhaupt zu diesem erstaunlichen Phänomen? Diesen Fragen geht Veronika Reichl in ihrem Erzählband Das Gefühl zu denken nach.
Giulia Enders und Gernot Böhme: Die Lehren des Leibes
Dass wir einen Körper haben, wird uns meist erst bewusst, wenn er schmerzt. Dabei ist er es, der die Antworten auf die großen Fragen der Existenz tief in sich trägt: Giulia Enders und Gernot Böhme über die Intelligenz des Darmes und Leibsein als Aufgabe.
Das Rätsel der Schöpfung
Denken Sie über die folgenden scheinbar einfachen zwei Fragen nach. Worin besteht die Gemeinsamkeit zwischen beiden Fragen?
Elias Canetti: „Innerhalb des Parlaments darf es keine Toten geben“
Donald Trump wurde bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania beinahe ermordet. In seiner wirkmächtigen Schrift Masse und Macht hat Elias Canetti dargelegt, inwiefern das Zwei-Parteien-System die psychologische Struktur des Bürgerkriegs noch in sich trägt – und wo die Gewalt im politischen Kampf ihre Grenze findet.
Kommentare
Nun, wen wundert’s? „Die Rechten“ leben von der konstruierten Notwendigkeit, mit der sie alles zu legitimieren versuchen. Und eine Theorie, egal welche, ist doch immer ein Versuch, den Gang der Dinge als unbedingt notwendig darzustellen, oder? Um Vorhersagbarkeit, also: Sicherheit zu schaffen oder zu verschaffen. Hört sich nach Erkenntnis an, ist jedoch womöglich ein schlichtes Machtinstrument. Wer wird es schon wagen, einer Theorie zu widersprechen? Wenn sie denn überhaupt verstanden wurde (resp. überhaupt verstanden werden kann oder auch soll) ...