Marylin Maeso: „Der Held in Camus' 'Der Fremde' stellt das menschliche Äquivalent der Welt dar"
Der Regisseur François Ozon hat eine viel gelobte Adaption von Albert Camus' Der Fremde geschaffen, die heute in die deutschen Kinos kommt. Mit der französischen Philosophin Marylin Maeso spricht er über die Figur des Meursault und taucht gemeinsam mit ihr ein in Camus' universelles, doch hoch aktuelles Werk.
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Die neue Sonderausgabe: Camus
Engagiert, sinnlich, mutig, charismatisch: Es gibt kaum einen Philosophen, der mehr Anziehungskraft besäße als Albert Camus. Zumal in diesen Tagen, in denen sich Camus als der Denker unserer Zeit zeigt. In dieser Sonderausgabe stellen wir Ihnen Werk und Leben des französischen Existenzialisten vor.
Werfen Sie einen Blick auf unsere umfangreiche Heftvorschau!
Algerische Schatten
Mit Der Fremde inszeniert François Ozon den existenzialistischen Urstoff Albert Camus’ neu und legt seine politische Dimension offen.
Philippe Sabot: „Camus verurteilt die revolutionär entfesselte Gewalt“
Nachdem Camus bereits in Die Pest Distanz zu den großen Ideen hält, entwickelt er diese Haltung in Der Mensch in der Revolte zu einer philosophischen Kritik. Camus warnt vor einem revolutionären Verständnis der Geschichte. Sein Gegenentwurf ist die Revolte. Philippe Sabot erläutert Camus’ Position.
François Heisbourg: „Der Übergang von einem Kriegsakt zu einem anderen kann sehr schnell gehen“
Im Ukraine-Konflikt wird der Ton zwischen den USA und Russland rauer und auch in Taiwan ringen Großmächte um Einfluss. François Heisbourg war ehemals Mitglied der französischen Mission bei der UNO und spricht im Interview über die Wahrscheinlichkeit bewaffneter Konflikte.
François Noudelmann: „Die Hamas-Rhetorik ist in den Slogans weitgehend dominant“
An zahlreichen US-Universitäten wird gegen den Gaza-Krieg protestiert. Ist das antisemitisch? Nicht notwendig, meint der Philosoph François Noudelmann, aber häufig eben schon. Ein Gespräch über verbale Gewalt, Ideologie in den Geisteswissenschaften und die geringe Bedeutung der internationalen Politik für die US-Wahlen.
François Jullien: "Qi ist die Lösung"
Der Sinologe und Philosoph François Jullien erklärt im Interview, was der europäische Mensch mit seiner Fixierung auf Ziele verliert. Und was wir vom chinesischen Denken lernen könnten
Catherine Camus: „Mein Vater sah mich, wie ich war“
Väter sind besondere Menschen in unserer aller Leben. Im Guten oder im Schlechten. In diesem Interview erinnert sich Catherine Camus, die Tochter von Albert Camus, an ihre Kindheit, den früh verstorbenen Vater und das moralische Gewicht seines Erbes.
Der blinde Fleck im Absurden
In seinem Roman Der Fremde hat Albert Camus den Kolonialismus auffällig unthematisiert gelassen. Der algerische Schriftsteller Kamel Daoud hat deshalb einen Gegenroman geschrieben. Doch verrät die Lücke auch etwas über Camus’ Philosophie?